segeln : Wintercamp am Mittelmeer

Gruppenbild mit Teilnehmern des Landestrainingslagers der Segler in Hyeres, die am Wochenende in die Heimat  zurückkehren.
1 von 2
Gruppenbild mit Teilnehmern des Landestrainingslagers der Segler in Hyeres, die am Wochenende in die Heimat zurückkehren.

Segelsport: 20. Trainingslager in Hyeres / 55 Sportler aus dem Landeskader trainieren mit Ulf Lehmann, darunter auch zwei Güstrower

von
13. Februar 2014, 06:00 Uhr

Bereits zum 20. Mal hat der Segler-Verband Mecklenburg-Vorpommern für seine Landeskader ein Vorbereitungs-Trainingslager für die neue Saison in Hyeres organisiert. In diesem Jahr brachen 55 junge Seglern mit Beginn der Winterferien in Richtung Südfrankreich auf. Darunter mit Paul Bothe und Elisa Fries auch zwei Nachwuchssegler vom SV Einheit Güstrow.

Die Boote wurden überholt und für die Saison vorbereitet. Auf Trailern wurden Segel, Masten und Ausrüstungen für den langen Transport verstaut. „20 Stunden Autofahrt trennten uns vom winterlichen Mecklenburg-Vorpommern bis zum Mittelmeer in der Nähe von Toulon“, sagt Ulf Lehmann, der Bundesstützpunkttrainer für den Nachwuchs. Am ersten Trainingstag herrschten Sonnenschein und mildes Frühlingswetter. „Leider sollte es einer der wenigen freundlichen Tage werden, denn die Wetterlage bescherte uns viele Regentage mit wechselnden Windverhältnissen“, lässt der Stützpunkttrainer übermitteln.


Abends werden Leistungen
durch Videos ausgewertet


Gemeinsam mit den anderen Trainern hatte Lehmann ein straffes Programm vorbereitet: Der Tag startet mit Frühsport um 7.45 Uhr, es folgen zwei Trainingseinheiten auf dem Wasser in einer Länge von fünf bis sechs Stunden, anschließend schließen sich Lauf- und Krafttraining an. Abends wird der ganze Tag anhand von Videos ausgewertet. „Insgesamt war das schon ein knallhartes Training, das nur etwas unterbrochen wurde durch starke Windverhältnisse von 30 bis 35 Knoten – das entspricht einer Windstärke 8“, vergleicht der Segelexperte.

In den ersten Tagen wurden in den sechs Trainingsgruppen der Bootsklassen Optimist, Laser Radial, Laser Standard und Laser 4.7 sowie 420er und 470er vor allem Bootsmanöver, Fahr- und Wellentechnik geübt. Später kamen Trimmtechnik, Start und Taktiktraining hinzu. „Wettfahrten bildeten täglich den Abschluss der Trainingseinheiten, sodass jeder Sportler gleich einen Überblick über seinen aktuellen Leistungsstand hatte“, erzählt der Trainer. Nach intensiven Tagen kommen die Segelsportler an diesem Wochenende zurück in die Heimat. Lehmann: „Bei hoffentlich frostfreiem Wetter wollen wir gleich wieder aufs Wasser, auch wenn die Temperaturen sich wieder der Null-Grad-Marke nähern.“

Bevor die Segelsaison in Deutschland dann so richtig beginnt, werden die Trainer mit den besten Seglern aus MV noch weitere Vorbereitungscamps bestreiten. So mit den Optis im slowenischen Portoroz und mit den Lasern in Frankreich und Italien. In den Zweihand-Bootsklassen laufen noch die Planungen. Ziel soll es ein, im Jahresverlauf die Form zu steigern, um bei den Ausscheidungsregatten Ende April und im Mai möglichst viele Teilnehmer bei den internationalen Höhepunkt-Regatten zu stellen. „Wir wollen so an die Erfolge der letzten Saisons mit der Junioren-Vizeweltmeisterschaft von Matti Cipra in der olympischen 470er-Bootsklasse und dem Junioren-Weltmeistertitel in der U19-Wertung durch Theodor Bauer im Laser Standard anknüpfen“, erklärt Ulf Lehmann. „In allen von uns geförderten Bootsklassen gehören wir mit unseren Top-Seglern zur deutschen Spitze.“

Auch international wollen die MV-Segler in dieser Saison weiter vorankommen und die Bundeskadernormen bei Jugend-EM und Junioren-WM erreichen. „Dafür haben wir neben regelmäßigem Training in den Vereinen und in den Landesleistungszentren in Warnemünde und Schwerin Förderprogramme vorbereitet, die wir mit Hilfe von Sponsoren umsetzen wollen“, sagt er. Im Leistungs- und Nachwuchsteam werden junge Talente finanziell und logistisch gefördert, die auf dem Weg in den Bundeskader sind oder diesen Status bereits erreicht haben.


Qualifikation für Deutsche Meisterschaft: „Das wäre schön“


Ganz so weit sind die beiden Güstrower Nachwuchssegler, die mit in Hyeres sind, noch nicht. Paul Bothe etwa wurde aber immerhin gerade in die Nachwuchs-Fördergruppe des Landesverbandes berufen. Der 14-Jährige ist eben erst vom Opti A in die den Laser 4.7 umgestiegen. „Die neue Bootsklasse muss er jetzt erst erlernen. Die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft wäre schön“, erklärt Christian Köhn, Vorsitzender der Segelabteilung im SV Einheit Güstrow. Die ein Jahr ältere Elisa Fries – Bootsklasse Laser Radial – trainiert jetzt ebenfalls am Landesleistungsstützpunkt in Warnemünde bei Disziplin-Landestrainer Roberto Güldenpenning.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen