fussball : Zwei Gesichter in einer Halbserie

Fußball: Landesligist Güstrower SC vor dem Start in die Rückrunde

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13. März 2014, 06:00 Uhr

Der Güstrower SC absolvierte im Grunde eine zweigeteilte erste Halbserie in der Fußball-Landesliga Nord. Die Truppe, die zu Saisonbeginn von Maurice Bohnet trainiert wurde, legte mit vier Siegen in Serie einen tollen Start hin und führte zu dieser Zeit das Klassement an. Bis zur achten Runde hielten die Barlachstädter die Form, fuhren dabei sechs Dreier und ein Remis ein, unterlagen lediglich dem FSV Kühlungsborn. Anschließend brach die Mannschaft jedoch fast völlig ein. Fünf Pleiten in Serie, die letzten vier davon sogar ohne eigenen Treffer, bedeuteten den Abschied aus der Spitzengruppe. „Das habe ich im ersten Moment gar nicht gedacht, und das ist auch erst im Nachhinein aufgefallen. Letztlich kann man mal ein Spiel wie gegen Spitzenreiter FC Förderkader mit 0:6 verlieren, doch darf man anschließend nicht so einbrechen“, erklärt der neue GSC-Trainer Sven Lange, der die Truppe in der Winterpause übernahm.

Auffällig ist zudem, dass die Güstrower sich vor allem zu Hause einige bittere Aussetzer leisteten. Von sieben Heimauftritten wurden nur drei gewonnen. Pleiten gab es unter anderem gegen den SV Hafen Rostock (0:1), den offensichtlichen Angstgegner PSV Ribnitz-Damgarten (1:4) und auch im Lokalduell gegen den Bölkower SV (0:2). Auswärts holte das Team in nur sechs Partien sogar einen Zähler mehr als in den sieben Heimspielen!

In der Rückrunde sollen nach dem Willen von Lange alle Bilanzen aufpoliert werden. „Wir wollen möglichst viele Partien gewinnen. Sicherlich werden wir auch mal einen Rückschlag einstecken müssen. Das Wichtigste wird sein, dass wir jedoch unser Spiel immer weiter entwickeln“, sagt der Trainer, der die verbleibenden 13 Begegnungen auch zum Teil als Testspiele im Hinblick auf die kommende Saison betrachtet. Lange: „Es ist klar, dass für uns nichts mehr nach oben geht, aber auch nach unten nichts mehr anbrennen wird. Daher können wir die Rückrunde auch im Hinblick auf das nächste Jahr betrachten und vielleicht herausfinden, wo wir im Kader noch etwas tun müssen.“

Vier Neuzugänge hat Lange von seiner alten Station, dem Oberligisten Malchower SV, mitgebracht. Daher erwartet der Coach auch von Björn Plate, Philipp Keup, Marvin Bartelt sowie GSC-Rückkehrer Sava-André Mihajlovic, dass sie im Team Führungsrollen einnehmen und den Ton angeben. „Man sollte erkennen, dass sie schon höherklassigeren Fußball gespielt haben, aber vor allem an ihrer Leistung auf dem Platz und nicht mit dem Mund“, erklärt Sven Lange.

Mit dem Verlauf der Vorbereitung ist der GSC-Trainer im Großen und Ganzen zufrieden. „Alle Spieler haben gut mitgezogen. Letztlich war ich überrascht, wie weit einige schon sind. Am Ende zählt das alles aber nicht, wenn die Punktspiele losgehen“, erklärt der Coach.

Sonnabend geht es zum Rückrundenauftakt zum noch sieglosen Schlusslicht nach Graal-Müritz. Trotz der klaren Favoritenrolle warnt der Coach davor, den Kontrahenten auf die leichte Schulter zu nehmen. „Da wird man gleich sehen, wie weit wir sind. Wenn wir glauben, das nur mit halber Kraft erledigen können, dann werden wir auch in Graal-Müritz eine böse Überraschung erleben. Ich erwarte von der Mannschaft, dass sie hochkonzentriert zu Werke gehen wird“, gibt Lange die Marschroute aus.




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