Handball : Serie nervenstark fortgesetzt

Eine starke Leistung lieferte Kai Schilling ab (hier in einem früheren Spiel), mit sieben Toren treffsicherster Hagenower.
Eine starke Leistung lieferte Kai Schilling ab (hier in einem früheren Spiel), mit sieben Toren treffsicherster Hagenower.

Hagenower Verbandsliga-Männer gewinnen ihr drittes Spiel in Folge. Wittenburger Angriffsspiel hakte.

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05. Februar 2020, 00:00 Uhr

Sie haben derzeit einen echten Lauf, die Verbandsliga-Handballer des Hagenower SV. Mit dem 23:22 beim SV Crivitz feierte die Mannschaft ihren dritten Sieg in Folge, hat in diesem Jahr noch keinen Punkt abgegeben. Die Hagenower bewiesen gute Nerven. Vier Sekunden vor Schluss erzielte Youngster Fabio Bargende den umjubelten Siegtreffer. Einen großen Anteil am Erfolg hatte die erneut sehr flexibel agierende Abwehr.

Das gegenseitige Abtasten in der Anfangsphase spiegelte sich in einem 4:4 wider (11.). Bei einem der nächsten HSV-Konter zeigte der gut leitende Schiedsrichter einem Crivitzer für ein „gesundheitsgefährdendes Foul“ die Rote Karte. Es folgte eine starke Phase der Gäste, die sie mit breit angelegtem Spiel zu einer 9:5-Führung nutzten. Der gelernte Linksaußen Kai Schilling überzeugte mit Toren von Rechtsaußen. Ein wieder gut aufgelegter Michael Struck im Tor sorgte dafür, dass die Hagenower trotz Unterzahl und ausgelassener Chancen mit einem 11:8 in die Kabine gingen.

Weil die Crivitzer mit der gegnerischen 6:0-Deckungnicht zu Recht kamen, blieb der Abstand konstant. Allerdings versäumte es der HSV, die Partie nach dem 18:14 (45.) vorzeitig für sich zu entscheiden. Man scheiterte jetzt mehrfach am eingewechselten Torwart. An dessen Paraden zogen sich die Gastgeber hoch und beim Stand von 20:20 (54.) war es wieder ein völlig offenes Spiel. Nervenstärke war gefragt. Und die bewiesen die Hagenower. Zwei Torwartparaden, zwei Konter – 22:20. Crivitz gab sich aber nicht geschlagen und schaffte erneut den Ausgleich. HSV-Trainer Joachim Tügel griff zur grünen Karte und stellte sein Team in der Auszeit noch einmal für den letzten Angriff ein. Die Absprachen funktionierten. Johann Völz setzte Fabio Bargende in Szene. Der Rest – siehe Anfang.

Jetzt warten erst einmal drei Wochen Spielpause, bevor es am 1. März mit dem Derby bei der TSG Wittenburg weitergeht.

Hagenower SV: Struck, Rinke (4), Schluck (5), K. Schilling (7/1), Pätzold (1), Völz (3), Ocmancevic, Burmeister, F. Bargende (1), Schomann, Holgerson (1), Wagner, Tolkmitt

7m: Crivitz (4/2), HSV (2/1); Zeitstrafen: Crivitz (1+1xRot), HSV (1)


SG Schwerin-Leezen – TSG Wittenburg 31:27

In der Leezener Sporthalle liefen beide Teams personell nicht unter den besten Voraussetzungen auf. Die Gastgeber mussten auf einige A-Jugendliche zurückgreifen, die bereits ein Spiel in den Knochen hatten, auf Wittenburger Seite führten die Besetzungsprobleme zu einem uneingespielten Rückraum.

Die Partie begann gleich mit einigen Nickligkeiten am Kreis, die sich durch das ganze Spiel zogen und vom Schiedsrichter, der wieder einmal alleine pfeifen musste, nicht konsequent unterbunden wurden. In einer ausgeglichenen Anfangsphase lagen auch die Wittenburger einige Male vorne, letztmalig beim 7:6 (16.). Bis zur Pause liefen sie dann aber doch hinterher, hielten den Abstand allerdings noch in Grenzen (Halbzeitstand: 16:14).

Nach dem Seitenwechsel ging es relativ schnell. Die Gastgeber zogen auf fünf Tore davon (20:15/37.) und hielten den Gegner im weiteren Verlauf immer auf Distanz. Die Wittenburger Abwehr stand eigentlich recht gut. Das Problem lag im Angriffsspiel, das zu sehr von Einzelaktionen von Tilo Techam und Bastian Greskamp geprägt war. Es fehlte am Zusammenspiel, vor allem mit dem Kreis. Selbst als zwei junge Schweriner Spieler wegen der Doppelbelastung Krämpfe bekamen, konnte die TSG nicht mehr entscheidend verkürzen.

TSG Wittenburg: Pätzmann, Romberg – Koch, Jaklin (2), Koberstein (1), Trester (5), Herbst, Kolberg, Greskamp (7/3), H. Schmidt (1), Techam (10), O. Schmidt, Langhans (1)

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