Leichtathletik : Auf schnellen Sohlen

Die Hagenower 4x200-m-Staffel der Altersklasse U14 (in Gelb) lief in Neubrandenburg nach starkem Rennen zu Meisterschaftssilber. Beim ersten Wechsel übergibt hier Maja Pietruschinski den Stab an Leonie Tippelt.
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Die Hagenower 4x200-m-Staffel der Altersklasse U14 (in Gelb) lief in Neubrandenburg nach starkem Rennen zu Meisterschaftssilber. Beim ersten Wechsel übergibt hier Maja Pietruschinski den Stab an Leonie Tippelt.

Junge Sportler aus dem Kreis gewinnen bei Hallenlandesmeisterschaften in Neubrandenburg sechs weitere Medaillen.

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28. Januar 2020, 00:00 Uhr

Für die MV-Leichtathleten stand am Wochenende im Neubrandenburger Jahnsportforum der zweite Teil der diesjährigen Hallenlandesmeisterschaften an. Wer an beiden Tagen im Einsatz war, auf den wartete ein wahres Mammutprogramm. So starteten die beiden Hagenower Trainer Fred Bahr und Patrick Wiech am Sonnabend um 7.30 Uhr und waren am Sonntag erst gegen 19.30 Uhr wieder zu Hause. Was Bahr besonders freute: „Auch die Eltern, deren Kinder erst am Sonntag starteten, sind schon einen Tag vorher angereist, haben in Neubrandenburg übernachtet und in der Halle ordentlich Rabbatz gemacht.“

Davon profitierte unter anderem die 4x200-m-Staffel der U14, die lautstark angefeuert in der Besetzung Maja Pietruschinski, Leonie Tippelt, Jasmin Lüders und Jule Paegel in 1:56,64 min. auf Platz zwei sprintete. Jule Paegel holte sich über die 60 m eine weitere Silbermedaille. Sie bestätigte ihre 8,34 sec. aus dem Vorlauf mit identischer Finalzeit. Leonie Tippelt schrammte als Vierte (8,56 sec.) knapp an einer Einzelmedaille vorbei. Da bei diesen Meisterschaften jeweils die besten Acht ausgezeichnet wurden, bekam Jule für ihren sechsten Platz im Weitsprung (4,82 m) eine weitere Urkunde überreicht. Jasmin stellte in 4,54 m eine persönliche Bestleistung auf. Das reichte aber nicht ganz zum Einzug in den Endkampf. Jasmin und Maja starteten zudem im Hochsprung.

Eine ganz starke Vorstellung lieferte Finley Voigt (M13) ab, der seine Bestmarke im Hochsprung auf 1,55 m schraubte und dafür mit Bronze belohnt wurde. Mira Benzien (U20) maß sich bei den Frauen mit der älteren Konkurrenz und verpasste als Vorlaufneunte (8,39 sec.) knapp den Endlauf.

Mit Edelmetall dekoriert, trat auch Kim Koslowski von der SG 03 Ludwigslust/Grabow die Heimreise an. Sie lief über die 800 m in der Altersklasse (AK) U18 die drittschnellste Zeit (2:38,94 min.) Ihre Vereinskameradin Lisa Marie Ewert (W13) wurde über die gleiche Distanz Sechste (2:42,32 min.).

Ermittelten am Sonnabend die Athleten der Altersklassen U14, U18 und Erwachsene ihre Einzelmeister, so stand der zweite Wettkampftag ganz im Zeichen der Drei- beziehungsweise Vierkampfentscheidungen der Youngster. Die Felder waren mit bis zu 40 Teilnehmern durch die Bank stark besetzt. Der Hagenower SV schickte zehn junge Sportler ins Rennen. Nach ihrer Goldmedaille im Vorjahr in der W9 gewann Frida Huth in der nächsthöheren Altersklasse mit 1402 Punkten diesmal Bronze. Herausragend war einmal mehr ihre 50-m-Zeit von 7,49 sec. Zum Vergleich: Nur eine weitere Konkurrentin blieb mit 7,86 sec. unter der 8-sec.-Marke. Zu Fridas Achillesferse entwickelte sich der Hochsprung, wo sie reichlich Punkte liegen ließ. Das gleiche galt für ihre Vereinskameradinnen Eni Groß (12. Platz/1237 Punkte), Maria Dreyer (13./1222), Matilda Schorcht (14./1221) und Nela Fischer (30./1003). Nela schlug sich bei ihrer ersten Meisterschaftsteilnahme sehr achtbar.

Joost Schorcht (M9) trumpfte bei seinem fünften Platz insbesondere mit einer sehr guten 800-m-Zeit auf (2:58,20 min.). Bei den Jungs der AK M11 hakte es immer an einer Disziplin, sonst wären Jonas Schatz (12./1356), Zalan Tamasik (22./1271), Henry Jacobs (32./1171) und Tim Keller (38./1002) weiter vorne gelandet. Tim, der das zweitbeste Hochsprungergebnis erzielte (1,30 m), warfen zum Beispiel die drei ungültigen Versuche im Weitsprung zurück. Die U12-Staffel lief über die 6x100 m (drei Mädels und drei Jungs im Wechsel) auf den fünften Platz. „Hätte es nicht zwei extreme Behinderungen gegeben, wäre das Bronze geworden“. ärgerte sich Fred Bahr.

Die Teutonen aus Rastow mischten sogar mit zwölf Sportlern mit. Angeführt von Fiete Franz (M8), der sich über tolles Dreikampf-Silber (852 Punkte) freuen durfte. Auf das Achter-Podest schafften es auch Liam Thomsen (M8/740) und die 6x100-m-Staffel der U10 mit ihren fünften Plätzen. Erstmals nach längerer Pause schnupperten zehn Nachwuchsathleten des SVF Neustadt-Glewe wieder einmal Landesmeisterschaftsluft. Für sie ging es vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln und die Atmosphäre zu genießen. Die Ergebnisse konnten sich durchaus sehen lassen. Genauso, wie die der drei Teilnehmerinnen vom TSV Empor Zarrentin. Isabella Bretsch (W8) wurde als Achte mit einer Urkunde geehrt, Leni Matha (W9) belegte unter 33 Starterinnen den 18. Platz. Dass es für Leonie Staatz (W8) nur zu Rang 20 reichte, lag daran, dass sie den 800-m-Lauf abbrechen musste.

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