handball : Tolle Aufholjagd nicht belohnt

Die Hagenower Deckung (hier in einem früheren Spiel) leistete gegen Neukloster gute Arbeit.
Die Hagenower Deckung (hier in einem früheren Spiel) leistete gegen Neukloster gute Arbeit.

Handball-Verbandsliga: Hagenower SV ärgert Tabellenführer VfL Neukloster / TSG Wittenburg feiert dritten Sieg in Folge

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27. Februar 2019, 23:00 Uhr

Es fehlte nicht viel an einer weiteren Überraschung in der Handball-Verbandsliga. Zum Abschluss der normalen Punktspielrunde war der Hagenower SV nahe dran, dem bereits festehenden Staffelsieger VfL Neukloster nach dessen 21:22 zuletzt in Wittenburg weitere Punkte abzuknöpfen. Am Ende behielt der Tabellenführer aber doch mit 23:20 die Oberhand.

Nach ausgeglichenem Beginn (3:3/7.) schlichen sich im Hagenower Angriff erste Fehler ein. Man ließ mehrere Chancen. Nach Ballgewinnen in der Abwehr kam der entscheidende Pass nicht an. Die routinierten Gäste ließen sich nicht lange bitten und zogen bis zur Pause über die Stationen 7:3 (15.) und 11:6 (24.) auf 13:7 davon. Von ihrem Trainer in der Kabine noch einmal neu eingestellt und motiviert, starteten die Hagenower zu Beginn der zweiten Halbzeit eine erste Aufholjagd. Beim 12:15 (38.) glaubten die Fans wieder an ihr Team. Doch Neukloster stellte mit drei Toren schnell wieder den alten Abstand her. In dieser Phase bewiesen die HSV-Männer einmal mehr, welch gute Moral die Mannschaft auszeichnet. Aus einer starken Deckung heraus – nach langer Pause kam Torhüter Michael Struck erstmals wieder zum Einsatz – gelangen einige sehenswerte Konter. Neukloster hatte mit der jetzt praktizierten doppelten Manndeckung sichtlich Probleme. Und spätestens als Rico Thiel mit dem 18:19 den Anschluss herstellte (50.), stand die Otto-Ibs-Halle Kopf.

In der hektischen Schlussphase haderten die Gastgeber mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. Gegen den HSV wurden ein Zeitspiel und ein Stürmerfoul gepfiffen, auf der anderen Seite blieb der erwartete Pfiff aus. Auch die Rote Karte gegen Tobias Schluck (58.) war aus Hagenower Sicht umstritten. Als der VfL die Überzahl nutzte und dann auch noch das 23:20 nachlegte (59.), war die Partie gelaufen.

Hagenower SV: Braun, Struck – Rinke (5), Schluck (3), Schomann (1), Stattkus (3/1), Pötzsch (2/1), Koch, Brink, Holgerson, K. Schilling (5/5), R. Thiel (1)

7m: HSV (10/7), Neukloster (2/2); Zeitstrafen: HSV (2), Neukloster (5)


SG Schwerin-Leezen – TSG Wittenburg 28:30

Die Wittenburger Handball-Männer haben offensichtlich noch einmal den Turbo gezündet. Nach dem Überraschungscoup gegen den bis dahin verlustpunktfreien Spitzenreiter Neukloster war jetzt der Tabellenzweite Schwerin-Leezen „dran“. In einem bis zuletzt spannenden Spiel setzten sich die TSGler mit 30:28 durch und feierten so ihren dritten Sieg in Folge.

Beide Teams begegneten sich von Anfang an auf Augenhöhe. Die höchste Führung der Partie warfen die Gäste kurz vor und direkt nach dem Seitenwechsel mit den Treffern zum 14:11 beziehungsweise 15:12 heraus. Wenig später stellte Schwerin-Leezen aber wieder den Ausgleich her (36.). Es blieb ein zähes Ringen um jedes Tor, wobei die Wittenburger zumeist vorlegten. Sie gerieten nur noch ein einziges Mal ins Hintertreffen (22:23/47.). Entschieden war das Spiel erst, als die Gäste in den Schlussminuten mehrere Tempogegenstöße sicher ins Ziel brachten.

Mit sehr guten Quoten im Abschluss überzeugten Bastian Greskamp und Nico Langhans. Erfreulich war auch, dass Wilhelm Schmidt und Alexander Bobzin nach längeren Zwangspausen ihr Comeback im TSG-Trikot feiern konnten.

TSG Wittenburg: Romberg – Kögler (6), Greskamp (11/2), Herbst, W. Schmidt (1), Trester (2), Koch, Bobzin, Techam (3), H. Schmidt (1), Langhans (6), Koberstein

7m: TSG (3/2), SN-Leezen (4/4); Zeitstrafen: TSG (3), SN-Leezen (6)

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