Segeln : Teterower Piraten unschlagbar

Ines Pingel-Heldt (l.) und Thomas Heldt (r.) gewannen zum vierten Mal in Serie das Silberne Beil'.
Ines Pingel-Heldt (l.) und Thomas Heldt (r.) gewannen zum vierten Mal in Serie das Silberne Beil".

Ines Pingel-Heldt (l.) und Thomas Heldt (r.) gewannen zum vierten Mal in Serie das Silberne Beil"

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30. Juni 2016, 05:00 Uhr

43 Boote mit 86 Seglern fanden sich zur Jubiläumsregatta um das 60. Silbernen Beil auf dem Güstrower Inselsee ein. „Nach Meldeschluss hatten wir erfreulicherweise noch einmal einen Anstieg. Über 40 Boote machen uns schon stolz“, so Peter Anders, Vorsitzender des veranstaltenden Wassersport-Vereins-Güstrow 1928 e. V. (WVG).

Die Wettfahrtleitung um Andreas Möller (WVG) konnte wieder ein hochklassiges Feld mit insgesamt fünf Deutschen Meistern, drei Europa- und drei Weltmeistern begrüßen. Bei guten Bedingungen und Winden um 3 Beaufort brauchte das Feld zwei Startversuche, wobei schon der zweite unter der neuen Flagge „Uniform“ stattfand, womit jeder Frühstarter disqualifiziert worden wäre. Doch es gab keinen. Während die Titelverteidiger Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt niemand gefährden konnte, wurde der Kampf um die Plätze immer spannender. Höft/Rieck kämpften sich hier Platz um Platz nach vorne und erreichten im Ziel hinter Pingel-Heldt/Heldt Platz noch Platz zwei vor Bernstengel/Salewski (Cottbus).

Ohne Pause wurde zur zweiten Wettfahrt gestartet. Nach einem formidablen Start führte plötzlich Volker Schoen (Sternberg) mit Vorschoterin Birgit Freiheit (Berlin) das Feld an. Etwa sechs Bootslängen dahinter folgten Pingel-Heldt/Heldt an der ersten Bahnmarke. Auf der zweiten Kreuz zauberten Pingel-Heldt/Heldt und hatten an der Luvbahnmarke plötzlich über 30 Meter Vorsprung auf Schoen/Freiheit, denen es in der Folgezeit nicht mehr gelang, den Abstand zu verringern.

Aufgrund einer Unwetterwarnung wurde sofort die dritte und letzte Tageswettfahrt gestartet. Nach einem guten Start in der 2. Wettfahrt starteten Edinger/Bajon nun noch besser und gewannen die Startkreuz. Mit 30 Zentimetern Vorsprung setzten sich letztlich Edinger/Bajon gegen Monegel/Wetzke durch. Erst an Land war beiden Besatzungen mit Blick auf die Ergebnisse klar, wer tatsächlich vorne lag.

Die Zwischenwertung ergab, dass erst am Sonntag einen Entscheidung über den Sieg fallen würde. Wieder starteten Edinger/Bajon hervorragend, mussten aber sowohl Pingel-Heldt/Heldt als auch Höft/Rieck davon ziehen lassen, die die rechte Seite des zweiten Sees wählten und entlang der Schilfkante kreuzten. An der ersten Luvbahnmarke belegten sie folgerichtig Platz eins und zwei vor Edinger/Bajon (3.), Lippert/Lippert (4.) und Schnepf/Jäckel (5). Ein Husarenstück gelang Höft/Rieck auf dem zweiten Kreuzkurs. Aus ca. 40 Metern Rückstand wurden etwa 80 Meter Vorsprung auf Pingel-Heldt/Heldt an der 3. Bahnmarke. Während Höft/Rieck einen ungefährdeten Tagessieg ersegelten, errangen Monegel/Wetzke wiederum Platz zwei vor Pingel-Heldt/Heldt. Dieser dritte Platz reichte zum Gesamtsieg. Mit einem sechsten Platz wäre dieser noch verloren gegangen.

Mit dem erneuten Gewinn des Silbernen Beils errangen Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt den vierten Sieg in Folge, was es in 60 Jahren nie zuvor gegeben hat. „Wir sind natürlich glücklich hier zu gewinnen. Gegen die starke Konkurrenz muss man erst mal bestehen“, so Ines Pingel-Heldt, die einmal als Vorschoterin und nun viermal als Steuerfrau auf dem Pokal verewigt ist. Insgesamt elfmal ist das schon ihrem Ehemann, Thomas Heldt, gelungen. Wie im vergangene Jahr ersegelten Höft/Rieck erneut Platz zwei.

Auch die Güstrower haben Pokalsieger: Der Wilhelm-Jansen-Gedächtnispokal für den 4. Platz ging an Marko Monegel/Ludger Wetzke (Teterow/WVG). Die Jugendwertung konnten Alban Romanus/Tobis Bayer (WVG) für sich entscheiden. Die Frauenwertung gewannen die Berlinerinnen Simone Witte-Wahrendorf/Hannelore Bauditz.

Glücklich zeigte sich auch der WVG-Vorsitzende Peter Anders: „Wir sind rundum zufrieden mit der Veranstaltung, sowohl auf als auch neben dem Wasser. Die Wettfahrten waren anspruchsvoll und hochklassig. Viele Zuschauer haben unseren Segelsport auf Begleitbooten verfolgt. Mit Ines Pingel-Heldt und Thomas Heldt haben die Besten gewonnen. Sie sind seit Jahren einfach der Maßstab.“

Die Ergebnisse im Einzelnen

1. Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt (Teterow) 5 Pkt., 2. Bernd Höft/Burkard Rieck (Rostock) 7 Pkt., 3. Gunter Edinger/Oliver Bajon (Berlin) 14 Pkt., 4. Marko Monegel/Ludger Wetzke (Teterow/WVG 1928 e.V.) 15 Pkt., 5. Peter Anders/Peter Bark (WVG 1928 e.V.) 15 Pkt., 9. Benjamin Schnepf/Fabian Jäckel (Teterow) 50 Pkt., 18. Ralf Griebenow/Clara Prüß (Einheit Güstrow/WVG 1928 e.V.) 32 Pkt., 24. Jens Bauditz/Susanne Thiel (WVG 1928 e.V.) 57 Pkt., 28. Magnus Hillenberg/Johannes Hain (WVG 1928 e.V./Einheit Güstrow) 67 Pkt., 30. Klaus-Dieter Götz/Jan Schebeko (WVG 1928 e.V.) 70 Pkt.




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