handball : Und wieder war’s eine klare Sache

Dynamik und Wille: Tobias Schluck war mit sieben Toren erfolgreichster Hagenower Werfer und zudem auch ein emotionaler Antreiber.
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Dynamik und Wille: Tobias Schluck war mit sieben Toren erfolgreichster Hagenower Werfer und zudem auch ein emotionaler Antreiber.

Nach zuvor sechs Derby-Niederlagen drehten Hagenower Verbandsliga-Handballer den Spieß diesmal um – 28:19 gegen Wittenburg

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19. November 2018, 23:00 Uhr

Am Ende war es doch wieder eine ziemlich einseitige Angelegenheit, das Derby der Handball-Verbandsliga zwischen den Männerteams von Hagenower SV und TSG Wittenburg. Nur diesmal mit umgekehrten Vorzeichen. Waren in den vergangenen Jahren stets die Wittenburger tonangebend, so hatten diesmal die Hagenower klar die Nase vorne. Vor rund 250 Zuschauern setzten sie sich in der heimischen Otto-Ibs-Halle mit 28:19 durch und wurden von ihren Fans mit standing ovations verabschiedet.

Die recht nervös geführte Anfangsphase wurde noch den Erwartungen an ein spannendes Duell gerecht. Die Führung wechselte mehrfach. Erst mit dem von Kai Schilling zum 7:5 verwandelten Siebenmeter (15.) konnten sich die Hagenower erstmals um zwei Tore absetzen. Wenig später war die Partie für Hannes Schmidt beendet. Der Abwehrchef der TSG zog sich einen Cut an der Lippe zu, der im Krankenhaus genäht werden musste (gute Besserung). Diesen Umstand wertete der Wittenburger Trainer Ludger Schmidt in der Analyse als „unglücklich, aber nicht spielentscheidend“. Eine torarme erste Halbzeit endete mit einer 12:9-Führung für den HSV. Beide Teams zeigten gute spielerische Ansätze. Im Abschluss fehlte aber immer einmal wieder die nötige Konsequenz.

Das wurde nach dem Wiederanpfiff besser, allerdings nur auf Hagenower Seite. Fast mühelos zog der Gastgeber auf 18:11 (42.) davon und sorgte so für eine frühe Vorentscheidung. Einen großen Anteil daran hatte Christian Braun. Der HSV-Torhüter, der schon vorher einige „Duftmarken“ setzen konnte, war insbesondere von den Wittenburger Außen kaum zu bezwingen. „Die müssen einfach rein“, kommentierte Ludger Schmidt kopfschüttelnd die sich in dieser Phase häufenden „Fahrkarten“. Genauso engagiert wie sein Gegenüber war der Hagenower Trainer Joachim Tügel unterwegs. Lautstark schwor er seine Spieler in der Deckung mehrfach auf die ausgegebene Linie ein. „Leute, wir bleiben defensiv.“

Das funktionierte ziemlich gut. Bis auf zwölf Tore bauten die Hagenower zwischenzeitlich ihren Vorsprung aus (27:15/56.). Dass am Ende die Konzentration etwas nachließ und die TSG so noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben konnte, war für Joachim Tügel bei der Auswertung des zweiten Hagenower Saisonsieges kein Problem. „Langsam greifen die Mechanismen, das Team wächst weiter zusammen und spielerisch geht’s auch vorwärts. Zudem hatten wir heute einen wirklich starken Torhüter.“ Für Ludger Schmidt lag die Wittenburger Unterlegenheit an diesem Tag auf der Hand: „Wenn du nur 19 Tore wirfst, kann es im Abschluss nicht gestimmt haben. Die Chancen waren ja da, aber uns fehlte es an Durchschlagskraft. Hagenow hat den Sieg einfach mehr gewollt.“

Obwohl die Schiedsrichter insgesamt elf Zeitstrafen ausgesprochen und zwei rote Karten verteilt hatten – je eine für beide Teams –, bewegte sich die Partie jederzeit in einem fairen Rahmen.

Hagenower SV: Braun, M. Thiel – Brink (4), Holgersson, Schluck (7), Stattkus, Pötzsch (1), Rinke (2), F. Schilling, Pätzold, L. Fietkau (2), Koch (6), Schomann, K. Schilling (6/3)


TSG Wittenburg: Romberg, Pätzmann – Herbst, Widdrus (1), Trester, Koberstein (2), Stepan (7), Techam (2), Schulz, Greskamp (3/1), Heckmann (4), H. Schmidt, Jaklin


7m: HSV (3/3), TSG (2/1); Zeitstrafen: HSV (6), TSG (5)

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