fussball : Was war die Vorbereitung wert?

Im Hinspiel teilten sich Aufbau Boizenburg (in Rot) und FSV Kühlungsborn nach einem 1:1 die Punkte.  Fotos: thomas willmann
Im Hinspiel teilten sich Aufbau Boizenburg (in Rot) und FSV Kühlungsborn nach einem 1:1 die Punkte. Fotos: thomas willmann

Für Landesfußballer geht es am Wochenende um die ersten Meisterschaftspunkte nach der Winterpause

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21. Februar 2019, 23:00 Uhr

Test war gestern. An diesem Wochenende wird es ernst, sprich, es geht für die auf Landesebene aktiven Fußballer wieder um Meisterschaftspunkte. Natürlich wollen alle einen guten Start aus der Winterpause hinlegen. Eben so klar ist aber auch, dass es nicht nur Gewinner geben kann.


Verbandsliga

Alexander Lamer war ziemlich bedient. Da hatte er seiner Elf, den Verbandsliga-Kickern der SG Aufbau Boizenburg (12./16 Punkte), zum Abschluss der Vorbereitung für den Mittwochabend einen vereinsinternen Test gegen die eigenen zweite Mannschaft „verordnet“. Und was passiert? Der Kreisoberligist gewinnt mit 2:1. „Natürlich war das in erster Linie eine Einstellungsfrage, aber in jedem Fall ein katastrophales Bild, das wir da abgegeben haben.“ Klar ist, dass am Sonntag ein ganz anderes Auftreten notwendig sein wird, will man beim Tabellenfünften in Kühlungsborn (31 Punkte) bestehen. In Boizenburg ist man leicht angesäuert. Man hatte die letzten beiden Testspiele bewusst auf Rasen angesetzt, um die zu erwartenden Spielbedingungen zu simulieren. Doch am Mittwochmorgen flatterte eine Mail auf den Tisch, die eine Verlegung der Kühlungsborn-Partie auf Kunstrasen ankündigte. „Was soll’s. Wir müssen es nehmen, wie es kommt.“

Den FSV stuft Lamer als spielstarke Mannschaft mit guter Offensivabteilung ein. Defensiv hat er aber die ein oder andere Schwäche ausgemacht. „Die wollen wir ausnutzen und mit viel Leidenschaft und taktischer Cleverness etwas Zählbares mitnehmen.“ Der erste Vergleich mit dem Aufsteiger endete 1:1.


Landesliga West

Zwei der drei hiesigen Landesliga-Vertreter steigen mit Heimspielen in den zweiten Saisonabschnitt ein. Der Hagenower SV, der als Tabellenachter (23 Punkte) das aktuell bestplatzierte Team aus diesem Kreis-Trio ist, hat morgen den SC Parchim (11./19) in der Parkstraße zu Gast. Beide Mannschaften trennen zwar nur vier Punkte. Legt man aber zwei andere Zahlen aus der Hinrunde als Maßstab an, so spricht im anstehenden Vergleich vieles für die Hagenower. Der HSV stellte nach 16 Spieltagen mit sieben Siegen und nur einer Niederlage das viertbeste Heimteam. Die Parchimer holten auf fremden Plätzen in sieben Anläufen nur vier Punkte, reisen als auswärtsschwächste Mannschaft der Liga an. Aber Statistik ist das eine. Über das aktuelle Leistungsvermögen sagen die Zahlen herzlich wenig aus. Die Hagenower werden natürlich bestrebt sein, ihre gute Bilanz auszubauen. Auf der anderen Seite wollen die Gäste die rote Auswärtslaterne schnellstmöglich loswerden. Das Hinspiel endete 3:1 – für Parchim.

Der SV Blau-Weiß Polz (14./13) erwartet mit dem TSV Graal-Müritz (4./30) ein zur Spitzengruppe gehörendes Team. Bei den Blau-Weißen gibt es angesichts des bisher unbefriedigenden Abschneidens jede Menge Ansatzpunkte. „Wir haben viele Punkte durch individuelle Fehler abgegeben und sind oft fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen. Das muss sich ändern“, stellt Trainer Steffen Willuweit klar. Er setzt unter anderem auf die gewachsene Konkurrenzsituation innerhalb seines jetzt etwas größeren Kaders. „Graal-Müritz ist schwer zu spielen. Wir sind sicher kein Favorit. Aber ich bin optimistisch.“ Die Polzer wollen zu alter Heimstärke zurückfinden und morgen den ersten Schritt dahin tun.

Mit einer ganz schweren Auswärtsaufgabe startet die SG 03 Ludwigslust/Grabow (15./12) . Der Tabellenvorletzte muss beim zweitplatzierten SV Warnemünde (34 Punkte) auflaufen. Das Hinspiel hat man gleich aus mehreren Gründen in schlechter Erinnerung. Zum einen ging die Partie mit 1:5 verloren, zum anderen zog sich Boris Baerwinkel nach rüdem Foul eine schwere Fußverletzung zu und bestreitet nach langer Zwangspause morgen erst sein drittes Saisonspiel. Trainer Rene Schwarz hofft, dass seine Jungs an die Leistung anknüpfen können, die sie in der Vorwoche eine Halbzeit lang gegen den VfL Breese-Langendorf gezeigt haben (Endstand 2:3). „Wenn wir das Niveau bestätigen und vor allem unser System halten, dann fahren wir nicht mit leeren Händen nach Hause.“

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