Speedway : Weltspitze kommt nach Güstrow

Weltmeister Greg Hancock ist einer von vielen Stars aus der Speedway-Szene, die am 11. April in die Barlachstadt kommen.
Weltmeister Greg Hancock ist einer von vielen Stars aus der Speedway-Szene, die am 11. April in die Barlachstadt kommen.

Speedway-Doppelpack in der Barlachstadt: Best-Pairs-Serie am 11. April wirft seine Schatten voraus / Osterpokal am 4. April

von
27. März 2015, 08:00 Uhr

Mit gleich zwei Veranstaltungen im Wochentakt beginnt der MC Güstrow in diesem Jahr die Saison. Nach dem traditionellen Osterpokal am kommenden Wochenende folgt schon am 11. April der sportliche Höhepunkt in diesem Jahr, denn bei den Speedway Best Pairs kommen „die besten Fahrer der Welt“ in die Barlachstadt. Und dieser Superlativ, mit dem die ausrichtende polnische Agentur One Sport die Rennserie bewirbt, ist keine Übertreibung. Dass die umtriebigen Macher so sicher sind, dass die angekündigten Aktiven auch wirklich am Start sind, hat mit dem Charakter der Veranstaltung zu tun. Während es Einzel- und Mannschafts-Weltmeisterschaften gibt, fehlt diese Kategorie für den Paarwettbewerb und so haben die Organisatoren für Best-Pairs die Freiheit, die besten Teams der Welt einzuladen und zu verpflichten. Für die Qualität der Fahrer ist das ein großer Vorteil und so können sich die Zuschauer in Güstrow, wie schon lange angekündigt, auf den amtierenden Weltmeister Greg Hancock (USA), den Europameister Emil Sayfutdinov (Russland), die Teamweltmeister Nicki Pedersen und Niels-Kristian Iversen (Dänemark) und auch die Pokalverteidiger Australien mit Chris Holder freuen.

Die Veranstaltung in Güstrow ist der zweite Lauf der Serie, denn zum ersten Mal treffen sich alle Paare schon morgen im polnischen Torun. Dieses Rennen ist, genauso wie das Güstrower und der abschließende Lauf am 9. Mai im dänische Esbjerg, auf dem TV-Sender Eurosport zu sehen. So können sich alle interessierten Zuschauer schon im Vorfeld ein Bild von der Form der Fahrer machen. Wir stellen heute und in den kommenden Tagen die Teams der einzelnen Nationen in unserer Zeitung vor:


Team Russland


Emil Sayfutdinov – Der mit 25 Jahren noch junge, aber schon sehr erfahrene Fahrer wird auch „Russisches Torpedo“ genannt, weil er so schnell ist und so großes Talent besitzt. Er wurde zweimal hintereinander U21-Weltmeister und gewann in seiner ersten Grand-Prix-Saison sofort die Bronzemedaille. Er ist der amtierende Europameister und auch wenn er bei seinem ersten Auftritt in Güstrow im vergangenen Jahr knapp am Finale scheiterte, so hat er aus dem Rennen um die Europameisterschaft Bahnkenntnisse über das Güstrower Oval erhalten, die ihm sicher nun helfen werden. In der polnischen Liga fährt er in diesem Jahr für Fogo Unia Leszno und hat damit unter anderen auch Nicki Pedersen und Piotr Pawlicki als Teamkameraden.

Grigorij Laguta – Er feiert am 9. April seinen 30. Geburtstag und ist dafür bekannt, dass seine Auftritte einen hohen Unterhaltungswert haben. Mit seinen kämpferischen Aktionen fährt er sich immer wieder in die Herzen der Fans und gibt auf der Bahn keinen Zentimeter preis, sondern nutzt auch gern die Ellenbogen, um sich durchzusetzen. Im Jahr 2013 war er schon Dritter der Europameisterschaft. In der polnischen Liga tritt er im Team von KS Torun an.

