fussball : Auf geht’s in die englische Woche

In der Vorsaison feierten die Dynamos (in Rot) im Grabower Waldstadion einen 5:2-Sieg. Zumindest Top-Torjäger Clemens Lange (hier beim Kopfball) ist bei den Schwerinern inzwischen nicht mehr an Bord.
In der Vorsaison feierten die Dynamos (in Rot) im Grabower Waldstadion einen 5:2-Sieg. Zumindest Top-Torjäger Clemens Lange (hier beim Kopfball) ist bei den Schwerinern inzwischen nicht mehr an Bord.

Vor den höherklassigen Mannschaften im MV-Fußball liegen jetzt drei Spiele innerhalb von acht Tagen

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27. September 2018, 23:00 Uhr

Die höherklassigen Fußballmänner des Landes stehen vor einem ersten echten Härtetest in der noch jungen Saison. Es wartet eine englische Woche, das heißt, die Kicker müssen sich der Herausforderung von drei Spielen innerhalb von acht Tagen stellen. Demzufolge gibt es bei optimalem Verlauf neun Punkte zu holen. Das Pendel kann aber natürlich auch in die andere Richtung ausschlagen. An diesem Wochenende geht es erst einmal darum, einen guten Einstieg zu erwischen.


Verbandsliga

Und genau den wollen die Verbandsliga-Fußballer der SG Aufbau Boizenburg (10./4 Punkte) morgen hinlegen. Mit einem Heimsieg gegen den SV Görmin (8./7). Das letzte Erfolgserlebnis der Boizenburger liegt mit dem 3:1 vom 1. Spieltag in Grimmen schon ziemlich lange zurück. Es wird also höchste Zeit, etwas für das eigene Punktekonto zu tun. Die Görminer sahen sich vor dieser Saison in der absurden Situation, nach dem Rückzug von Gnoiener SV und TSV Friedland weiter in der Verbandsliga spielen zu müssen, obwohl sie schon für den sportlichen Abstieg in die Landesliga geplant hatten. Das notwendige Umdenken scheint aber ganz gut zu klappen. Nach zwei Niederlagen zum Start hat Görmin in den folgenden drei Spielen sieben Punkte eingesammelt. „Das ist eine körperlich starke Mannschaft, die sehr robust auftritt und voraussichtlich wieder viel mit langen Bällen agieren wird“, erwartet Aufbau-Trainer Alexander Lamer ein kampfbetontes und mit viel Leidenschaft geführtes Duell. Er hofft, dass seinem Team endlich einmal ein frühes Tor gelingt. Fest steht für ihn, „dass die drei Punkte hier bleiben müssen, egal wie.“

Landesliga West

Für seinen ersten Auftritt als Trainer des Hagenower SV (6./9) hat sich Dirk Hoffmann eine „nette“ Aufgabe ausgesucht. Es geht zum noch ungeschlagenen SV Warnemünde (2./11). „Das wird zweifellos ein echter Gradmesser und eine sportliche Herausforderung für uns.“ Hoffmann hat am vergangenen Wochenende die Gelegenheit genutzt, mit dem Warnemünder Gastauftritt beim FC Mecklenburg Schwerin II gleich die beiden nächsten HSV-Gegner unter die Lupe zu nehmen. Er sah ein torreiches 4:4 und „ein sehr gutes Landesligaspiel“. Vor dem Hintergrund der hohen Warnemünder Qualität sei es besonders wichtig, mannschaftlich geschlossen aufzutreten. Dass man sowohl in Warnemünde, als auch am 3. Oktober in Schwerin auf Kunstrasen antreten müsse, mache es nicht unbedingt leichter.

„Wir spielen gegen den Tabellenführer. Da haben wir nichts zu verlieren“, ordnet Trainer Rene Schwarz die morgige Heimaufgabe der SG 03 Ludwigslust/Grabow (11./6) gegen Dynamo Schwerin (1./12) ein. In der Vorwoche bewies seine Mannschaft mit dem 3:0 im Kellerduell in Lübz, dass sie mit Drucksituationen umgehen kann. Der Sieg sorgte für etwas Luft in der Tabelle und sollte zudem gut für das Selbstvertrauen gewesen sein. Schwarz geht davon aus, dass die Schweriner als spielstarkes Team bemüht sein werden, selbst zu gestalten, was der eigenen Spielweise durchaus entgegen komme. „Ich denke, an einem guten Tag ist in dieser Liga vieles möglich.“

Gegen einen kleinen Befreiungsschlag hätte auch beim SV Blau-Weiß Polz (15./3) sicher niemand etwas einzuwenden. Mit erst einem Sieg auf dem Konto findet man sich auf dem vorletzten Platz wieder. Da kann das Ziel für das anstehende Heimspiel gegen den FC Seenland Warin (12./4) nur lauten, die Punkteausbeute zu verdoppeln. Bei den Gästen lief es bisher ebenfalls nicht wunschgemäß. Beide Teams kassierten zuletzt 1:5-Niederlagen. Auf Wariner Seite dürfte man die Erinnerungen an die Vorsaison mit dem 2:0-Erfolg an gleicher Stelle wachrufen. Dass die Blau-Weißen in puncto Spielverlauf und Ergebnis ganz andere Vorstellungen haben, versteht sich von selbst.

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