SVF Neustadt-Glewe : Spitzenreiter „heiß“ aufs Gipfeltreffen

Auch wenn sich die Neustädterinnen immer wieder lang machten (hier streckt sich Libera Kristina Wild vergebens), landeten doch noch zu viele Bälle auf ihrer Seite im Feld.
Auch wenn sich die Neustädterinnen immer wieder lang machten (hier streckt sich Libera Kristina Wild vergebens), landeten doch noch zu viele Bälle auf ihrer Seite im Feld.

Die ungeschlagenen Drittliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe müssen am nächsten Wochenende zum zweitplatzierten Köpenicker SC II.

svz.de von
10. Dezember 2013, 15:44 Uhr

Dem Gipfeltreffen in der 3. Volleyball-Liga Nord der Frauen steht nichts mehr im Wege. Nachdem der Tabellenzweite, der Köpenicker SC II, mit dem 3:0-Erfolg beim SV Pädagogik Schönebeck vorgelegt hatte, zog Spitzenreiter SVF Neustadt-Glewe einen Tag später durch seinen ebenso glatten Sieg gegen den SV Warnemünde nach (SVZ berichtete). Damit kämpfen am kommenden Sonnabend in Berlin zwei noch ungeschlagene Teams um die Spitzenposition.

Das Landesderby dürfte dem Neustädter Trainer Oliver Dunkel einen weiteren Beleg dafür geliefert haben, dass noch jede Menge Arbeit vor seiner Mannschaft liegt. Wie zuvor schon gegen den Lübecker TS (3:1) wurde im zweiten Satz ein komfortabler Vorsprung verspielt. Mit dem Unterschied, dass man diesmal noch so gerade die Kurve kriegte und durch ein schwer erkämpftes 25:23 den drohenden Ausgleich vermied.

Im ersten Durchgang waren die Weichen früh gestellt. Warnemünde unterliefen viele leichte Fehler, so dass es schnell 10:3 für die Neustädterinnen hieß. Die brauchten auch im weiteren Verlauf volleyballerisch nicht zu glänzen. Es war bezeichnenderweise ein zu lang geratener Aufschlag der Gäste, der das 25:16 besiegelte. Es ging zunächst ähnlich weiter, bis sich beim Stand von 14:8 ein erster Schlendrian auf Seiten des Tabellenführers einschlich. Bis zum 17:13 hielten sich die Auswirkungen noch in Grenzen. Dann aber führten Schwächen insbesondere in der Annahme und in der Abstimmung auf dem Feld dazu, dass man sechs Punkte in Folge abgab und sich plötzlich im Hintertreffen sah. Gerade die Routiniers im Warnemünder Trikot, wie die langjährige Neustädterin Andrea Bock oder die frühere Schweriner Bundesliga-Spielerin Cathrin Schlüter, nutzten die gegnerischen Wackler. Letztlich reichte es aber doch nicht ganz, um den Favoriten mit einem Satzgewinn so richtig zu ärgern. Der profitierte beim 25:23 von einem abschließenden Angriffsfehler.

„Ich möchte jetzt mal wieder Volleyball sehen“, gab ein sichtlich „angefressener“ Oliver Dunkel seinen Damen für den dritten Satz mit auf den Weg. Es blieb aber zunächst eine zähe Angelegenheit (8:7). Auffällig war, wie wenig man aus gegnerischen „Dankebällen“ machte und so manche Punktchance liegen ließ. Das änderte allerdings nichts an der Neustädter Überlegenheit. Der dritte Durchgang geriet zu einem 19-minütigen Schnelldurchlauf. Vom 14:10 bis zum Satz- und damit Spielende machte Warnemünde nur noch vier Punkte.

Die bevorstehende Aufgabe bei der Berliner Bundesliga-Reserve wird sicher ungleich schwerer und eine erste echte Standortbestimmung darstellen. Darauf wird das Training in dieser Woche ausgerichtet sein. Ansatzpunkte gibt es genug.

SVF Neustadt-Glewe: Oemus, Burchardt, Schulmeister, Schallhorn, Kryvarot, Helmecke, Wild (L), Poppe-Kohlsdorf, Piper, Luft, Munsch.

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