Gespannfahrer : Reichlich Prominenz am Start

Er zählt zu den erfolgreichsten Vierspännerfahrern der Welt: Christoph Sandmann startet in Blievenstorf.
Er zählt zu den erfolgreichsten Vierspännerfahrern der Welt: Christoph Sandmann startet in Blievenstorf.

Von deutschen Meistern bis hin zu Weltmeistern: Das dreitägige Blievenstorfer Turnier ist in allen Klassen stark besetzt

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23. Mai 2019, 12:00 Uhr

Am Wochenende steht Blievenstorf wieder einmal ganz im Zeichen der Gespannfahrer. Das renommierte Turnier ist sportlich jetzt noch einmal aufgewertet worden. Gewissermaßen auf den letzten Drücker haben sich Christoph Sandmann und seine Tochter Anna aus Lähden bei Herzlake noch zwei Startplätze in der kombinierten Prüfung Klasse S für Vierspänner gesichert.

Weiterlesen: Einspänner fahren um WM-Qualifikation

Der internationale Top-Fahrer feiert morgen seinen 52. Geburtstag in Blievenstorf. Auf die Familie muss er dabei zumindest nicht ganz verzichten. Auch seine ebenfalls international schon sehr erfolgreiche Tochter, die 24-jährige Anna Sandmann, ist mit von der Partie. „Ich kenne Blievenstorf von zurückliegenden Turnieren sehr gut. Das Geländeprofil kommt unseren Pferden entgegen und die Organisation ist sehr gut“, begründet der frühere Weltmeister, der sich bereits 1992 den ersten Titel holte und seitdem insgesamt 14 WM-Medaillen eingefahren hat, seine Teilnahme. Achtmal wurde er deutscher Meister, zuletzt 2017 in Riesenbeck. Tochter Anna ist nahtlos in die Fußstapfen getreten, gewann unter anderem 2015 bei der Weltmeisterschaft in Ungarn die Bronzemedaille.

Fahrer aus zehn Bundesländern

Insgesamt haben Fahrer aus zehn Bundesländern für die fünf kombinierten Prüfungen der schweren Klasse gemeldet. Bei den Einspännern dient Blievenstorf als WM-Qualifikation. Dieter Lauterbach aus Dillenburg (Hessen), Weltmeister von 2016 und Bundes-Jugendtrainer, will in dieser Prüfung seine WM-Kader sichten. Reichlich Prominenz ist auch bei den Zweispännern vertreten. Angeführt wird das Feld hier vom neunmaligen deutschen Meister Sebastian Warneck (Potsdam) und dem amtierenden Titelträger Sandro Koalik aus Drebkau (Sachsen).

Die MV-Farben werden durch Hans-Georg Schröder (Anklam/Zweispänner Großpferde), Fred Dittberner (Kladrum), Mario Schild (Nieköhr/beide Vierspänner Großpferde), Rüdiger Schulz (Poel/Vierspänner Ponys) sowie Felix Dallmann (Friedland) und Anja Krüger (Katzow/beide Zweispänner Ponys) vertreten.

Die Geländehindernisse sind auf den neuesten Stand gebracht, die übrigen Fahrplätze und das Fahrerlager hergerichtet. Auch die Startzeiten stehen inzwischen fest. Heute Abend ab 18 Uhr können die Fahrer die Geländestrecke besichtigen. Offiziell los geht es morgen früh schon um 7 Uhr mit der Dressurprüfung für die Einspänner. Die Zweispänner folgen ab 10.50 Uhr, beginnend mit den Ponys und ab 13 Uhr mit den Pferdegespannen. Die Pony-Viererzüge sind um 15.40 Uhr mit ihrer Dressur dran. Den Tagesabschluss machen zwölf mit Großpferden bespannte Viererzüge (ab 17.20 Uhr). D

er Sonnabend ist dem Geländefahren vorbehalten. Nach aktuellem Stand werden ab 9 Uhr 60 Gespanne auf die etwa sechs Kilometer lange Strecke gehen. Es warten sieben kombinierte Hindernisse. Am Abend ab 20 Uhr können sich alle Beteiligten beim Fahrerball „abreagieren“. Am Sonntag ist beim Kegelfahren allerdings noch einmal volle Konzentration gefordert. Die Tore sind eng gesteckt und die Zeit in einer S-Prüfung knapp bemessen. Das kann die Rangfolge nochmal ordentlich durcheinanderwirbeln. Das Hindernisfahren beginnt um 8 Uhr in gleicher Reihenfolge wie das Dressurfahren. Gegen 16 Uhr soll die letzte Entscheidung gefallen sein. Die Siegerehrungen sorgen für einen stimmungsvollen Abschluss.
 

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