Eurawasser-Fun-Triathlon : Triathleten kämpften sich durch

 Jan Glasenapp. Der ehemalige Groß Grabower blieb nur die Holzmedaille in der Jedermanngesamtwertung. „Ohne Schwimmen wäre es noch schöner gewesen, aber beim Laufen hat mich keiner mehr überholt“, sagt der Viertplatzierte.
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Jan Glasenapp. Der ehemalige Groß Grabower blieb nur die Holzmedaille in der Jedermanngesamtwertung. „Ohne Schwimmen wäre es noch schöner gewesen, aber beim Laufen hat mich keiner mehr überholt“, sagt der Viertplatzierte.

450 Teilnehmer von 6 bis 76 Jahren machen mit jeder Menge Spaß und tollen Leistungen 23. Eurawasser-Fun-Triathlon zum Top-Event

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11. August 2015, 08:59 Uhr

Der größte Triathlon in Mecklenburg-Vorpommern fand am Güstrower Inselsee statt. Beim 23. Eurawasser-Fun-Triathlon starteten über 450 Teilnehmer von 6 bis 76 Jahre – ob beim Aquakid oder Triathlon aktiv.

Den Anfang machten die Kinder bei ihrem Aquakid. Hier wurden je nach Altersklasse zuerst 50 m bis 400 m geschwommen, um dann unter starken Anfeuerungen ihrer Eltern den abschließenden Lauf von 200 m bis 2,5 km zu absolvieren. Dabei ging es für alle ins große Zieltor des Triathlons. Gewinner waren alle, denn jeder bekam im Ziel eine Medaille und bei der anschließenden Siegerehrung eine Urkunde und Geschenk.

Danach gingen dann bei drei verschiedenen Schwimmstarts zuerst die Teilnehmer der Regionalliga Nord auf die zweimal zu durchschwimmende 750 m lange Runde im Inselsee. Ihnen folgten die Starter der olympischen Distanz und zum Schluss das mit 170 Teilnehmern größte Feld der Jedermänner und Staffeln. Auf der sehr gut durch die Rettungsschwimmer des DRK abgesicherten Schwimmstrecke gab es keine Ausfälle und nach einigen Laufmetern zur Wechselzone ging es für alle auf die Radstrecke.


Schlechte Straße sorgt für zwei Stürze


Hier galt es für die Regionalligastarter und die Teilnehmer der olympischen Distanz, auf den 40 Radkilometern bis nach Lohmen und zurück etliche Berge zu bewältigen. Die Jedermänner mussten auf derselben Strecke aber nur 20 km bis nach Badendiek bewältigen. Durch den sehr schlechten Zustand der Straße zwischen Badendiek und Bölkow gab es die größten Probleme und leider auch zwei Stürze, die aber mit Abschürfungen relativ glimpflich abgingen. Die Kampfrichter des Triathlonverbandes, die von Mitgliedern der Grey Bulls mit ihren Motorrädern gefahren wurden, mussten auf der Radstrecke wenig eingreifen. Schnellster Radfahrer war auf der langen Distanz Regionalligastarter Udo van Stevendaal vom siegreichen Team TSV Bargteheide. Er benötigte 1:01:28 h, was mit Abzug der Wechselzeiten einen Schnitt von über 40 km/h auf dieser schweren Radstrecke bedeutete.

Der Abschluss war für alle dann der Lauf auf dem Barlachweg bis zum Fähranleger an der Fähre. Diese 5 km lange Strecke galt es für die Jedermänner einmal zu absolvieren und die Starter der langen Distanz mussten zwei Runden, also insgesamt 10 km laufen. Erster wurden die Staffelteilnehmer des TC Fiko Rostock mit einer Zeit von 1:01:00 h. Viele Staffeln kamen hier auch aus Güstrow und Umgebung, so die Zweitplatzierten Marc Loeschke, Lukas Kuntermann und Tobias Naß als Staffel „LoeKuNa“. Schnellster Einzelstarter war der Schweriner „Altmeister“ Michael Kruse. Den Sieg sicherte er sich aber erst im abschließenden Lauf, wo er seinen bis dahin führenden Vereinskameraden Christian Becker überholte. Mit Platz 8 konnte der Güstrower Christoph Haak mit seinem Ausflug in den Triathlonsport voll zufrieden sein. Dabei war er auch noch der Schnellste seiner Altersklasse. Knapp an den Top Ten vorbei belegte Andreas Wurm (LSV Güstrow) den 11. Rang. Der Sieg in der Frauenwertung ging nach Sachsen. Franziska Küttner (SG Adelsberg) siegte deutlich und konnte sich im Gesamtfeld als 16. feiern lassen.


Krakowerin gewinnt olympische Distanz


Der Sieg bei den Frauen auf der olympischen Distanz ging bei deren Debüt auf dieser Strecke an die Krakowerin Sophie Fischer (Fiko Rostock). Als Gesamtneunte musste sie auch nur wenigen Männern den Vortritt lassen. „Bis fünf Kilometer vor dem Ziel war alles gut, dann wurde es schwer“, resümierte sie.

Den Gesamtsieg errang ihr Vereinskamerad Johann Vogel in knapp über 2 Stunden. Stark verbessert zeigte sich der schnellste Einheimische. Orientierungsläufer Michael Boden (LSV Teterow) kam als Gesamt-18. und Sieger seiner Altersklasse ins Ziel. Völlig überwältigt von ihren Gefühlen, es geschafft zu haben, kam sogar noch mit Platz drei in ihrer Altersklasse Cornelia Neumann (Tri Fun Güstrow) ins Ziel. „Nie wieder – zu was habt ihr mich bloß überredet? War das hart!“, meinte sie erschöpft, aber glücklich. Erst dies Jahr fing sie mit Triathlon an und finishte nun schon eine olympische Distanz.

Ein solches Event ist nur mit vielen Vereinsmitgliedern, Freunden und Familienmitgliedern zu stemmen. Große Unterstützung erfuhr Ausrichter Tri Fun Güstrow vom THW Güstrow. Ralf Buchner





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