Fussball-Landesliga : Dynamo einfach ’ne Klasse besser

Mit seinem Ausgleichstreffer kurz nach der Pause sorgte Pierre Kaatz (r.) für neue Hoffnung im Hagenower Lager.
Mit seinem Ausgleichstreffer kurz nach der Pause sorgte Pierre Kaatz (r.) für neue Hoffnung im Hagenower Lager.

Hagenower SV verliert erstes Spiel auf heimischem Kunstrasen gegen ein überlegenes Schweriner Team mit 1:4.

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05. Oktober 2019, 00:00 Uhr

Die Punktspielpremiere der Hagenower Landesliga-Fußballer auf dem neuen Kunstrasenplatz in der Eisenbahnerstraße ging in die Hose. Der HSV musste sich der SG Dynamo Schwerin mit 1:4 geschlagen geben. Dass der Gäste-Sieg auch in dieser Höhe verdient war, stand nicht nur für die Dynamo-Fans außer Frage. „Sie haben das spielerisch ganz stark gemacht, waren viel beweglicher als wir“, erkannte HSV-Trainer Dirk Hoffmann neidlos an.

Die kurzfristige Entscheidung für den Kunstrasen war am Vortag gefallen. „Der Rasen in der Parkstraße war durch die Niederschläge der Vortage total aufgeweicht. Da ging gar nichts“, machte der Hagenower Vereinsvorsitzende Sven Jegminat deutlich. Das „Geläuf“ schien den Schwerinern wesentlich besser zu liegen als der Heimelf. Neben den klaren spielerischen Vorteilen wirkten sie aber auch geistig wacher, antizipierten besser und waren fast immer den entscheidenden Schritt schneller. Die Hagenower kamen kaum aus der eigenen Hälfte heraus, auch weil sie sich im Spielaufbau viele leichte Fehler leisteten. Im Umkehrspiel ging es dann ganz schnell. Den einzigen Vorwurf, den sich die Dynamos in der ersten Halbzeit gefallen lassen mussten, war ihr fahrlässiger Umgang mit selbst klarsten Chancen. Daran hatte allerdings Marvin Brall einen nicht geringen Anteil. Der HSV-Keeper reagierte mehrfach glänzend, gegen Nicklas Klingberg (13. und 19.) und Ivan Tkach (25. und 35.). In der 40. Minute musste er aber doch erstmals hinter sich greifen. Ausgehend von Dynamo-Kapitän Marcel Grube, der sich im Mittelfeld gut behauptete, wurde Klingberg ein weiteres Mal „geschickt“. Und diesmal ließ er Brall keine Abwehrchance.

Die Hagenower stellten in der Pause um. Was sich schnell auszahlte. Nach einem abgefangenen Angriff landete der Ball über die Stationen Niklas Kanter und Marcel Konrad bei Pierre Kaatz, der aus dem berühmten Nichts den Ausgleich erzielte (49.). Zu mehr als einem kurzen Aufflackern reichte es aber nicht. Klingberg entwischte nach schönem Pass seinem Gegenspieler und markierte Saisontreffer Nummer zehn (59.). „Das 2:1 fiel zu schnell und mit dem zweiten Eigentor innerhalb von zwei Wochen ziehen wir uns dann selber den Zahn“, kommentierte Hoffmann die Szene aus der 70. Minute. Martin Wojatzky wollte zu seinem Torwart zurückköpfen. Nur dumm, dass dieser seinerseits dem harmlosen langen Ball entgegen gegangen war. „Ich habe zu spät gehört, dass er ,Leo’ gerufen hat und konnte es nicht mehr verhindern“, bedauerte der HSV-Routinier.

Mit dem 3:1 war die Luft raus. Zwei Verletzungen wirkten sich zusätzlich negativ auf Spielfluss und Konzentration aus. Zunächst erwischte es Nicklas Klingberg, der nach einer allerdings sauberen Klärungsaktion von Christian Tügel ausgewechselt werden musste (72.). „Er hat mich bei der Grätsche mit dem zweiten Fuß erwischt. Alles okay. Ist nicht so schlimm, wie im ersten Moment gedacht“, gab der Torjäger nach dem Abpfiff leicht humpelnd Entwarnung. Nur wenig später war auf der anderen Seite für Hagenows Niklas Kanter das Spiel nach einer Zweikampfsituation im Mittelfeld beendet (74.). Es gab für den Dynamo-Anhang noch einmal späten Grund zum Jubeln. Durch einen einfachen Doppelpass wurde die HSV-Deckung ausgehebelt. Und der erst kurz zuvor eingewechselte Marvin Arnheim traf zum 4:1-Endstand (90+1.).

Hagenower SV: Brall – D. Grewe, Homberger, Wojatzky, Kaatz, Kanter (74. Klimaschka), Greitens, E. Grewe, Tügel, Zschaubitz, Konrad

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