Vier Abstiegsendspiele in Güstrow

Zum Siegen verdammt: Cedric Jahnke (r.) muss mit dem ATSV Güstrow die beiden Heimspiele gegen den Berliner SC und SV Motor Meerane gewinnen, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Hans-Jürgen Kowalzik
Zum Siegen verdammt: Cedric Jahnke (r.) muss mit dem ATSV Güstrow die beiden Heimspiele gegen den Berliner SC und SV Motor Meerane gewinnen, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Hans-Jürgen Kowalzik

Riesenspannung im Hallenhockey-Abstiegskampf: Bringen je zwei Heimspiele doch noch Rettung für ATSV-Herren und -Damen?

von
19. Januar 2018, 05:00 Uhr

Die Hallenhockey-Punktspielsaison neigt sich langsam ihrem Ende entgegen, doch am Wochenende wird in der Güstrower Sport- und Kongresshalle noch einmal ein ganz großes, zudem an Spannung kaum noch zu überbietendes Programm geboten. Denn sowohl die in der 2. Bundesliga spielenden Herren vom ATSV Güstrow als auch die Damen in der Regionalliga Ost sind noch je zweimal vor heimischen Publikum in Aktion. Dabei handelt es sich durchweg um echte Endspiele, denn in allen vier Begegnungen geht es um den Klassenerhalt. Und damit auch um die bange Frage, ob es in der in ganz Deutschland anerkannten Hockey-Hochburg auch im kommenden Winter weiter großen Sport geben wird.

Beide Güstrower Mannschaften gehen als Schlusslichter in diese Spiele, wobei die Situation der Herren objektiv noch etwas komplizierter ist. Denn ihr Rückstand auf das rettende Ufer beträgt vier Punkte, und das bei nur drei ausstehenden Spielen. Im Klartext: Die Schützlinge von Frank Schalla müssen die beiden Heimspiele gewinnen , um überhaupt noch im Rennen um den Klassenerhalt zu bleiben. Dabei bekommt es ATSV mit zwei Mannschaften zu tun, die wie aus dem Nichts zu Aufstiegskandidaten zur 1. Bundesliga geworden sind. Am Sonnabend, ab 16 Uhr, geht es gegen den Spitzenreiter Berliner SC, am Sonntag, ab 14 Uhr, gegen den Tabellendritten SV Motor Meerane, „Natürlich sind wir in beiden Spielen nicht die Favoriten, chancenlos sehe ich unsere Truppe aber nicht. Zum einen deshalb, weil wir bisher stark unter unseren Möglichkeiten geblieben sind, zum anderen aber, weil wir wahrscheinlich zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder in bester Besetzung antreten können“, zeigt sich der Güstrower Teammanager Marco Drenckhan vorsichtig optimistisch, und verspricht den treuen Anhängern: „Alle Spieler werden sich noch einmal richtig reinhängen. Sie wollen es allen, die uns schon abgeschrieben haben, beweisen, dass sie es viel besser als bisher gezeigt können.“

Vor den Güstrower Damen stehen in dieser Saison noch fünf Spiele, von denen sie vier vor heimischen Publikum austragen können. Das zeigt schon, dass auch ihre Situation zwar sehr kritisch, aber doch deutlich besser als die der Herren ist. Aber auch für die Schützlinge von Jörg Suhr gilt, dass ihre Chance auf den Klassenerhalt nur dann realistisch erhalten bleibt, wenn sie am Sonnabend, ab 14 Uhr, gegen den Vorletzten Potsdamer Sport-Union und am Sonntag, ab 12 Uhr, gegen den Dritten ESV Dresden gewinnen. Bei zwei Siegen würden die Barlachstädterinnen nicht nur die Rote Laterne wieder los, sondern wahrscheinlich sogar die Abstiegsplätze verlassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen