handball : Keinen Schritt nach vorne gemacht

Die Wittenburger (in Schwarz) bissen sich allzu oft die Zähne an der gegnerischen Deckung aus.
Die Wittenburger (in Schwarz) bissen sich allzu oft die Zähne an der gegnerischen Deckung aus.

Handball-Verbandsliga Männer: Deutliche Niederlage für TSG Wittenburg / Hagenower SV gibt in Crivitz unnötig einen Punkt ab

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30. Januar 2019, 23:00 Uhr

Gingen die Verbandsliga-Handballer der TSG Wittenburg aus dem Hinspiel gegen den SV Matzlow-Garwitz noch als deutlicher 29:24-Sieger hervor, so waren sie bei der 20:24-Niederlage im zweiten Saisonvergleich unter dem Strich chancenlos.

In der Spornitzer Halle konnten die Wittenburger das Spiel in der zerfahrenen Anfangsphase noch offen gestalten. Nach Andre Heckmanns Tor zum 4:4 (13.) traf bis zur Pause dann aber nur noch Bastian Greskamp für die TSG. Mehrfach wurden Versuche aus dem Rückraum von der Matzlower Abwehr geblockt und zu schnellen Gegenangriffen genutzt. Im Ergebnis standen drei Greskamp-Toren acht auf Seiten der Gastgeber gegenüber. Folglich ging es mit einem 12:7 für Matzlow-Garwitz in die Kabine.

Diesen Abstand konnten die Wittenburger in der zweiten Halbzeit zu keinem Zeitpunkt entscheidend verringern. Näher als bis auf vier Tore kamen sie nicht mehr heran. Nach einem zwischenzeitlichen 15:22 (52.) konnten die Gäste in den Schlussminuten zumindest etwas Ergebniskosmetik betreiben. Die Partie endete, wie sie begonnen hatte, mit einem Siebenmeter-Tor von Bastian Greskamp. Er brachte es auf neun Treffer und war damit erfolgreichster Werfer des Spiels. Ein positiveres Mannschaftsergebnis wäre ihm sicher lieber gewesen.

TSG Wittenburg: Pätzmann, Romberg – Schulz, Trester, Koberstein, Kögler (4), Widdrus, Greskamp (9/4), H. Schmidt (1), Heckmann (2), Teacham (3), Langhans (1)

7m: Ma-Ga (4/3), TSG (5/4); Zeitstrafen: Ma-Ga (5), TSG (2)


SV Crivitz – Hagenower SV 21:21

Der Punktverlust in Crivitz war für den Hagenower SV genauso unnötig, wie die ärgerliche Heimniederlage in der Hinrunde. Auch wenn sich das Liga-Schlusslicht zuletzt spielerisch verbessert zeigte, hätten die Hagenower als Sieger vom Feld gehen müssen.

Den besseren Start erwischten die Gastgeber, die mit 4:1 in Führung gingen (12.). Der HSV-Angriff tat sich schwer, ließ selbst beste Chancen aus. Trainer Joachim Tügel reagierte mit einer Auszeit. Die Hereinnahme von Mathias Pötzsch sorgte für mehr Dynamik. Die folgenden Ballgewinne konnte man zwar durch überhastete beziehungsweise ungenaue Pässe nicht optimal nutzen. Trotzdem gelang Kai Schilling, der per Siebenmeter seinen dritten Treffer in dieser Phase erzielte, der Ausgleich zum 7:7 (23.). Im nächsten Angriff sorgte Florian Schilling für die erste Gäste-Führung im Spiel. Zur Pause war es angesichts eines Hagenower 11:10 weiter ein völlig offenes Spiel.

Dieses Bild änderte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit. Das HSV-Team kam hellwach aus der Kabine, nutzte zunächst eine gegnerische Zeitstrafe zu zwei Treffern, setzte nach und lag dann sogar mit 16:11 vorne (40.). Als weitere zum Teil klare Chancen ausgelassen wurden, führte das allerdings zu einem unerklärlichen Bruch. Der Vorsprung schmolz, nicht zuletzt durch Tore des Crivitzer Routiniers Frank Wopat. Joachim Tügel versuchte den gegnerischen Lauf durch eine Auszeit zu stoppen und gleichzeitig seine Mannschaft noch einmal neu einzustellen. Die erhoffte Wirkung blieb zunächst aus. Crivitz zog auf 18:17 vorbei (48.). Die Hagenower holten sich die Führung durch zwei Tore zurück. Auch in dieser Phase war viel mehr möglich, wie drei verpasste Kontermöglichkeiten und ein vergebener Siebenmeter unterstreichen.

Mit einem 21:21 ging es in die letzten drei Minuten. Beide Mannschaften bekamen noch je zweimal die Chance, das Spiel für sich zu entscheiden. Für Hagenow traf Tim Koch nur den Pfosten und Lars Fietkau scheiterte am Crivitzer Torwart. Auf der anderen Seite bewahrte der gut haltende Christian Braun den HSV mit seiner 14. Parade vor der drohenden Niederlage. Und da auch der letzte Crivitzer Wurf verpuffte, endete das Spiel ohne Sieger.


Hagenower SV:
Braun – Pätzold, F. Schilling (4), Rinke (2), Schluck (3), Fietkau (1), Schomann, Höhn, Pötzsch (2), Koch (2), Brink (2), Burmeister, K. Schilling (5)


7m:
Crivitz (4/2), HSV (3/1); Zeitstrafen: Crivitz (6+Rot), HSV (2)

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