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Wittenburger Mühlenlauf : Mit Vollgas aus der Winterpause

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Fast 700 Teilnehmer beim 29. Wittenburger Mühlenlauf sorgen für einen beeindruckenden Start in die Landescupserie 2017

von
erstellt am 05.Mär.2017 | 23:00 Uhr

Es war ein Tag der Superlative, über den sich die Organisatoren des Wittenburger Mühlenlaufes gestern freuen durften. Die erst im vergangenen Jahr aufgestellte Bestmarke von 632 Teilnehmern ist schon wieder Geschichte. Mit 698 Finishern kratzte man bei der 29. Auflage der beliebten Volkslaufveranstaltung am nächsten Hunderter. „Es hätten ja wohl auch noch zwei mehr sein können, dann hätten wir die Sieben vorne stehen gehabt“, scherzte Martin Pankow. Für den neuen Laufgruppenchef der TSG Wittenburg war es der erste Mühlenlauf als Cheforganisator. „Ich habe schlecht geschlafen“, gab der 27-Jährige zu, um gleich nachzuschieben: „Es läuft bestens. Die Parkplätze sollen alle voll sein – mal sehen“, hatte er schon eine halbe Stunde vor dem Startschuss mit einem neuen Teilnehmerrekord geliebäugelt.

Um 10 Uhr ging’s los mit der Landescupserie 2017. Den Anfang machte der Läufernachwuchs. „Das ist wirklich ein Wahnsinnsbild, das sich einem hier über die 1,5 Kilometer bietet“, zeigte sich Streckensprecher Andreas Lutz angesichts der im Ziel bestätigten 235 zumeist jungen „Sprinter“ durchaus beeindruckt. Wenn man überlegt, dass 2013 in Wittenburg über diese Kurzstrecke erstmals die 100er-Marke geknackt wurde, so kann man wohl von einer rasanten Entwicklung sprechen. „Natürlich sind wir mit voller Kapelle da“, schien es  für André Stache, Laufgruppenchef des SC Laage,  fast eine Selbstverständlichkeit, dass man mit 51 Teilnehmern wieder die größte Truppe stellte. Stark vertreten waren auch die jungen Leichtathleten vom Lübtheener SV oder auch die Sportmäuse vom Wittenburger SV. Die Drei- bis Siebenjährigen strahlten über den kleinen Pokal, der im Ziel wieder auf jeden Läufer wartete. Und mit dem Tombolalos, das beim Mühlenlauf ja ebenfalls längst zum guten Ton gehört, winkte ja auch noch ein schöner Gewinn. Es wurde nicht an Anfeuerung und Lob gespart. „Zieh, Toni, zieh“ und „super, mein Schatz“, waren im Zielbereich nicht zu überhören.

 Die Streckenschnellsten brauchten keine sechs Minuten. Bei den Jungs siegte der Wittenburger Lokalmatador Fabian Plock (5:53 min.). Nur zwei Sekunden langsamer war Pauline Richter (1. LAV Rostock) als schnellstes Mädchen im Feld. Auf den beiden anderen Distanzen sorgten die Sieger für klare Verhältnisse. Über die 4,8 km durfte sich Triathlet Thomas Winkelmann (TG TriZack Rostock) über seinen dritten Streckensieg in Folge freuen. „Ich hatte heute auch das Glück, dass sich die schnellen Leute alle für die zehn Kilometer entschieden haben. So hielt sich die Konkurrenz in Grenzen“, erklärte der gebürtige Kogeler seinen mehr als einminütigen Vorsprung. Genauso souverän beherrschte Lara Predki vom Lüneburger SV die Frauenkonkurrenz. Noch deutlicher ging es im  Hauptrennen zu. Matthias Weippert (TC Fiko Rostock) hatte am Ende dem zweitplatzierten Dennis Lauterschlag satte zwei Minuten abgenommen. Aber der Rostocker stellte ja immerhin in 32:37 min. einen neuen Streckenrekord auf und knackte zudem den Landesrekord in der Altersklasse M40. Bei den Frauen hatte Martin Pankow die für den HSV Neubrandenburg startende Anna Brust zu seiner persönlichen Favoritin erklärt. Die 24-Jährige selbst äußerte sich vor dem Start zurückhaltend: „Ich bin nicht ganz fit, ich lass mich mal überraschen.“ Ihre Skepsis erwies sich als unbegründet. Die Gewinnerin der Cupgesamtwertung von 2016 siegte und hat damit ebenso wie ihr männliches Pendant Weippert einen ersten Schritt in Richtung Titelverteidigung getan.

Aber nicht nur auf den vorderen Plätzen wurde gejubelt. Es gab persönliche Bestzeiten zu feiern oder auch einfach den gelungenen Start aus der Winterpause. Einmal mehr sicherten viele engagierte Helfer im Hintergrund den reibungslosen Ablauf ab. Ihnen allen gilt der Dank der „Macher“ von der TSG Wittenburg, die mit einem Auge schon wieder auf das nächste Jahr schauen. Immerhin steht dann mit dem 30. Wittenburger Mühlenlauf ein Jubiläum ins Haus.

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