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Bildergalerie: Speeway-Grand-Prix Teterow : Wieder Doyle – Jubel über Smoli

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Australischer Erfolg beim deutschen Speedway-Grand-Prix in Teterow. Martin Smolinski schafft es ins Halbfinale. Option als WM-Ort

svz.de von
erstellt am 11.Sep.2016 | 20:30 Uhr

Jason Doyle schwimmt auf einer Woge des Erfolgs. Der Australier gewann Sonnabend vor 13 000 begeisterten Zuschauern in der Teterower Arena den Deutschland-Grand-Prix im Speedway vor dem Polen Bartosz Zmarzlik und dem in der WM führenden US-Altmeister Greg Hancock. Es war der 200. Grand Prix. Vierter wurde der Däne Niels-Kristian Iversen. Riesenjubel gab es für Martin Smolinski als deutscher Wildcard-Fahrer für seinen 8. Platz.

 

Weltmeister Tai Woffinden verpasste gegen Iversen und Doyle den Einzug ins Finale und schloss mit 10 Punkten ab. Für den derzeitigen WM-Dritten vergrößerte sich der Rückstand auf Hancock von 8 auf 13 Punkte und auf Doyle von einem Zähler auf 8. „Woffi“ hat aber den Titel nicht abgeschrieben, denn es gibt noch drei Rennen.

13 000 begeisterte Fans beim 200. Grand Prix

Den Titel fest im Blick kann Jason Doyle haben. Nach Prag und Gorzow war es in Teterow sein dritter Grand-Prix-Sieg in diesem Jahr. Seit Prag fegt er wie befreit um die Bahnen. In Teterow stand er nach drei Runden als einziger mit drei Siegen da. Alle anderen hatten sich Punkte gegenseitig abgenommen. Elf Fahrer holten einen Sieg. Dann erwischte es aber auch den Aussie. Im Lauf 18 musste er Kildemand (DK), Zmarzlik (Pol) und Lindgren (Swe) ziehen lassen.

Im Semifinale machte er es noch einmal spannend, als Iversen sich durchsetzte und er Woffinden in jeder Runde auf Distanz halten musste. Im Finale ließ er dann nichts anbrennen. „Doyle war der Beste, fand vor allem auf der Außenbahn seine Spur zum Sieg. Ich hatte auf ihn getippt“, lobte Güstrows Speedway-Experte Dieter Tetzlaff.

Im Siegerinterview saß ein strahlender Gewinner vor dem Mikrofon. Allerdings verwies Doyle auf die noch drei ausstehenden Rennen. „In Melbourne am 22. Oktober werden die Äpfel nach der Ernte gezählt. Bis dahin bewahren wir Ruhe und arbeiten weiter wie bisher“, kommentierte er.

Auch Martin Smolinski blieb sachlich. Verdientermaßen begleitete den Olchinger ein schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer, für das er 1000 Fahnen mitgebracht hatte, bei seinen Siegen im ersten Lauf und besonders im Lauf 17, als er Woffinden und Ex-Weltmeister Chris Holder (Aus) hinter sich ließ. Das war mit einem Punkt nach Fotofinish gegen Piotr Pawlicki (Pol) das Semifinale, sein Ziel. Das Finale verpasste er hinter Hancock und Zmarzlik. Smolinski meinte, dass er auf einem guten Weg ist. „Vor allem an meinen Starts muss ich aber feilen“, schätzte er ein. Für 2017 hofft er auf eine der vier GP-Wildcards.

Die Fans durften noch einen zweiten Deutschen bejubeln. Nachdem Pawlicki im Lauf 2 das Startband touchiert hatte und disqualifiziert wurde, holte Tobias Kroner als erster Reservefahrer zwei Punkte hinter Doyle und vor Zagar (Slo) und Hancock.

Ein riesen Kompliment machte Martin Smolinski Teterow als siebte Grand-Prix-Station in Deutschland seit 1995 und nach einer Pause von neun Jahren. „Teterow sollte eine neuerliche Chance erhalten“, warb der Bayer mindestens für eine Neuauflage 2017.

Die BSI- und Ortsverantwortlichen haben jedoch noch nichts entschieden. „Aber es gibt eine Option“, sagte Veranstaltungsleiter Adolf „Adi“ Schlaak, Ideengeber des Teterower Grand Prix. Sollte Teterow den Zuschlag erhalten, soll es um drei bzw. fünf Jahre gehen. Gut für Speedway-Deutschland.
 

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