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Bergringrennen Teterow : „Treppchen ist schon das Allergrößte“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Lokalmatador Dennis Stübe gewann letztes Jahr den Bergringpokal und will auch diesmal wieder weit vorne landen

von
erstellt am 05.Jun.2014 | 11:50 Uhr

Am Pfingstwochenende wird in Teterow die 94. Auflage des Bergringrennens gestartet. Mit Dennis Stübe, dem Bergringpokalsieger des Vorjahres, sprach Hans-Werner Ruge.

Welchen Stellenwert hat Ihr Überraschungssieg im Bergringpokallauf 2013?
Dennis Stübe: Als Teterower auf dem legendären Kurs Rennen zu fahren und dann eines Tages tatsächlich vor tausenden Fans ganz oben auf dem Treppchen zu stehen ist schon das Allergrößte. Damit steht man in den Annalen dieses einmaligen Kurses in einer Liste mit den Helden aus 84 Jahren Bergringgeschichte.
Im Jahre 2012 standen Sie schon einmal kurz vor dem Triumph. Was war das für ein Gefühl?
Es war damals pure Dramatik. Ich war etwas zu früh aus der ersten Reihe gestartet und wurde zu Recht disqualifiziert. Im Eifer des Gefechts und mit dem späteren Sieger Paul Cooper aus England im Nacken habe ich die schwarze Flagge rundenlang in führender Position übersehen. Danach fiel ich mental erst mal in ein tiefes Loch.
Sie kamen ja überhaupt relativ spät zum Bahnsport. Warum?
Mit 25 Jahren fuhr ich 2007 erstmals in der B-Lizenz auf dem Bergring. Als Mechaniker von Daniel Rath, der den Bergringpokal 2011 gewann, hat mich das Fieber erfasst, es selbst einmal zu versuchen.
Wie gelingt es einem Amateur, den Profis erfolgreich Paroli zu bieten?
Man braucht eine klare Motivation, perfektes Material und natürlich eine absolute Fitness. Bei meinem Arbeitgeber, der Bundeswehr, habe ich beste Trainingsmöglichkeiten. Mein Hobby Moto-Cross kommt mir zudem speziell auf dem Bergring zu Gute.
Welche sportlichen Ziele haben Sie sich für Pfingsten gestellt?
Die Pokalverteidigung wird sehr schwer, da ich als Titelverteidiger aus der letzten Reihe starten muss. Außerdem sind unter den Assen aus neun Ländern erstmals in der Geschichte alleine sechs Bergringpokalgewinner am Start. Trotzdem will ich möglichst einmal aufs Siegertreppchen, vielleicht im neu geschaffenen Pokal der Nationen.
Es gibt also viele Favoriten in der Königsklasse?
Es wird diesmal sehr eng. Die Engländer Paul Cooper, Mitch Godden und Einsteiger Harvie Banks, die Europameister Dirk Fabriek aus Holland und Stephan Katt aus Deutschland sowie die Team-Weltmeister Enrico Janoschka und Mathias Kröger könnten es allesamt packen.
Wie sehen die letzten Tage vor dem Großereignis aus?
Die neuen Motoren müssen noch installiert werden. Und am Freitag trifft sich traditionell mein ganzes Team zur Einstimmung zum Abendessen. Danach wird es ernst!

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