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Speedway Grand Prix in Teterow : Torsten Jürn ist Chef am Ring

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Chef des MC Güstrow erwarb FIM-Super-Super-Lizenz bei einem Seminar in Genf – heute leitet er den Grand Prix in Teterow

svz.de von
erstellt am 10.Sep.2016 | 09:00 Uhr

Den Grand Prix in Teterow leitet Torsten Jürn, 1. Vorsitzender des MC Güstrow. Adolf Schlaack, vom ADAC Hansa als sportlicher Leiter des WM-Laufs eingesetzt, unterbreitete ihm das Angebot. Der Güstrower sagte sofort zu. „Schließlich bekommt man nicht alle Tage die Gelegenheit, einen Grand Prix zu leiten. Außerdem leiste ich gern einen Beitrag, um mit diesem Rennen Speedway in Deutschland noch bekannter zu machen“, erklärte er seine schnelle Entscheidung.

Allerdings bringt der Güstrower auch alle Voraussetzungen mit. Jürn hat seit 15 Jahren eine Lizenz der FIM, des internationalen Motorsportverbandes. Mit der leitete er in der Vergangenheit bereits internationale Prädikatsläufe. In Güstrow ragten dabei die EM-Läufe heraus, die er ohne Probleme über die Bühne brachte. Allerdings reichte das nicht für den Grand Prix. „Dafür absolvierte ich im Februar in Genf ein Seminar. Danach hatte ich die FIM-Super-Super-Lizenz in der Tasche, mit der ich Grand Prix oder Worldcup-Rennen leiten kann“, erklärt Jürn das Prozedere.

Eine weitere Bedingung war die englische Sprache. Für Torsten Jürn kein Problem. „Ich habe in der Schule Englisch gelernt. Das fiel mir leicht. Aber vor allem habe ich meine Kenntnisse durch die englische Zeitschrift Speedway-Star vertieft“, erinnert er sich. Damals war Jürn 14, 15 Jahre alt. Die Zeitschriften bekam er von einem Polen, der sie in Güstrow verkaufte, obwohl das verboten war. „Da wollte ich auch wissen, was drin steht“, so Jürn.

Nach Genf gab es die ersten Kontakte mit dem WM-Ausrichter BSI. Jürn: „Tony Briggs, BSI-Koordinator, war mein Ansprechpartner.“ Um den Ablauf kennen zu lernen, besuchte Jürn vor 14 Tagen den polnischen WM-Lauf in Gorzow und zuvor das WM-Finale der Mannschaften in Manchester.

In seiner Verantwortung liegt der komplette Ablauf des Rennens, einschließlich des Trainings und bis zur Siegerehrung. Torsten Jürn muss auch darauf achten, dass alle Maschinen eine halbe Stunde nach Rennen noch unter Verschluss bleiben. Das hängt mit möglichen Protesten zusammen.

Ebenfalls muss Jürn garantieren, dass die TV-Übertragung zeitlich korrekt mit allen Werbepausen abläuft. Nicht gern erleben würde Jürn einen Flutlichtausfall oder das Versagen der Startanlage. Das werde aber nicht passieren, weil Teterow alles bestens vorbereitet habe, ist sich Jürn sicher. Seinen Platz während des WM-Laufs hat Torsten Jürn am Fahrerlager-Tor, direkt an der Bahn. „Ich muss die Übersicht behalten“, betont er.

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