fussball : Auf verlorenem Posten

Vergeblich lang gemacht: So sehr sich der Polzer Keeper Steffen Gebert auch streckte (hier in einem früheren Spiel), bei den vier Schönberger Toren war er machtlos.
Vergeblich lang gemacht: So sehr sich der Polzer Keeper Steffen Gebert auch streckte (hier in einem früheren Spiel), bei den vier Schönberger Toren war er machtlos.

Fußball-Landespokal: SV Blau-Weiß Polz beim 0:4 in Schönberg chancenlos / Nur Zarrentin eine Runde weiter

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10. September 2018, 23:00 Uhr

Der Fußball-Landespokal ist in dieser Saison offensichtlich nicht so wirklich das „Ding“ der Männermannschaften aus dem Kreis. Von den fünf Teams, die den Sprung in die zweite Runde geschafft hatten (zwei durch Freilos) blieben vier auf der Strecke. Neben SG Aufbau Boizenburg und Hagenower SV (SVZ berichtete) erwischte es auch den SV Blau-Weiß Polz. In einem reinen Landesliga-Duell waren die Blau-Weißen in ihrem Sonntagsspiel beim FC Schönberg ziemlich chancenlos. Die Heimelf setzte sich mit 4:0 durch.

Trotz der klaren Niederlage hielt sich die Enttäuschung im Polzer Lager in Grenzen. „Die Truppe, die wir aufbieten konnten, hat das recht gut gelöst, konnte erhobenen Hauptes vom Platz gehen.“ Am verdienten Schönberger Weiterkommen gab es nichts zu deuteln. In einem fair geführten Spiel ging der FC durch ein Traumtor in Führung. Nach einer Ecke nahm Sebastian Burmeister den von Steffen Gebert herausgefausteten Ball volley und versenkte ihn unhaltbar rechts oben im Winkel (23.). Das 2:0 resultierte aus einem unstrittigen Elfmeter. Hannes Komoss war gefoult worden, Thomas Aldermeier verwandelte sicher (41.). Viel mehr ließen die Polzer nicht zu, blieben allerdings auf der anderen Seite selbst völlig ungefährlich.

Die endgültige Entscheidung fiel schon kurz nach Seitenwechsel. Das 3:0 und 4:0 wurden nach gleichem Muster über die rechte Seite vorbereitet. Zunächst sprang Aldermann am höchsten (47.), wenig später köpfte Hannes Komoss ein (54.). Danach plätscherte das Spiel so vor sich hin. Die einzige nennenswerte Torannäherung der Blau-Weißen war ein etwas zu hoch angesetzter Distanzschuss in der Schlussphase.

SV Blau-Weiß Polz: Gebert – Jesse, Krogmann, Kies, Freitag (75. Alqaei), Permin, Ranft, Richter, Köster (61. Becker), Albs, Bunge


FSV Kritzmow – TSV Empor Zarrentin 3:4

Der Zarrentiner Pokalauftritt in Kritzmow schien zunächst unter keinem günstigen Stern zu stehen. Weil die Schaalseestädter im A20-Stau standen, konnte der Landesklassen-Vergleich erst mit zweistündiger Verspätung angepfiffen werden. „Wir hatten zwischenzeitlich telefonischen Kontakt zum Pokalverantwortlichen aufgenommen. Seine Ansage lautete: Ihr spielt auf jeden Fall – egal wann.“ Die lange Autofahrt zeigte Wirkung. Empor wurde kalt erwischt und lief schnell einem Rückstand hinterher (3.). Doch dieses Wecksignal funktionierte. Die Gäste präsentierten sich jetzt hellwach. Lukas Matha, Rückkehrer von der SG Aufbau Boizenburg, belohnte sich mit zwei Treffern (24. und 35.) für eine starke Leistung, Daniel Rotermann erhöhte auf 3:1 (40.).

So ging es aber nicht weiter. Kritzmow kam mit mächtig Dampf aus der Kabine, schaffte den Anschluss (50.) und profitierte wenig später von einem missglückten Abwehrversuch von Empor-Kapitän Robin Hacker, der zum 3:3 im eigenen Netz landete (54.). Es entwickelte sich ein völlig offenes Spiel. Die Zarrentiner hatten die ein oder andere brenzlige Situation zu überstehen. Vor dem gegnerischen Tor fehlte Jonas Swenson bei einem Latten-Kopfball das nötige Glück (75.). Fünf Minuten später avancierte Swenson, der ebenfalls aus Boizenburg an den Schaalsee zurückwechselte, dann mit platziertem Schuss aber doch zum Matchwinner. Den knappen Vorsprung brachte man ins Ziel und verbleibt durch diesen Sieg im Wettbewerb.

TSV Empor Zarrentin: Muuß – Widmer, Hacker, Schwarz, Arndt (90. Schulze), Schmal, Dähn, Reinhardt, Matha, Swenson (85. Dimter), Rotermann


SVF Neustadt-Glewe – FSV Mirow/Rechlin 0:1

Die Neustädter machten dem klassenhöheren Landesligisten FSV Mirow/Rechlin das Leben schwer. Letztlich entschied ein Treffer über das Weiterkommen. Und den erzielten die Gäste nach torloser erster Halbzeit in der 64. Minute.
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