fussball-landesliga : Torchancen hatten Seltenheitswert

Alarmstufe rot: Die einzige richtig brenzlige Situation im Hagenower Strafraum bereinigte kurz vor Spielende Christian Tügel, der den Ball aus der Gefahrenzone „drosch“.
Alarmstufe rot: Die einzige richtig brenzlige Situation im Hagenower Strafraum bereinigte kurz vor Spielende Christian Tügel, der den Ball aus der Gefahrenzone „drosch“.

Fußball-Landesliga: SV Plate und Hagenower SV trennen sich in einem ereignisarmen Spiel mit 0:0

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11. November 2018, 23:00 Uhr

Das war sicher nichts für Fußball-Feinschmecker, was die Zuschauer der Landesliga-Partie zwischen SV Plate und Hagenower SV da geboten bekamen. Dass das Spiel auf Plater Kunstrasen torlos blieb, kam nicht von ungefähr. Beide Mannschaften präsentierten sich in der Offensive harmlos. Der Hagenower Trainer Dirk Hoffmann zeigte sich dennoch nicht unzufrieden: „Ein 0:0 auswärts nach zuvor zwei klaren Niederlagen ist kein schlechtes Ergebnis. Wir müssen Punkt für Punkt einsammeln.“

Nach verhaltenem Beginn erarbeiteten sich die Gäste mit ihrer laufintensiven Spielweise optische Vorteile. Unter Druck gesetzt, unterliefen den Platern im Aufbau viele leichte Fehler. Bei der ersten nennenswerten Szene legte sich Hagenows Meikel Soetbeer den Ball zu weit vor – Toraus (15.). In der 28. Minute schlug Niklas Kanter freistehend an einer Eingabe vorbei. Soetbeer war es dann wieder, der in den gegnerischen Strafraum zog, einen Verteidiger aussteigen ließ, als Abschluss aber nur ein Schüsschen zu Stande brachte (36.). Dass HSV-Keeper Luca Fischer in der 39. Minute zum ersten Mal eingreifen musste, als er eine Flanke sicher abfing, war bezeichnend. Kurz vor der Pause verfehlte Rino Hartwig nach guter Einzelleistung das lange Eck des Plater Tors (43.). Im Gegenzug klärte Fischer aufmerksam vor dem ansonsten frei auf ihn zulaufenden Janek Birkhof.

Als die Heimelf die zweite Halbzeit mit einem weiteren Fehlpass eröffnete, machte ein Plater Fan seinem Unmut Luft: „Es kommt kein Ball an. Da läuft heute ja gar nichts zusammen.“ Leicht verbessert zeigte sich der Tabellendritte in der Folge allerdings schon, schaffte es bei zunehmender Hektik jetzt zumindest einige Male in den gegnerischen Strafraum zu kommen. Die größte Chance der gesamten Partie hatten aber die Hagenower. Nach einem schnell vorgetragenen Konter und Querpass von Meikel Soetbeer schob Niklas Kanter den Ball am Ziel vorbei (60.). „Ordnung, Männer, bis zum Schluss“, mahnte Dirk Hoffmann mehrfach an. Man merkte den Gästen an, dass der zuvor betriebene Aufwand ordentlich „Körner“ gekostet hatte. So gar nicht einverstanden war man beim HSV mit einer Abseitsentscheidung des Schiedsrichterassisten, der damit Niklas Kanter frei vor dem Tor ausbremste (82.). „Nie und nimmer“, so die Reaktion von Spielern und Bank. Wenig später brannte es nach einem der vielen langen Bälle, mit denen es Plate jetzt versuchte, lichterloh im eigenen Strafraum. Mit vereinten Kräften konnte die Szene bereinigt werden (85.). Fast wäre Marcus Randow in der Nachspielzeit noch der lucky punch für Plate geglückt. Doch seine Volleyabnahme geriet deutlich zu hoch (90.+2).

Dass Hoffmann kurz vor Schluss seinen etatmäßigen Stammkeeper Marvin Brall als Feldspieler für Niklas Kanter brachte, unterstrich, wie es an diesem Tag personell um den HSV bestellt war.

Hagenower SV: Fischer – Vulic, Tügel, Brockmöller, D. Grewe, Soetbeer, E. Grewe, Wojatzky, Greitens, Hartwig, Kanter (90. Brall)

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