fussball : „Übergangssaison“ überstanden

Musste leider, frühzeitig schwer  verletzt, ihre Fußball-Laufbahn beenden: Grit Lemke.
Musste leider, frühzeitig schwer verletzt, ihre Fußball-Laufbahn beenden: Grit Lemke.

Fußball-Verbandsliga: Die Frauen des Güstrower SC blicken auf eine schwierige Spielzeit zurück

svz.de von
21. Juli 2014, 06:00 Uhr

Zum Ende hin wurde es immer besser, am Ende landete man auf Rang 6. Dies ist der positive Aspekt der Saison 2013/14 der Güstrower Fußballfrauen. Mit einem Sieg gegen die SG GSV 04/HFC Greifswald wurde ein versöhnlicher Saisonabschluss gefunden.

Die turbulente Saison begann mit etlichen Abgängen. Neben den beiden Co-Trainern André Schubert und André Krambeer verließen auch zahlreiche Spielerinnen den Verein. Carolin Schwaß und Patricia Naumann wechselten zum Ligakonkurrenten SV Hafen Rostock. Isabell Kühnert, Lara Möller und Catrin Krehl beendeten ihre sportliche Laufbahn aufgrund von schulischen und beruflichen Gründen. Dazu kamen weitere Ausfälle aufgrund schwerer Verletzungen und Schwangerschaften. So wurde den Verantwortlichen beim Güstrower SC schnell klar, dass die anstehende Saison nur mit sehr viel Mühe überstanden werden konnte. Von einem Angriff auf die Top-Drei im Land, wie zunächst als Losung ausgegeben war nie zu reden.

Der Güstrower Frauenfußball stand nach einer sehr erfolgreichen Saison (4. Platz) sogar kurz vor dem Aus. Trainer Bernd Maske stand ohne Co-Trainer und ohne genügend Spielerinnen vor einer enormen Herausforderung. „Dies war wirklich keine einfache Zeit. Niemand wusste so richtig, ob es weitergeht. Zum Glück konnte ich Matthias Köller überzeugen, mir und der Mannschaft zu helfen“, blickt Maske ein Jahr zurück.

Neben Laura Krolikowski, Ulrike Wulf (beide von Rövershagen) und Maria Röll (Suckow) konnten keine weiteren Spielerinnen verpflichtet werden. So wurde die Saison mit einem Kader von gerade mal 13 Aktiven begonnen. Arg dezimierter Kader und holperige Vorbereitung – das zeigte dann gleich im ersten Spiel Wirkung: Mit 1:10 wurde vor heimischer Kulisse gegen den FSV Schwerin verloren. Selbst die Höhe dieser Niederlage wurde nach dem Spiel aber zur Nebensache, denn Grit Lemke verletzte sich schwer. Die defensive Mittelfeldspielerin musste in der Folge sogar ihre aktive Laufbahn beenden.

In der Hinrunde konnte insgesamt nur ein Sieg eingefahren werden. Der gelang am 3. Spieltag mit einem 2:1 gegen Waren, was immerhin ein kleiner Lichtblick blieb.

In der Winterpause wurden die Strukturen intern geändert und mit Hochdruck am neuen Kader gearbeitet. Matthias Köller agierte fortan als alleiniger Trainer der Damenmannschaft und kümmerte sich rein um die sportlichen Aufgaben. Bernd Maske fungiert jetzt als sportlicher Leiter und Ansprechpartner für Transfers und administrative Angelegenheiten. Mit dieser Umstellung konnten weitere Spielerinnen bereits in der Hinrunde gewonnen werden. Neben Aylin Schmidt, Franziska Zimmer, Julia Reichenauer, Sandra Irmer und Christin Kocan konnte auch Lisa Wolkner, die einmal auch beim FC Neubrandenburg spielte, verpflichtet werden.

Dass die Rückrunde fußballerisch nicht viel besser verlaufen würde, lag bei den vielen Neuzugängen, von denen einige noch gar keine fußballerischen Erfahrungen hatten, auf der Hand. Dennoch wurde die Rückrunde erfolgreicher gestaltet. Neben Kampf, Leidenschaft und Einsatzwillen wurde das taktische Konzept vom Trainer in jeder Partie zunehmend besser umgesetzt. Auch die Umstellung auf eine Viererabwehrkette sollte sich auszahlen. So machte man es den Topteams schwerer. Und gegen die beiden Greifswalder Mannschaften konnte der GSC jeweils dreifach punkten.

Am letzten Spieltag, gegen die SG GSV/HFC Greifswald, wurden noch einmal drei Güstrower Spielerinnen verabschiedet. Gerhild Müller, die seit 2010 die Töppen für den GSC schnürt, zieht es ins Ausland. Torhüterin Ulrike Wulf beendet nach nur einer Saison beim GSC aufgrund ihres Studiums vorerst ihre Karriere. Mittelfeldspielerin Laura Krolikowski wechselt nach Gelbensande (SVZ berichtete).

Die Vorbereitung auf die kommende Saison hat bereits begonnen. So konnten bereits die Zwillinge Imke und Ines von Lienen vom TuS Westerende (Niedersachsen) verpflichtet werden. „Weitere Gespräche laufen“, sagt Bernd Maske. Interessierte Mädchen und Frauen ab 16 Jahre, auch ohne Fußball-Erfahrung, könnten gerne ein Probetraining absolvieren. Trainiert wird immer dienstags, donnerstags und freitags ab 18.30 Uhr auf dem Sportplatz am Fischerweg.




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