Fussball : Super Karriere auch ohne höhere Liga

Perfektion am Ball und Übersicht waren die besonderen Stärken von Mathias Puschik.
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Perfektion am Ball und Übersicht waren die besonderen Stärken von Mathias Puschik.

Fußball: Mathias Puschik – Muster für Heimatbindung / Langjähriger GSC-Kapitän bleibt Güstrower Fußball auch nach Rücktritt verbunden

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03. Februar 2014, 06:00 Uhr

Ein echtes Güstrower Fußball-Urgestein verlässt den Rasen. Mit Mathias Puschik beendet der langjährige Kapitän der Landesliga-Elf des Güstrower SC seine aktive Karriere. Der 34-Jährige, der während seiner gesamten Laufbahn in der Barlachstadt dem runden Leder nachjagte, blickt zurück: „Für mich war es eine super Karriere mit vielen schönen Momenten. Leider konnten wir uns unseren großen Traum von der Verbandsliga nie erfüllen. Dafür bin ich aber auch nicht abgestiegen.“

Als Achtjähriger begann der gebürtige Güstrower bei der damaligen SG Dynamo – 1990 bis 2010 umbenannt in PSV Güstrow, dann folgte die Fusion mit dem VfL Grün-Gold zum Güstrower SC – mit dem Fußball. Sein erster Spielerpass wurde am 1. August 1988 ausgestellt. Sein erster Trainer war Horst Kurrasch. Nach einigen Jahren beim PSV folgte der Wechsel zum damaligen VfL Grün-Gold. „Mit der A-Jugend haben wir dann sogar in der Regionalliga gespielt. Das war ein tolles Erlebnis, wenngleich es nach einem Jahr auch schon wieder zu Ende war“, erzählt der Kicker, der hauptsächlich in der Abwehr und im Mittelfeld eingesetzt wurde. Der Übergang in den Männerbereich fiel ihm nicht schwer. Trainer Klaus Decker machte „Puschi“ sogar sofort zum Libero, vertraute ihm die Abwehrorganisation an. „Das war damals schon ein Ding, das ein 18-Jähriger sofort auf dieser Position spielte“, erinnert sich Mathias Puschik.


Schon als 18-Jähriger zum Abwehrorganisator befördert


„In meinen ersten Jahren im Männerbereich hatten wir dann auch mehrfach die Chance, in die Verbandsliga aufzusteigen. Doch immer war ein Team besser, mal war es Warnow Papendorf, dann der SV Hafen Rostock. Schade, dass wir es nicht gepackt haben“, sagt der 34-Jährige. Zum damaligen Trainer Bernd Maske hatte Puschik die stärkste Bindung: „Auch wenn wir jetzt nicht mehr in solch einem engen Kontakt stehen, so hat er mich am meisten geprägt.“

Ein Weggang aus seiner Heimatstadt Güstrow kam für ihn im Grunde nie ernsthaft in Frage. „Ich muss sagen, dass ich es aber auch nicht aktiv darauf angelegt hatte“, verrät Puschik. Zwar absolvierte er einmal ein Probetraining in Malchow, „doch dann hat es sich irgendwie zerschlagen“. Vor drei Jahren, als Lokalrivale TSV Bützow allerdings in die Verbandsliga aufstieg, liebäugelte er doch noch einmal kurzzeitig mit einem Wechsel. Doch am Ende blieb Mathias Puschik seinem Naturell und damit auch seinem Verein treu. Ein für ihn wichtiger Grund: „Auch weil ich in Güstrow immer wieder auf meinem beruflichen Werdegang toll unterstützt wurde.“ Mittlerweile ist er bei den Stadtwerken angestellt und hat sich dort bis zum stellvertretenden Abteilungsleiter im Bereich „Shared Service“ hochgearbeitet. Des Weiteren engagiert er sich politisch und will im Mai für die CDU zur Wahl für die Stadtvertretung antreten.

Nicht nur in der sportlichen Karriere setzt er Kontinuität, auch im Privaten ist er seit Jahren glücklich mit seiner Lebensgefährtin, Faustballerin Diana Freiknecht, liiert. Sohnemann Toni (5) komplettiert die Familie. „Unter dem Strich bin ich mit meiner Karriere sehr zufrieden. Sicherlich hätte ich es vielleicht darauf anlegen können, den Verein zu wechseln und Verbandsliga oder gar Oberliga zu spielen, doch weiß man dann nie, wie es im Privatleben oder im Beruf verlaufen wäre“, meint der Güstrower. Als Teammanager bleibt er dem GSC weiterhin erhalten. Puschik: „Ich freue mich auf diese neue Aufgabe, und so bin ich ja weiterhin ganz dicht an der ersten Mannschaft dran.“ Keine Frage, dass Puschik dem neuen Coach Sven Lange als „Insider der Mannschaft“ zur Verfügung steht. Vielleicht kann sich der 34-Jährige ja als Funktionär seinen Traum von der Verbandsliga erfüllen. Und so ganz die Töppen an den Nagel hängen will er auch nicht, sondern bei den Alten Herren weiter dem runden Leder nachjagen.




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