Crossduathlon : Seinem Namen alle Ehre gemacht

Das Siegerpodest des „Härtesten im Norden“ mit den Triumphatoren Peter Hermann und Eike Liefke (2. und 3. von links) sowie Frank Reimann (li.) und Martin Stephan.
Das Siegerpodest des „Härtesten im Norden“ mit den Triumphatoren Peter Hermann und Eike Liefke (2. und 3. von links) sowie Frank Reimann (li.) und Martin Stephan.

Der 27. Güstrower Crossduathlon „Das Härteste im Norden“ war für die Sportler eine echte Herausforderung

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15. Oktober 2019, 05:00 Uhr

Die 27. Auflage des Güstrower Crossduathlons machte seinem Namen – Das Härteste im Norden – einmal mehr alle Ehre. Zwar gab es diesmal – wie in den 1990-er Jahren auch schon passiert – keinen Wintereinbruch, aber der Dauerregen machte den hartgesottenen Teilnehmern in den Wäldern rund um das Wettkampfzentrum an der Schule in Mühl Rosin die Sache zu allem anderen als einem Zuckerschlecken. Immerhin waren im Hauptrennen nach der 5-Kilometer-Laufstrecke 27 Kilometer auf dem Rad und anschließend noch einmal die Laufstrecke auf schlammigen Wegen im stetigen Auf und Ab zu bewältigen.

Um so erstaunlicher die Leistung des Siegers, Peter Hermann. Der Bielefelder, der erst seit drei Wochen in Gardelegen lebt, und eigens aus Sachsen-Anhalt angereist war, um beim „Härtesten“ mitzumachen, erreichte das Ziel nach 1:52:09 Stunden als unangefochtener Triumphator fünf Minuten vor Frank Reimann aus Lüneburg. Eine gute halbe Minute später überquerte der 2017-er Sieger, Martin Stephan aus Bad Doberan, als erster „Einheimischer“ die Ziellinie.

Schnellster Güstrower war diesmal Tri-Fun-er Torsten Lenz, der nach 2:08:23 Stunden als Gesamt-Siebenter die Wertung der TM 35 vor seinem Vereinskameraden, Benjamin Trunzer, für sich entschied. Einen weiteren Altersklassensieg für Güstrow holte Torsten Berth. Der 53-Jährige erkämpfte sich in 2:12:49 Stunden nach 2017 erneut den Sieg in der TM 50.

Aber auch der Gesamtsieg bei den Frauen kann Güstrow durchaus für sich reklamieren. Eike Liefke, die das Rad-ABC einst bei der RIG Güstrow erlernte, ist nun als Studentin für die HSG Uni Greifswald unterwegs und ließ bei ihrem Triumph nach 2:24:14 Stunden ein gutes Drittel der gestarteten Männer hinter sich.

Beim Jedermann-Duathlon hatten die Teilnehmer jeweils die halben Distanzen zu bewältigen. Hier wiederholte ein Güstrower sogar seinen Vorjahressieg. Lukas, der älteste Sohn der sportlichen Familie Kuntermann, studiert in Hamburg und steht so als Mitglied des KAIFU Tri Teams im Ergebnisprotokoll. Astrid Torff aus Lübeck war die schnellste Frau.

Unter den leider nur zwei Teams, die die lange Strecke als Staffel absolvierten, war die Rostocker Kombination mit Tom Petsch und Vytas Huth erfolgreich, musste sich nach 1:53:34 Stunden aber dem siegreichen Alleinstarter, Peter Hermann, geschlagen geben.

Wesentlich länger als der eigentliche Wettkampf dauerte die verdiente Helferparty am Abend, bei der Tri-Fun-Chef Ralf Buchner allen Helfern, die den widrigen Bedingungen trotzten, genauso im Regen ausharrten und zusätzlich den Auf- und Abbau bewältigten, sein herzliches Dankeschön aussprach. Der Livestream von den Triathlon-Weltmeisterschaften, dem berühmten Ironman auf Hawaii mit dem historischen deutschen Doppelsieg durch Anne Haug und Jan Frodeno, wurde bis in die Morgenstunden gemeinsam verfolgt und frenetisch umjubelt.

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