Artem Laguta – der kleine Bruder von Grigorij ist 24 Jahre alt und konnte sich in seiner Karriere bereits einmal für den Grand-Prix qualifizieren. In der polnischen Liga wird er in diesem Jahr für GKM Grudziądz unterwegs sein.

Im letzten Jahr wurde das russische Team in der Gesamtwertung Vierter, wobei ihnen beim Auftakt ein folgenschwerer Fehler passierte. Emil und Artem vertauschten die Helmfarben und wurden daraufhin disqualifiziert. So etwas wird ihnen sicher nicht noch einmal passieren und in dieser Besetzung zählen sie zweifelsohne zum Favoritenkreis.


Team Dänemark


Nicki Pedersen – Der mit 35 Jahren schon sehr erfahrene Däne verfügt bereits über Kenntnisse auf der Güstrower Bahn. Sein Sieg beim Lauf zur EM im vergangenen Jahr zeigte klar, dass er mit den Eigenarten des Ovals gut zurechtkommt. Der dreifache Einzelweltmeister, Silber- und Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaft ist auch seit vielen Saisons in der dänischen Nationalmannschaft und damit der erfolgreichste aktive Speedwayfahrer der Welt. Im vergangenen Jahr war er der effektivste Fahrer in Speedway Best-Pairs-Serie. Er erzielte 59 Punkte und damit das beste Ergebnis unter allen Fahrern, die an dem Turnier beteiligt waren.

In Güstrow jedenfalls machte sich der extrovertierte Däne mit seinem Auftritt viele Fans und darf sicher wieder auf den Rückhalt der Zuschauer hoffen.

Niels Kristian Iversen – Der amtierende Dänische Einzelmeister ist 32 Jahre alt, begann seine Karriere 1999 und zählt zu seinen größten Erfolgen die Goldmedaillen der Speedway-Weltmeisterschaft, die Silbermedaille der Europameisterschaft U21 und Bronze-Medaille der Einzel-Weltmeisterschaft. Er trägt den Spitznamen PUK und kämpfte im letzten Jahr lange um die Weltspitze, bis ihn ein schwerer Sturz bremste.

Die beiden Dänen hatten im vergangenen Jahr den maßgeblichen Anteil daran, dass ihr Team den zweiten Platz in der Best-Pairs-Serie erzielte und gehören damit natürlich auch in diesem Jahr zu den Anwärtern auf den Pokalgewinn.


Team Schweden


Andreas Jonsson – Der Junioren-Weltmeister von 2000 und Vize-Weltmeister von 2011 wurde bei seinem ersten Auftritt in Güstrow 6., zeigte aber mit zunehmendem Rennverlauf, dass er die Bahn zu lesen verstand und mit atemberaubend enger Linie an den Airfence die ganze Breite der Güstrower Bahn für seine Laufsiege nutzte. In der vergangenen Saison nahm er an allen drei Runden Speedway-Best-Pairs-Cup teil und erzielte insgesamt 38 Punkte, was ihm zum viertbesten Einzelfahrer machte. Sein bestes Resultat in der Serie erreichte der 35-jährige Schwede beim Heimrennen in Eskilstuna, wo er 15 Punkte erzielte.

Tomas H. Jonasson – Der 26-jährige gibt sein Debüt im Speedway-Best-Pairs-Cup. Zu seinen größten Erfolgen zählen bisher der Gewinn der schwedischen Einzelmeisterschaft und der zweite Platz in der U21-Team-Weltmeisterschaft. Genauso wie Andreas Jonsson bestreitet er in diesem Jahr die Grand-Prix-Serie und in der polnischen Liga startet er für Fogo Unia Leszno, aus deren Team sehr viele Aktive in den Best-Pairs dabei sind.

Als dritter Pilot war Antonio Lindbäck vorgesehen, aber der wurde aus dem Team genommen, nachdem er beim Fahren unter Alkoholeinfluss erwischt wurde.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen