hallenfussball : Torhüter waren nicht zu beneiden

Absolute „Knipser“-Qualitäten: Boizenburgs Frank Owe (r., hier beim 6:1 gegen die SG Lindental Tessin) hatte mit 13 Toren keinen geringen Anteil am Turniersieg seiner Mannschaft.
Absolute „Knipser“-Qualitäten: Boizenburgs Frank Owe (r., hier beim 6:1 gegen die SG Lindental Tessin) hatte mit 13 Toren keinen geringen Anteil am Turniersieg seiner Mannschaft.

Beim 3. Bauer-Cup in der Wittenburger Mehrzweckhalle „klingelte“ es 124-mal / Verbandsligist SG Aufbau Boizenburg holt Siegerpokal

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14. Januar 2019, 23:00 Uhr

Die Abschlusstabelle beim 3. Bauer-Cup des Wittenburger SV entsprach exakt dem Spielklassenverhältnis der teilnehmenden Mannschaften. Turniersieger SG Aufbau Boizenburg wurde als Fußball-Verbandsligist seiner nominellen Favoritenrolle gerecht. Auf den weiteren Medaillenplätzen landeten die Landesliga-Kicker von der SG 03 Ludwigslust/Grabow und das Landesklassenteam des Wittenburger SV. Es folgten die vier auf Kreisebene agierenden Mannschaften, angeführt von den niedersächsischen Gästen vom SV Bornberg (bei Cuxhaven).

Die rund 250 Zuschauer, die in der Mehrzweckhalle für gut gefüllte Ränge und eine ansprechende Atmosphäre sorgten, kamen auf ihre Kosten. Es wurde wahrlich nicht an Toren gegeizt. Am Ende hatte es satte 124-mal in den Netzen gezappelt. Bei allem fußballerischen Ehrgeiz ging es fair zu. Die Schiedsrichter Hartmut Hennig und Joachim Saß hatten mit der Leitung der Spiele wenig Probleme.

Ein sehr zufriedener Eike Lenz sprach dann auch von einer runden Sache: „Aus meiner Sicht hat sich die Entscheidung, zwar nach den alten Hallenfußballregeln, aber mit einem Futsal-Ball zu spielen, bewährt. Wir haben wenig Gebolze, dafür viele schön herausgespielte Tore gesehen“, resümierte der Turnierorganisator und Trainer des Wittenburger SV. Zunächst einmal mussten er und seine Jungs allerdings eine bittere Pille schlucken. Im Auftaktspiel kamen die Lokalmatadoren gegen die SG 03 Ludwigslust/Grabow mit 0:8 unter die Räder. Und auch im Vergleich mit den Boizenburgern gab es wenig zu holen (2:7). Unter dem Strich verkauften sich die Wittenburger aber nicht schlecht, legten nach der anfänglichen „Klatsche“ deutlich zu und kamen so zu vier Siegen. Es wäre sogar noch Platz zwei drin gewesen. Wenn denn der SV Bornberg das letzte Turnierspiel gegen Ludwigslust/Grabow gewonnen hätte. Doch nach spannendem Verlauf behielt der Landesligist mit 4:3 die Oberhand.

Die anfänglich noch skeptischen SG 03-Kicker Ole Baerwinkel und David Stahl – „wir trainieren ja nicht in der Halle, außerdem erfordert der ungewohnte Ball eine andere Schusstechnik, lassen wir uns mal überraschen“ – verwandelten sich schnell in „Überzeugungstäter“, nachdem ihre Mannschaft die beiden ersten Gegner förmlich an die Wand gespielt hatte. „Es macht echt Spaß. Wenn’s läuft, dann läuft’s eben“, kommentierte das Duo mit einem breiten Grinsen den 10:1-Kantersieg gegen den Lassahner SV. 19:1-Tore aus zwei Spielen. Das ließ sich getrost als Auftakt nach Maß einstufen. Die 1:5-Niederlage gegen Boizenburg beendete allerdings den Höhenflug. Der Verbandsligist, der zuvor beim 2:2 im intensiv geführten Vergleich mit den Bornbergern noch gewisse Anlaufschwierigkeiten offenbart hatte, kam im Turnierverlauf so richtig auf Touren und entwickelte sich mit 38 Treffern zur Torfabrik. Da war es wenig verwunderlich, dass die Boizenburger mit Frank Owe auch den Top-Torjäger des Turniers stellten. 13 Mal versenkte er den Futsal-Ball im gegnerischen Gehäuse. Zum Besten unter den vielbeschäftigten Keepern wählten die Mannschaften Jonas Koch vom Wittenburger SV.

Als „Exot“ in der Runde der sechs Kreisteams lief der SV Bornberg auf. Die Niedersachsen, die sonst in der 1. Kreisklasse Cuxhaven auf Punktejagd gehen, hatten eine gut zweistündige Anreise nicht gescheut. „Einer unserer Spieler, Patrick Ritter, war früher mal für Schwarz-Weiß Eldena aktiv. Er ist mit einem Wittenburger Spieler gut befreundet. Und so haben wir uns über WhatsApp für das Turnier angemeldet“, erklärte Kilian Rühlandt. „Wir sind hier ein völlig unbeschriebenes Blatt, wollen schönen Fußball zeigen und Erfolg haben“, formulierte der Bornberger Trainer zu Beginn gleich einmal eine Kampfansage an die Konkurrenz. Und auch wenn es letztlich nicht für ganz vorne reichte, präsentierten sich die Niedersachsen in Feierlaune. Sie wollen gerne wiederkommen und freuen sich schon auf eine Einladung für den Bauer-Cup 2020. Apropos Bauer: Die namensgebenden Turnier-Sponsoren, Dorit und Rainer Bauer, durften bei der Siegerehrung nicht fehlen. Zum gelungenen „Gesamtpaket“ gehörte außerdem die zwischenzeitliche Tanzeinlage der Wittenburger Dreamdancer.

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