Ringen : Ein wahres Matten-Feuerwerk

Nur Fliegen ist schöner: Lübtheens Frederik Bjerrehuus (in Rot) ließ Dawid Ersetic spektakulär „segeln“.
Nur Fliegen ist schöner: Lübtheens Frederik Bjerrehuus (in Rot) ließ Dawid Ersetic spektakulär „segeln“.

Lübtheener Bundesliga-Ringer unterliegen Tabellenführer ASV Mainz mit 14:20.

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20. Oktober 2019, 00:00 Uhr

„Furios, spektakulär“ hörte man allerorts in der Lübtheener Hans-Oldag-Halle. Die Teams des gastgebenden RVL und des ASV Mainz hatten in der Ringer-Bundesliga ein wahres Matten-Feuerwerk abgebrannt. Acht der zehn Kämpfe endeten vorzeitig, durch Schultersiege oder technische Überlegenheit (TÜ), in einem Fall auch durch Aufgabe. Dabei wurden die Mainzer ihrer Favoritenrolle gerecht, setzten sich souverän mit 20:14 durch.

Das Publikum geriet früh aus dem Häuschen. „Schuld“ waren Mitko Asenov (57 kg/Freistil) und Artur Omarov (130 kg/griechisch-Römisch), die ihre Kämpfe aus einem Rückstand heraus mit der letzten Aktion noch drehten und so jeweils einen Punkt für das Lübtheener Konto verbuchten. Dann wendete sich das Blatt – und wie. Der nach den ersten drei Minuten mit 1:0 führende Alexander Ginc (61 kg/gr.-r.) wurde in der zweiten Runde von Dogus Ayazci auf die Schultern gezwungen. Bei Aslan Mahmudovs Kampf (98 kg/Fr.) flog nach knapp einer Minute aus der Lübtheener Ecke das Handtuch, weil sich Mahmudov verletzt hatte. Und Dennis Langner (66 kg/Freistil), der erst am Vorabend von seinem Einsatz erfuhr, musste nach 4:0-Führung die technische Überlegenheit von Ilir Sefai anerkennen (4:20). So ging es mit einem 12:2 für den Tabellenführer in die Pause.

„Europameister gegen U23-Weltmeister – mehr geht nicht“, kündigte der RVL-Vorsitzende Bert Compas das mit Spannung erwartete 86-kg-Duell (gr.-r.) zwischen Rajbek Bisultanov und Burhan Akbudak an. Lautstark angefeuert von den Fans wollte Bisultanov vielleicht zu viel, brachte sich nach 5:0-Führung selbst in die Bredouille und ging vorzeitig als 5:22-Verlierer von der Matte. Dann waren aber die Lübtheener an der Reihe. Frederik Bjerrehuus (71 kg/gr.-r.) wirbelte den Mainzer Dawid Ersetic gehörig durcheinander, Lennard Wickel (80 kg/Fr.) ließ sich zu Recht für seinen nicht unbedingt zu erwartenden Schultersieg gegen den bulgarischen Meister von 2018, Dzhan Bekir, feiern.

Theoretisch war beim Stand von 10:16 wieder alles drin für den RVL. Doch die Mainzer hatten mit dem russischen Vizemeister Timur Bizhoev (75 kg/Fr.) ein weiteres As im Ärmel. Und der wurde seiner Favoritenrolle gerecht, ließ Norman Mahmudov keine Chance. Ganz eilig hatte es Lübtheens Jan Zizka (75 kg/gr.-r.), der mit seinem schnellen Schultersieg (1:25 min.) einen eindrucksvollen Schlusspunkt unter diesen stimmungsvollen Ringerabend setzte.

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