Handball : Wahnsinns Leistungssteigerung

Güstrower Handball-Männer setzten sich beim Stavenhagener SV mit 25:20 (10:15) durch

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05. Februar 2018, 05:00 Uhr

Die Handball-Männer des Güstrower HV nahmen in Stavenhagen eine schwere Auswärtshürde und setzten sich beim Tabellenelften mit 25:20 durch. Es war der achte Sieg im 13. Spiel für den GHV.

Die Barlachstädter fanden zunächst recht gut in die Partie, ließen dann aber allmählich in ihrem Abwehrverhalten nach, so dass die Hausherren zum Zuge kamen. Die Güstrower schlossen ihre Angriffe zu überhastet ab, es mehrten sich erfolglose Einzelaktionen und so hatten dann sehr oft die Stavenhagener die Hand dazwischen und sicherten sich den Ball. So holte der Gastgeber bis zur 13. Spielminute auf und versuchte, das Zepter zu übernehmen, was ihm einige Minuten später auch gelang. Güstrow hatte sprichwörtlich den Faden verloren und musste zusehen, wie die Heimsieben auf 11:7 davon zog. Unnötige, technische Fehler hemmten den sonst gewohnten Spielfluss der Güstrower. Ein ums andere Mal scheiterten sie am sehr gut aufgelegten Torwart der Hausherren und die Reuterstädter kamen dann über die erste Welle zu einfachen Toren. Bis zur Pause war der Rückstand auf 15:10 angewachsen. Dementsprechend fiel in der Gästekabine die Traineransprache aus.

Aus der Kabine kam dann quasi ein anderer GHV. Mit dem Anpfiff von Durchgang zwei zeigte sich sofort die Wirkung der mahnenden Worte. Innerhalb von drei Minuten wurde der Rückstand um drei Tore verkürzt. Die Abwehrreihe stand sicher, die Leidenschaft und der absolute Wille im Kampf um jeden Ball und jedes Tor waren für die mitgereisten Fans sichtbar. Jedes erzielte Tor wurde mit großen Emotionen gefeiert. Im Angriffsverhalten führten Michael Köhler und Tim Dethloff gut Regie und setzten ihre Nebenmänner richtig in Szene. Da sich in Durchgang eins zeigte, dass die Abwehr der Hausherren nicht leicht zu durchbrechen war, zündete Rückraumschütze Till Mallach nun in gebührendem Abstand sein Kanonenfeuer und netzte mehrmals erfolgreich ein. Ebenso clever agierten die Spieler am Kreis und auf den Außenpositionen. Tor um Tor wurde aufgeholt und in der 47. Minute war der Gleichstand hergestellt. Mit wachem Auge spielten die Gäste weiter, immer auf der Hut, die Abwehr exakt zu positionieren und im Angriff den richtigen Zeitpunkt zum Wurf abzupassen. Tor um Tor erhöhten die Gäste ihr Konto und hielten die Hausherren auf Abstand. Ein überragender Oliver Mayer im Tor stärkte der Mannschaft den Rücken und machte den Reuterstädtern das Leben schwer.

Güstrower HV: Oliver Mayer, Andre Regge (2), Marcel Tiedemann (3), Michael Köhler, Felix Meyer (4), Pascal Burke (1), Till Mallach (9), Tim Dethloff (6), Moritz Langer, Johannes Karl




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