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Segelsport : Vizetitel für Güstrower Segler

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ranglistenregatten: Piraten und Finn-Dinghys kürten Meister auf dem Inselsee

svz.de von
erstellt am 25.Okt.2014 | 14:11 Uhr

Der Wassersport-Verein-Güstrow 1928 e.V. (WVG) begrüßte zu den letzten Ranglistenregatten der Segelsaison 2014 23 Boote mit 46 Seglern in der Klasse Pirat sowie 13 Boote und Segler in der Einhandklasse der Finn-Dinghys.

Neben den Lokalmatadoren Peter Anders (WVG) mit Detlef Schwassmann (Plau am See) zählten insbesondere Benjamin Schnepf/Fabian Jäckel (Teterow), Frank Martens/Uwe Sauer (Teterow/Einheit Güstrow) sowie Simone Witte-Wahrendorf (Berlin)/Andreas Schickel (Sternberg) zum Kreis der Favoriten. Die Güstrower Hoffnungen ruhten zudem auch noch auf Carsten Jansen/Peter Merten (WVG/Schwerin) und Jens Bauditz/Susanne Thiel (WVG). Doch kurz vor dem Start meldeten auch noch die amtierenden Deutschen Meister, Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt (Teterow). Wer gewinnen wollte, musste diese beiden erstmal hinter sich lassen.

In der ersten Wettfahrt sah es zunächst so aus, als wenn dies Witte-Wahrendorf/Schickel gelingen könnte. Doch ihre Führung an der ersten Bahnmarke büßten sie ein. Der Sieg ging an die beiden Teterower Pingel-Heldt/Heldt vor Bernstegel Salewski (Cottbus) und Witte-Wahrendorf/Schickel. Anders/Schwassmann (WVG/Plau) errangen Platz vier vor Schnepf/Jäckel (Teterow) und Jacobs/Schmidt (Güstrow). Weder Jansen/Merten (Platz 10) noch Bauditz/Thiel (Platz 14) kamen mit den leichten Winden um 2-3 Beaufort zurecht.

In der zweiten Tageswettfahrt boten dann Anders/Schwassmann den Favoriten Paroli und führten mit großem Abstand vor den Teterower Piratenmeistern. Doch wie schon in der ersten Wettfahrt zeigten diese keine Schwäche und lagen am Ende wieder knapp vorne. Hinter Anders/Schwassmann wurde der ehemalige DDR-Meister, Ulrich Vater, an der Vorschot seines Sohnes Hannes (Cottbus), Dritter. Während Schnepf/Jäckel sich mit Platz 15 begnügen mussten, kamen Jansen/Merten (Platz 8) und Bauditz/Thiel (Platz 10) langsam in Fahrt. Besser machte es übrigens die junge Piratencrew Hillenberg/Hain (WVG/Einheit Güstrow), die nach Platz acht in der ersten Wettfahrt nun Sechste wurden.


Anders/Schwassmann schlagen Landesmeister


Wieder waren es Anders/Schwassmann, die in der dritten Wettfahrt Pingel-Heldt/Heldt die Stirn boten. Dieses Mal mit dem besseren Ende für die Güstrower. Damit waren sogar der Gesamtsieg und damit der Landesmeistertitel möglich. Hinter Pingel-Heldt/Heldt wurden Jansen/Merten Dritter. Platz vier ersegelten Martens/Sauer, die zuvor Platz 13 und neun errangen. Klar war somit schon, dass der Landesmeistertitel nach Güstrow oder Teterow geht. Die auf Gesamtplatz drei liegenden Bernstegel/Salewski hatten keine Siegchancen mehr.

Auch bei den Finn-Dinghys reiste mit Stefan Waack (Ribnitz) der größte Favorit kurzfristig an. Um den Titel des Norddeutschen Meisters wollten allerdings auch Klaus-Dieter Götz (WVG) und Carsten Niehusen (Schwerin) ein Wörtchen mitreden.

Gleich die erste Wettfahrt gewann der Güstrower Götz. Vor Waack schob sich zudem Altmeister Hermann Heide (Schwerin). Carsten Niehusen wurde Vierter.

Umgekehrtes Bild in Wettfahrt zwei: Waack gewann vor dem Rostocker Michael Möckel und dem Sternberger Erik Schmidt. Götz wurde Vierter. Den gut gestarteten Heide warf eine gelbe Flagge des Schiedsgerichtes wegen Regelverstoßes bis auf Platz zwölf zurück.

In der dritten Tageswettfahrt drehte Götz wieder das Blatt und holte sich den zweiten Tagessieg und die Gesamtführung. Jochen Bülow wurde Zweiter vor Waack, der damit auf Gesamtplatz zwei lag. Zwischen Götz und Waack würde die Entscheidung um den Sieg bei der 4. Nebelwelle und der Norddeutschen Meisterschaft fallen.

Bei den Piraten waren es am zweiten Wettkampftag die Güstrower Bauditz/Thiel, die plötzlich ganz vorne lagen, nachdem Witte-Wahrendorf und Vater/Vater eine Bahnmarke nicht rundeten und zurück segeln mussten. Etliche Boote profitierten von diesem Fauxpas. Witten-Wahrendorf büßten fast das gesamt Feld ein und fanden sich auf Platz 18 wieder, wo sie auch Anders/Schwassmann antrafen, die jede Chance auf den Landesmeistertitel schon verloren hatten. Pingel-Heldt/Heldt waren hingegen vorne dabei. Der Länge des Kurses und der Klasse dieser Teterower Crew war es geschuldet, dass Bauditz/ Thiel zwar an fünf von acht Bahnmarken führten, aber sich im Ziel doch den neuen Landesmeistern geschlagen geben mussten.

Hinter den stark verbesserten Schnepf/Jäckel kamen Witte-Wahrendorf/Schickel nach toller Aufholjagd noch auf Platz vier, wodurch sie auch insgesamt Platz vier hinter Anders/Schwassmann und den souverän segelnden Bernstengel/Salewski errangen. Jansen/Merten landeten auf Gesamtplatz fünf vor Martens/Sauer.

Auch bei den Finn-Dinghys setze sich mit Waack der Favorit letztlich doch noch durch, wozu ihm Platz zwei hinter Eckehard Zülow (Brandenburg) reichte. Trotz Platz sechs sicherte sich der Güstrower Götz den Titel des Norddeutschen Vizemeisters vor Detlef Blaschkowski (Sternberg), der mit den Plätze 7, 5, 5 und 3 überraschend den Bronzerang belegte.


Heute Absegeln


Heute schließen alle Güstrower Segler die Segelsaison in Güstrow mit dem Absegeln endgültig ab. Als Höhepunkt wird dann noch das schnellste Boot gesucht, dem das „Blaue Band“ verliehen wird.

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