3. Volleyball-Liga Nord Damen : An Neustadt kommt niemand vorbei

Die Neustädterinnen (hier Annika Munsch im Einerblock) bekamen vom BBSC Berlin nichts geschenkt.
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Die Neustädterinnen (hier Annika Munsch im Einerblock) bekamen vom BBSC Berlin nichts geschenkt.

Drittliga-Volleyballerinnen des SV Fortschritt schließen Hinrunde nach 3:0 gegen BBSC Berlin ungeschlagen und mit nur einem Satzverlust ab

svz.de von
08. Dezember 2013, 23:00 Uhr

Es ist vollbracht: Acht Spiele, acht Siege und dabei nur einen Satz abgegeben – die Neustädter Drittliga-Volleyballerinnen haben sich ihre Weihnachtspause wahrlich verdient. Der letzte Auftritt des Jahres endete wie die meisten zuvor, mit einem glatten 3:0-Erfolg. Und das, obwohl der BBSC Berlin keineswegs enttäuschte, sicher als eine der besten Mannschaften einzuordnen war, die sich im Verlauf der Hinrunde in der Neustädter Sporthalle „Zur Kuhdrift“ präsentiert haben. „Natürlich war das heute etwas Besonderes. Wir wussten ja nicht, was die Mädels so drauf haben. Wir haben versucht, da locker ranzugehen. Ich glaube, unsere Mitspielerinnen hat das sogar mehr beschäftigt, und sie haben uns kräftig dabei unterstützt, auch nervös zu sein“, antwortete Anne Oemus lachend auf die Frage, wie es ihr denn in dieser speziellen Situation „ergangen“ sei. Die Zuspielerin war vor der Saison mit drei bis dahin Berliner Mannschaftskameradinnen vom BBSC zum SV Fortschritt gewechselt. Man traf also erstmals in einem Punktspiel auf die früheren Teamkolleginnen.

Und die machten sofort deutlich, dass sie sich gegen den Tabellenführer einiges vorgenommen hatten. Mit im ersten Satz fehlerfreiem, druckvollem Service brachten sie die Neustädter Annahme ins Schwitzen. Auf der anderen Seite sorgte die sehr bewegliche Berliner Libera dafür, dass der Ball zumeist solide bei der Zuspielerin landete, die ihre Angreiferinnen variabel einzusetzen versuchte. Die spielerische Qualität der Gäste hatte für die Zuschauer den positiven Nebeneffekt, dass sie ansehnlichen Volleyball geboten bekamen. Denn natürlich wollten die Fortschritt-Damen ihrer Rolle als Spitzenreiter gerecht werden. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Lange einem Rückstand hinterher laufend, gelang es den Mecklenburgerinnen in der entscheidenden Phase allerdings wieder einmal, die wichtigen Punkte zu machen. Auffällig war, wie effektiv die Schnellangriffe über Lisa Schulmeister funktionierten. Das umkämpfte 25:22 hinterließ beim BBSC Spuren. Die Mannschaft leistete sich nach dem Seitenwechsel deutlich mehr leichte Fehler und war so absolut chancenlos. Erst beim Stand von 14:24 konnte man das Ergebnis mit vier Punkten in Folge zumindest noch etwas freundlicher gestalten. Diese kleine Serie schien neuen Mut zu wecken. Im dritten Durchgang fanden die Berliner zur guten Anfangsform zurück. Sie deckten mit dem Aufschlag gegnerische Unkonzentration auf und erarbeiteten sich ein Fünf-Punkte-Polster (12:7). Die Fans bekamen in der Folge einige schöne Ballwechsel zu sehen, zumeist mit dem besseren Ende für ihr Team, das beim 14:14 den Rückstand aufgeholt hatte. Bis zum 18:18 blieb es eng, dann zog der Tabellenführer auf 24:18 davon und verwandelte wenig später seinen zweiten Matchball.

„Da waren schon gute Ansätze dabei. So lange die Körpersprache meiner Spielerinnen stimmte, konnten wir mithalten. Sie haben nur nicht durchgängig daran geglaubt, gegen den Spitzenreiter wirklich etwas auszurichten“, zeigte sich BBSC-Trainer Daniel Bratschke alles in allem nicht unzufrieden. Sein Gegenüber, Oliver Dunkel, schöpfte auch diesmal wieder aus dem Vollen, setzte alle elf zur Verfügung stehenden Spielerinnen ein. Was seine Mannschaft bislang besonders auszeichnet, ist die Tatsache, dass sie anders als in den vergangenen Jahren keine „Geschenke“ in Form von leichtfertig abgegebenen Sätzen verteilt. Man strahlt die Ruhe und das Selbstbewusstsein einer unangefochtenen Nummer eins aus. Wenn in der Rückrunde noch besser im Block und im Feld gearbeitet wird, dürfte es die Konkurrenz schwer haben, am Neustädter Thron zu wackeln. Mit dem Auswärtsspiel beim Wiker SV steigen die Fortschritt-Damen am 11. Januar 2014 in die zweite Halbserie ein.

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Burchardt, Schulmeister, Munsch, Kryvarot, Helmecke, Poppe-Kohlsdorf, Schallhorn, Luft, Amlang, Friebe (L).

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