Fussball-Verbandsliga : So gibt’s nur wenig zu holen

Die Boizenburger (in Rot) tauchten speziell in der ersten Halbzeit immer wieder im gegnerischen Strafraum auf, allerdings ohne zählbaren Erfolg. Hier kommt Hendrik Schien gegen den Neubrandenburger Torwart den berühmten Schritt zu spät.
Die Boizenburger (in Rot) tauchten speziell in der ersten Halbzeit immer wieder im gegnerischen Strafraum auf, allerdings ohne zählbaren Erfolg. Hier kommt Hendrik Schien gegen den Neubrandenburger Torwart den berühmten Schritt zu spät.

Fußball-Verbandsliga: SG Aufbau Boizenburg lässt bei 0:2-Niederlage gegen Hanse Neubrandenburg jegliche Durchschlagskraft vermissen

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16. September 2018, 23:00 Uhr

Das war nichts, was die Verbandsliga-Fußballer der SG Aufbau Boizenburg da im Heimspiel gegen den SV Hanse Neubrandenburg ablieferten. „So gewinnen wir kein Spiel mehr“, drückte es Aufbau-Trainer Alexander Lamer unmittelbar nach der 0:2-Niederlage im Mannschaftskreis drastisch aus. Sein Frust war verständlich. Denn ohne die kämpferische Leistung des Aufsteigers gering schätzen zu wollen. Wenn man gegen ein offensiv so harmloses und in der Defensive keinesfalls sattelfest agierendes Team leer ausgeht, ja nicht einmal ein Tor schießt, stimmt das nicht gerade optimistisch.

Die Boizenburger hätten das Spiel gleich in der Anfangsphase in die gewünschte Richtung lenken können. Sie erarbeiteten sich durch Filip Krejci (5.), Patrick Bahl (8.) und Fabian Lamer (20.) früh klare Chancen. Die dickste hatte Luca Ziemann auf dem Fuß. Gut in Szene gesetzt, scheiterte der Youngster (18 Jahre) frei vor dem Tor am Neubrandenburger Keeper (7.). Endete die erste zaghafte Angriffsbemühung der Gäste noch im Abseits (21.), so hieß es nach 28 Minuten überraschend 0:1. Der Ball rutschte von rechts durch den Strafraum. Der anschließende Schuss hätte das Ziel wohl verfehlt, wäre da nicht die Schulter von Florian Lüders gewesen. Der Aufbau-Kapitän verdiente sich so bei dieser als Eigentor gewerteten Aktion ungewollt einen „Assist“.

Die Heimelf blieb spielbestimmend, entwickelte aber zu wenig Durchschlagskraft. Es fehlte oft an der nötigen Präzision. So gewann Patrick Bahl zwar praktisch jedes Laufduell auf der rechten Seite. Doch auch aus diesen Situationen sprang nichts Zählbares heraus. Als Bahl aus spitzem Winkel zum Abschluss kam, hatten die Zuschauer schon den Torschrei auf den Lippen. Aber der stark reagierende Robert Holz hatte etwas dagegen, machte die kurze Ecke zu und beförderte den Ball über die Torauslinie (42.).

Auch das nächste Privatduell mit dem Boizenburger Außenstürmer ging kurz nach Wiederanpfiff an den Hanse-Schlussmann. Bahl manövrierte zwei Abwehrspieler aus und zog ab. Doch Holz behielt erneut die Oberhand (51.). Und als er nach einer Konfusion im eigenen Strafraum doch einmal nicht zur Stelle war, rettete ein Abwehrspieler gegen Fabian Lamer (68.). Das war’s schon an Boizenburger Offensiv-Herrlichkeit. Die Heimelf blieb optisch überlegen, wusste aber mit ihrem Ballbesitz noch weniger anzufangen, als zuvor. Der Aufbau-Trainer versuchte mit drei Spielerwechseln und der Umstellung auf eine Dreierkette neue Impulse zu setzen – vergeblich. Es sprang nichts mehr Konstruktives heraus. Stattdessen nutzte der Aufsteiger in der 89. Minute eines der jetzt zahlreich ausgesprochenen Angebote zum Kontern. Jeffrey Grapentin umkurvte den an diesem Nachmittag praktisch beschäftigungslosen Aufbau-Keeper Sören Leifels und löste mit dem 2:0 Riesenjubel im Neubrandenburger Lager aus.

SG Aufbau Boizenburg: Leifels – Lüders, Alisch, Kostadinov (73. Schwabe), Klose, Schien, Ziemann (58. Harder), Owe, Bahl, Lamer, Krejci (58. Dreval)

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