tischtennis : Harte Schläge und tolle Reflexe

Hochbetrieb: In der Otto-Ibs-Halle ging es an zwölf Tischen um Reaktionsschnelligkeit und ein gutes Händchen.
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Hochbetrieb: In der Otto-Ibs-Halle ging es an zwölf Tischen um Reaktionsschnelligkeit und ein gutes Händchen.

Beim Tischtennis-Einladungsturnier des Hagenower SV schmetterten 62 Spieler in zwei Leistungsklassen um die Siegerpokale

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04. September 2018, 23:00 Uhr

Der kleine, weiße Zelluloidball bestimmte den Takt beim Tischtennisturnier „70 Jahre Hagenower SV“ in der Hagenower Otto-Ibs-Halle. 62 Spieler aus 16 Vereinen waren der Einladung gefolgt, um in zwei Leistungsklassen ihre Sieger zu ermitteln. Viele von ihnen nutzten das Turnier als willkommenen Testlauf für den bevorstehenden Punktspielstart. „Der Zeitplan ging auf, es gab keine Verletzungen und die Teilnehmer waren durchweg zufrieden“, resümierte Thomas Blaudszun. Der Tischtennis-Abteilungsleiter des HSV hatte als Turnierchef organisatorisch den Hut auf. Und konnte jede Menge schöner Ballwechsel und spannender Spiele verfolgen. Es trafen viele unterschiedliche Charaktere aufeinander. Der eine nahm es locker, der andere deutlich verbissener, wenn etwas schief ging. Da wurde fast in jedem Spiel lautstark mit dem eigenen Pech oder dem Glück des Gegners gehadert. In der Summe überwog aber schon die Selbstkritik. „Was soll das denn – der Tisch ist doch so breit“, oder auch „Mensch, das geht doch gar nicht, von da unten“.

In der Leistungsklasse A maßen sich an vier Tischen 14 Aktive aus Landesliga, Bezirksliga und Bezirksklasse, darunter als eine von zwei Frauen Antje Audörsch (Hagenower SV). Nach der in zwei Siebener-Staffeln ausgetragenen Vorrunde (jeder gegen jeden) ging es für die ersten Vier jeder Gruppe im einfachen K.-o.-System weiter. „Ich denke schon, Marcel wird es machen. Das ist der Jüngste und Schnellste“, hatte sich Hermann Lambrecht kurz vor Abschluss der Vorrunde auf einen Favoriten festgelegt. Die Nummer eins von Landesliga-Aufsteiger Hagenower SV landete selbst gemeinsam mit seinem jungen Vereinskollegen Steffen Otto auf dem nicht ausgespielten dritten Platz. , „Marcel“, das war der für den VfL Schwerin spielende Hagenower Marcel Sonneck, der allerdings schon im Viertelfinale die Segel streichen musste. Er kam mit der Spielweise von Dieter Prahl nicht zu Recht und zog in fünf Sätzen den Kürzeren. Der Ludwigsluster konnte anschließend auch sein Halbfinale gewinnen und stand somit im Endspiel. Dort biss er sich an Ulrich Kraft die Zähne aus. Der Hagenower „Senior“, der ungeschlagen durch das Turnier marschierte, stellte nicht nur bei seinem abschließenden 3:1-Sieg eindrucksvoll unter Beweis, was neben Spielstärke auch Routine im Tischtennis wert ist.

Mit fast 70 Jahren war Kraft lange nicht der älteste Teilnehmer im Feld. Die Spanne reichte von 16 bis 84 Jahren. Die größte Gruppe stellten wenig überraschend die Gastgeber, die 13 Spieler aufboten. Ähnlich stark vertreten war der TTSV Groß Krams, der in der B-Kategorie (Kreisliga, Kreisklasse) den Ton angab. Im vereinsinternen Groß Kramser-Finale behielt Marco Schäfer nach großem Kampf mit 3:2 die Oberhand gegen Frederick Quast. Ein starkes Turnier spielte auch Fredericks jüngere Schwester Johanna. Die 18-Jährige bot als eine von drei weiblichen Starterinnen in diesem Feld der männlichen Konkurrenz gut Paroli. Komplettiert wurde der Auftritt der Tischtennisfamilie von Vater Mario Quast.

Im B-Turnier griffen 48 Spieler an acht Tischen zur Kelle. In acht Sechsergruppen ging es zunächst darum, sich unter den jeweils ersten Vier zu platzieren. Danach kam der gleiche Modus wie in der A-Gruppe zum Tragen (1 gegen 4, 2 gegen 3). Soweit möglich, versuchte man zu vermeiden, dass Gruppengegner in der K.-o.-Phase erneut aufeinander trafen. Neben dem großen wurde hier am Ende auch das kleine Finale ausgespielt. Und auch hier fiel die Entscheidung erst im fünften Satz. Christian Fiegas (SV Petermännchen Pinnow) gab Manfred Mende (VfL Schwerin) mit 3:2 das Nachsehen. Mende war am Morgen per Fahrrad aus der Landeshauptstadt angeradelt und trat die Heimreise auf dem gleichen Weg an – nach zehn Einzeln.

Weil das Turnier so gut angekommen ist, planen die Hagenower im nächsten Jahr eine Neuauflage. Für viele Spieler gibt’s aber schon Ende Oktober ein Wiedersehen an gleicher Stelle. Dann ermittelt der Tischtennisverband Ludwigslust-Parchim in der Otto-Ibs-Halle seine Kreismeister.

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