Fussballtrainer sauer auf kreisverband : „Solche Aktionen verderben alles“

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04. Dezember 2013, 07:00 Uhr

Nach dem in Boizenburg ausgetragenen Vorrundenturnier zur Hallenkreismeisterschaft wollte der Übungsleiter der Wittenburger E-Junioren, Roland Harsdorf, seinem Ärger Luft machen, gerne auch öffentlich: „So verliert man die Lust, an diesen Veranstaltungen überhaupt noch teilzunehmen. Die ohnehin erst spät bekannt gegebenen Vorrundengruppen wurden dann noch einmal geändert, weil die zweite Boizenburger Mannschaft aus privaten Gründen nicht am vorgesehenen Termin spielen konnte. Das hätte ich auch gerne in Anspruch genommen. Mir fehlten auf Grund beweglicher Ferientage an Wittenburger Schulen vier Spieler. Aber ich hab gedacht: Dein Problem, Ansetzung ist Ansetzung. Als Folge der neuen Zusammensetzung spielten jetzt beide Boizenburger Teams in unserer Staffel. Sie bestritten aber nicht etwa das erste Spiel gegeneinander, wie in solchen Fällen üblich, sondern trafen erst in ihrer jeweils vorletzten Partie aufeinander. Darauf vor Turnierbeginn angesprochen, sagte mir der Verantwortliche, ihm gefalle das auch nicht, aber er habe die Ansetzungen nicht gemacht – Thema erledigt. Nun entwickelte sich das Turnier so, dass es im letzten Spiel zwischen uns und Boizenburg I zu einem echten Endspiel kam, das wir gewinnen mussten. Meine Jungs kämpften sich von 0:2 auf 2:2 heran. Sie erzielten drei weitere Tore, die aber vom jungen Boizenburger Schiedsrichter nicht anerkannt wurden, was selbst bei Boizenburger Eltern Unverständnis auslöste. Es blieb beim 2:2, Boizenburg I war qualifiziert, Boizenburg II hat gute Chancen, als bester Zweiter ebenfalls in die Endrunde einzuziehen. Natürlich sind Schiri-Entscheidungen immer Tatsachenentscheidungen, aber der heutige Ablauf war alles andere als professionell und schon gar nicht gerecht. Hätte der Kreisfußballverband nicht Schiedsrichter aus Hagenow in Boizenburg und umgekehrt oder zumindest einen neutralen Unparteiischen ansetzen können? Mir macht das Zusammensein mit den Kindern und den Eltern ganz viel Freude, aber solche Aktionen verderben alles.“

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