fussball : „Wir tun, woran wir Spaß haben“

Im Interview: André Prielipp (r.), Fußballabteilungsleiter des Hagenower SV, stand dem Moderator des Abends, NDR-Sportchef Clemens Paulsen, am Mikrofon Rede und Antwort.
Im Interview: André Prielipp (r.), Fußballabteilungsleiter des Hagenower SV, stand dem Moderator des Abends, NDR-Sportchef Clemens Paulsen, am Mikrofon Rede und Antwort.

Fußball-Abteilungsleiter des Hagenower SV wird in Rostock mit Ehrenamtspreis des Landesfußballverbandes ausgezeichnet

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16. Januar 2019, 23:00 Uhr

Es wurde ein stimmungsvoller Abend. Der Landesfußballverband (LFV) Mecklenburg-Vorpommern hatte zum Neujahrsempfang nach Rostock eingeladen und konnte als Ehrengäste unter anderem den Präsidenten des Deutschen Fußballbundes (DFB), Reinhard Grindel, und den früheren Nationalspieler und Integrationsbeauftragten des DFB, Cacau, begrüßen.

Im Mittelpunkt sollten aber Andere stehen. Der Landesfußballverband zeichnete die besten MV-Fußballer (männlich und weiblich), Trainer und Schiedsrichter des Jahres 2018 aus. In diesem Zusammenhang fiel gleich zweimal der Name des MSV Pampow. Johannes Ernst (Spieler) und Ronny Stamer (Trainer) landeten jeweils auf dem Silberrang. Bei den Fußballerinnen durfte sich Laura Walter vom Verbandsliga-Team des Hagenower SV über einen sechsten Platz freuen.

Die Hagenower scheinen sich zu Stammgästen beim Jahresempfang des LFV zu entwickeln. Nachdem der Verein vor zwei Jahren mit dem Integrations- und Vielfaltspreis ausgezeichnet wurde, erhielt diesmal der Fußball-Abteilungsleiter des HSV, André Prielipp, den Ehrenamtspreis in der Kategorie „Rund um den Fußball“. Die Frage, ob er überrascht gewesen sei, beantwortete Prielipp schmunzelnd mit einen halb und halb. „Ich wusste ja vom letzten Mal, wie das läuft. Dass jeder, der nominiert ist, auch etwas bekommt. Deshalb war das bei der entsprechend formulierten Einladung schon klar.“

Den Vorschlag hatte der Kreisfußballverband Westmecklenburg eingereicht. Zur Begründung hieß es unter anderem, dass Prielipp beim Hagenower SV einige Umstrukturierungen angeschoben und zu den maßgeblichen Initiatoren des Kunstrasenprojekts gezählt habe. „Ich hatte das Gefühl, dass meine Krebserkrankung am Rande auch eine Rolle gespielt hat. Das herauszustellen, darauf lege ich aber keinen großen Wert.“ Jetzt, ein halbes Jahr nach der Knochenmarktransplantation, würden sich alle Werte im Normalbereich bewegen. Er trete nach dem Krankenhausaufenthalt natürlich kürzer, habe ansonsten in der Vereinsarbeit aber da weiter gemacht, wo er aufgehört habe. Ein Ehrenamt sei fraglos mit großem Aufwand verbunden, „aber mich zwingt ja keiner dazu. Wir tun etwas, woran wir Spaß haben. Und das hilft mir sicher dabei, andere Gedanken in den Hintergrund zu drängen.“ Für die etwas nebulöse Formulierung des Preises „Rund um den Fußball“ hat André Prielipp eine simple Erklärung: „Die anderen drei Kategorien passten ja nicht. Ich bin noch keine 25 Jahre dabei, andererseits aber auch nicht mehr so jung. Und eine Frau bin ich auch nicht.“

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