Deutschland-Grand-Prix : Speedway-Fest in Teterow

Das sind die drei Führenden im Grand Prix: Maciej Janowski, Jason Doyle und Patryk Dudek (v.l.).
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Das sind die drei Führenden im Grand Prix: Maciej Janowski, Jason Doyle und Patryk Dudek (v.l.).

Bergringstadt freut sich morgen auf zweiten Deutschland-Grand-Prix. Die ersten fünf trennen zehn Punkte.

svz.de von
08. September 2017, 12:00 Uhr

Wen man auch vor dem deutschen Speedway-Grand-Prix am Sonnabend um 19 Uhr in Teterow fragt: Die meisten sagen, dass der GP noch nie so ausgeglichen war und damit nach acht von zwölf Rennen so spannend wie selten ist. Vorn liegt mit 97 Punkten der Australier Jason Doyle. Damit kommt der Vorjahressieger des ersten Teterow-GP als Spitzenreiter in die Bergringstadt. Ihm auf den Fersen ist Maciej Janowski (94). Er ist der Beste der vier Polen. In diesem Jahr ist er der bisher einzige Fahrer, der zwei GP gewonnen hat. Und das gleich hintereinander in Horsens und Cardiff. Dagegen verpatzte er seinen Heim-GP in Gorzow mit sechs Punkten und Platz 11 ganz gewaltig. Auf der Lauer liegen Janowskis Landsmann Patryk Dudek, der zwar keinen Sieg erfahren hat, aber viermal auf dem Podest stand und damit zu Recht mit 93 Punkten auf Rang 3 ist. Gefolgt von Tai Woffinden. Der Brite wittert nach seinem ersten GP-Erfolg in Gorzow Morgenluft. Mit 89 Punkten darf das der zweifache Weltmeister. Stark ist in diesem Jahr der Schwede Fredrik Lindgren. Der Sieger von Warschau liegt mit 87 Punkten auf Rang 5. Damit trennen die ersten fünf nur zehn Punkte.

Interessant ist vier Rennen vor Schluss ein Blick auf die ersten acht. Die qualifizieren sich sicher für den nächsten GP. Den rettenden 8. Platz belegt vor Teterow der Slowake Martin Vaculik, der mit dem 1. Rang beim GP-Auftakt im slowenischen Krsko wie die Feuerwehr startete. Nach Prag ging ihm aber ein bisschen die Puste aus. Hinter ihm gibt es wie an der Spitze ein Gerangel und ebenfalls geringe Punktabstände. Antonio Lindbäck (Swe/60), Piotr Pawlicki (Pol/59) und Matej Zagar (Slo/58) sind in Schlagdistanz. Gar nicht in Tritt kommt Chris Holder (52). Mit der Reputation eines WM-Titels dürfte der Australier jedoch gute Karten für eine der vier Wildcards haben. Zwei weitere dürften auch so gut wie vergeben sein: an Nicki Pedersen und Greg Hancock. Der Däne ist nach Hancock (seit 1995) der dienstälteste Grand-Prix-Starter. Seit 2000 ist er dabei.

Klar ist dagegen, dass es einen neuen Weltmeister geben wird, denn Titelverteidiger Greg Hancock (USA) hat sich wegen einer Schulterverletzung abgemeldet. Das gilt aber noch nicht für 2018.

Große Freude herrscht bei Organisationschef Adolf Schlaak, dass mit Martin Smolinski (für Greg Hancock) und Kai Huckenbeck als Wildcard-Fahrer zwei Deutsche am Start sind. Smolinski möchte wieder wie 2016 ins Halbfinale. Huckenbeck setzt sich selten feste Ziele. „Aber natürlich möchte ich in Teterow weit vorn ankommen. Dafür gebe ich mein Bestes“, sagt er.

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