fussball : Ein überzeugender Gäste-Auftritt

Die endgültige Entscheidung: Warnemündes Martin Ahrens (l.) setzt sich in der 88. Minute gegen Matti Homberger durch und schließt souverän zum 3:1 ab.
Die endgültige Entscheidung: Warnemündes Martin Ahrens (l.) setzt sich in der 88. Minute gegen Matti Homberger durch und schließt souverän zum 3:1 ab.

Fußball-Landesliga West: SV Warnemünde zeigt beim 3:1-Auswärtssieg gegen den Hagenower SV eine starke Teamleistung

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31. März 2019, 23:00 Uhr

Am Spielausgang gab es wenig zu diskutieren. Der 3:1-Sieg des SV Warnemünde im Landesliga-Spiel beim Hagenower SV ging völlig in Ordnung. Die Gäste traten wie ein Spitzenteam auf. Das erkannte auch Dirk Hoffmann neidlos an: „Sie haben eine geile Spielanlage. Das ist fußballerisch schon gutes Niveau.“ Was den HSV-Trainer allerdings ärgerte, war die Situation, die zum zwischenzeitlichen 2:0 für die Gäste führte. „Der Torschütze stand eindeutig im Abseits.“ Es war die einzige strittige Szene in einem ansonsten souverän geleiteten und ausgesprochen fair geführten Spiel.

Die Hagenower Personalnot spiegelte sich unter anderem in der Tatsache wider, dass Christian Friedrich reaktiviert wurde und die 90 Minuten durchspielte, zunächst als Innenverteidiger, später im Mittelfeld. „Ich habe noch einen Spielerpass hier. Wenn die Jungs mich brauchen, helfe ich gerne aus.“ Der 37-Jährige zeigte eine gute Leistung. Wie überhaupt die Mannschaft sich für einen disziplinierten Auftritt wenig vorzuwerfen hatte. Mit hohem läuferischen Aufwand hielt man den Tabellenzweiten in der ersten Halbzeit weitgehend vom eigenen Tor fern. Offensiv ging aus massiver Defensivstellung wenig. In der Spitze machte Marcel Konrad als „Einzelkämpfer“ reichlich Meter. Warnemünde besaß klare optische Vorteile und versuchte das Spiel immer wieder breit zu machen oder über Diagonalbälle zu öffnen. Die Abschlüsse, meist aus der Distanz, verfehlten ihr Ziel jedoch weit. Allerdings häuften sich die Standards. Und im Anschluss an eine Ecke war es dann passiert. Im zweiten Nachsetzen markierte Hannes Hojenski das 0:1 (39.).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am grundlegenden Bild. Die Hagenower ließen sich nicht locken, gerieten aber zunehmend unter Druck. Bei zwei Kopfbällen an Pfosten (51.) und Latte (62.) waren sie mit Fortuna im Bunde. Es folgte die beste Phase der Heimelf, die bei ihrer größten Chance ein kurzzeitiges „Chaos“ im Warnemünder Strafraum nicht nutzen konnte (73.). Wenig später fiel auf der anderen Seite das 2:0, eingeleitet von einem der vielen Diagonalpässe (76.). „Nimm die Fahne hoch. Der stand doch drei Meter im Abseits“, machte nicht nur der auf Grund seiner gelb/roten-Karte aus dem Polz-Spiel gesperrte und genau auf Augenhöhe sitzende Christian Tügel lautstark seinem Unmut in Richtung Schiedsrichterassistent Luft. Es half nichts, der Treffer zählte.

Das Spiel schien gelaufen, als eine Standard-Situation für neue Spannung sorgte. Matti Homberger, der als Innenverteidiger überzeugte, zog einen Freistoß aus der eigenen Hälfte mit Druck in den gegnerischen Strafraum und fand Enrico Grewe. Der „Chef-Organisator“ im HSV-Spiel belohnte sich für seine neuerliche Energieleistung mit präzisem Kopfball – 1:2 (85.). Die Hoffnung auf einen späten Punktgewinn währte nicht lange. Die Hagenower hatten gerade umgestellt, um den Angriff zu stärken. Da wurden sie kalt erwischt. Martin Ahrens nahm ein präzises Zuspiel in die Schnittstelle der HSV-Abwehr auf, setzte sich im Zweikampf durch und schloss überlegt zum 3:1 ab (88.).

Die Warnemünder sind seit elf Meisterschaftsspielen ungeschlagen, haben in diesem Jahr noch keinen Punkt abgegeben. Auf die Ambitionen seiner Mannschaft angesprochen, stellte SVW-Trainer Eckehard Pasch klar: „Ein Aufstieg steht für uns nicht zur Debatte. Das wird von außen hereingetragen. Wir freuen uns einfach, dass es so gut läuft.“

Hagenower SV: Fischer – Bach, Brockmöller, Homberger, Friedrich, Vulic, Kanter, Wojatzky (75. Seemann), E. Grewe, Greitens, Konrad

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