motorsport : Cross-Action bei Kaiserwetter

Im Kampf um die beste Ausgangsposition legten sich die MX1-Fahrer in die erste Kurve (mit der Nr. 114 der spätere Sieger Davide von Zitzewitz). Fotos: thomas willmann
Im Kampf um die beste Ausgangsposition legten sich die MX1-Fahrer in die erste Kurve (mit der Nr. 114 der spätere Sieger Davide von Zitzewitz). Fotos: thomas willmann

Auf Lübtheener Strecke wurde gestern in drei Klassen um Landesmeisterschaftspunkte gefahren

23-11441961_23-66107388_1416392027.JPG von
22. April 2019, 00:00 Uhr

Lübtheen | „40 Fahrer, die hier heute um Landesmeisterschaftspunkte kämpfen. Das ist ein echter Hammer“, heizte Streckensprecher Horst Kaiser vor dem gestrigen MX1-Saisonauftakt auf der Lübtheener Moto-Cross-Strecke die Stimmung ordentlich an. Und in der maximal besetzten Königsklasse ging auf dem 1550 Meter langen Kurs dann auch so richtig die Post ab. Zur Freude der rund 1500 Zuschauer. Seine Klasse demonstrierte Davide von Zitzewitz. Der Gaststarter aus Karlshof (Schleswig-Holstein) fuhr zwei überlegene Laufsiege heraus. Die ersten Landesmeisterschaftspunkte holte sich Dan Kirchenstein (MC Fichtenring Burg Stargard), der vor Marvin Baier (MC Rehna) Platz zwei im Tagesklassement belegte. Aus regionaler Sicht überzeugten Denny Wolter (MC Vellahn) mit seinem fünften Rang und Lokalmatador Hannes Schmidt, der seine MX1-Premiere als Elfter abschloss.

Auch in den beiden anderen Klassen gab es am Rennausgang keinen Zweifel. Bei den Senioren machte Michael Dittmann (Ueckermünde) sehr souverän klar, dass er seinen Landesmeistertitel verteidigen will. Die Plätze zwei und drei belegten in beiden Läufen Danny Siromski (Prenzlau) und der für den MC Schwerin Süd startende Dabeler Frank Schapert. Als Gesamtfünfter bescherte Rene Genschmer dem MC Lübtheen ein weiteres gutes Ergebnis.

In der 85-ccm-Klasse bestätigte Richard Stephan die Trainingseindrücke. Der Gaststarter aus dem brandenburgischen Großräschen verbuchte zwei Siege, wobei er im ersten Lauf hart zu kämpfen hatte, um Dominic Bilau in der letzten Runde noch abzufangen. Bilau verwies seinen Teamkameraden Niklas Ohm (beide PSV Schwerin) auf den dritten Rang. Im Pflichttraining der 85er kam es zum einzigen schwereren Unfall. Auch wenn der Rennarzt Entwarnung gab, ließ er Julian Kayser (Elmenhorst) nach seinem Sturz per Hubschrauber zur Kontrolle ins Krankenhaus bringen (gute Besserung).

Das Organisationsteam vom MC Lübtheen musste, unterstützt von 50 Helfern, schon im Vorfeld Schwerstarbeit leisten. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir es schon einmal so trocken hatten“, sagte Peter Timm, beim MC für die Finanzen verantwortlich. Aber auch wenn der 6000 Liter fassende Wasserwagen seit Donnerstag im Dauereinsatz war, ließ der Vereinsvorsitzende Timo Laskowski keinen Zweifel aufkommen: „Das Wetter ist top. Natürlich müssen wir gegen die Staubentwicklung arbeiten. Aber das ist alle Male besser, als wenn es regnen würde.“ Das sahen die Motorsport-Fans offensichtlich genauso. Nach der Zwangspause im Vorjahr nahmen sie die Veranstaltung sofort wieder gut an.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen