handball : Der Knoten ist noch nicht geplatzt

Mit viel Power: Aus dem Rückraum steuerte Philipp Kögler (2.v.r.) sechs Tore zum ersten Wittenburger Saisonsieg bei.
Mit viel Power: Aus dem Rückraum steuerte Philipp Kögler (2.v.r.) sechs Tore zum ersten Wittenburger Saisonsieg bei.

Verbandsliga-Handballer des Hagenower SV warten weiter auf ersten Saisonsieg – in Wittenburg durfte dagegen gejubelt werden

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24. Oktober 2018, 23:00 Uhr

Die Verbandsliga-Handballer des Hagenower SV warten weiter auf den ersten Saisonerfolg. Das Heimspiel gegen den SV Crivitz ging mit 27:29 verloren. Nachdem die Hagenower in den vergangenen zwei Jahren gegen dieses Team immer punkten konnten, hatten sie sich eigentlich einen neuerlichen Sieg ausgerechnet. Die Regie an der Seitenlinie führte wieder Joachim Tügel, der jetzt als neuer Männertrainer fungiert. Vorgänger Helwig Tügel hat auf eigenen Wunsch seine Tätigkeit beendet. Die HSV-Handballer bedanken sich herzlich für sein langjähriges, erfolgreiches Engagement.

Weil auf Seiten der Gastgeber im Positionsangriff noch nicht alles rund lief, erwischten die Crivitzer den besseren Start (5:2/8.). Auch eine Auszeit zeigte nicht den gewünschten Effekt. Erst nach zwei Spielerwechseln kam der HSV auf Touren. Insbesondere Florian Schilling forcierte das Tempo. Mit einem 7:0-Lauf konnte ein 7:10-Rückstamnd (18.) in eine 14:10-Führung (26.) verwandelt werden. Der Zwischenstand hätte noch erfreulicher ausfallen können, wenn die jetzt stark agierende Abwehr mit einem gut aufgelegten Torwart Christian Braun die abgefangenen Bälle beim konter-laufenden Spieler angebracht hätten. Die einzige unschöne Szene in einer umkämpften, aber fairen Partie führte zu einer roten Karte für einen Crivitzer Spieler (27.). Das grobe Revanchefoul sorgte für Aufregung auf der HSV-Bank, die zwei Zeitstrafen zur Folge hatte (Betreten des Feldes durch einen zusätzlichen Spieler und Bank-Protest). Zur Pause hieß es 16:13 für Hagenow.

Der Vorsprung konnte zu Beginn der zweiten Halbzeit noch einmal auf vier Tore ausgebaut werden (20:16/38.). Dann kamen die Schiedsrichter ins Spiel, die nach Hagenower Einschätzung von ihrer Linie abwichen. Sie verhängten nacheinander fünf Zeitstrafen gegen den HSV, während die Gäste bei ähnlichen Aktionen verschont blieben. Die daraus resultierende zehnminütige Unterzahl forderte ihren Tribut. Die Deckung leistete Schwerstarbeit, im eigenen Abschluss fehlte als Folge aber die nötige Konzentration. Beim Stand von 21:19 blieben vier Chancen ungenutzt. Crivitz zog erstmals vorbei. Bis zum 24:24 (51.) war für den HSV noch alles drin. Dann sorgten die Gäste mit vier Toren in Folge für die Vorentscheidung zu ihren Gunsten.

Hagenower SV: Braun, M. Thiel – Pätzold (1), F. Schilling (4), Rinke (3), Schluck (3), Fietkau (3), Schomann (1), Höhn, Stattkus (3), R. Thiel (1), Pötzsch (2), Koch (6/2), Brink

7m: HSV (2/2), Crivitz (6/3); Zeitstrafen: HSV (7), Crivitz (2)


TSG Wittenburg – Matzlow-Garwitz 29:24

Anders als in Hagenow scheint bei den Wittenburger Männern der Knoten geplatzt. Nach dem Unentschieden zuvor in Crivitz feierte man im Heimspiel gegen den SV Matzlow-Garwitz jetzt einen letztlich ungefährdeten 29:24-Sieg.

Der war in der ziemlich ausgeglichen verlaufenden ersten Halbzeit, die durch gute Abwehr- und Torhüterleistungen beider Mannschaft geprägt war, so noch nicht abzusehen. Die Wittenburger verschliefen den Start (0:3/5.), fanden anschließend aber doch relativ schnell ins Spiel. Auf die erste eigene Führung durch Hannes Schmidts Tor zum 9:8 mussten die Fans allerdings bis zur 23. Minute warten. In die Kabine ging es mit einem 12:10 aus TSG-Sicht.

Auch in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit hielt das junge und dynamisch auftretende Gäste-Team noch gut dagegen. Mit zunehmender Spielzeit konnten sich die Wittenburger aber doch etwas Luft verschaffen (18:14/42.) und den Gegner dann bis zum Schlusspfiff auf Distanz halten. Die erstmals gut besetzte Wechselbank machte sich positiv bemerkbar. Unter dem Strich war der Sieg der Lohn für eine konzentrierte Teamleistung.

TSG Wittenburg: Pätzmann – Schulz (3), Stepan (2/1), Trester (4), Koberstein, Kögler (6), Herbst, Widdrus, Ba. Greskamp (5), H. Schmidt (5), Langhans (1), Heckmann (2), Jaklin (1), Techam

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