Fußball : Schwerin-Fluch bleibt bestehen

Man muss auch mal Glück haben: Mathis Bradatsch (l.) holte mit den Güstrower C-Junioren zwei Siege, doch die Spiele hätten auch anders ausgehen können.
Man muss auch mal Glück haben: Mathis Bradatsch (l.) holte mit den Güstrower C-Junioren zwei Siege, doch die Spiele hätten auch anders ausgehen können.

Fußball-Verbandsliga: Güstrower B-Junioren gegen zum dritten Mal in dieser Saison in der Landeshauptstadt leer aus

svz.de von
07. Mai 2019, 05:00 Uhr

Güstrow | In der Fußball-Verbandsliga konnten die B-Junioren des Güstrower SC ihren „Schwerin-Fluch“ nicht überwinden, während die C-Junioren zwei Siege feierten.

Zum dritten Mal in dieser Saison reisten die B-Junioren nach Schwerin – und zum dritten Mal auch mit leeren Händen wieder zurück. Auch der neuerliche Ausflug zum Schweriner SC war nicht von Erfolg gekrönt, stattdessen setzte es eine 0:1-Niederlage. „Obwohl in Bestbesetzung angereist, muss man ganz nüchtern feststellen, dass es wieder einmal nicht gereicht hat, den Schwerin-Fluch zu besiegen“, konstatierte GSC-Trainer Ingolf Schwartz. Zum gewöhnungsbedürftigen Kunstrasenplatz kam ein unangenehm zu bespielender Gegner, der dem GSC so gar nicht zu liegen scheint. Der SSC zwang den Gast regelrecht zu Fehlern, an ein strukturiertes Aufbauspiel war kaum zu denken. Der erste wirkliche Angriff auf das Güstrower Tor brachte dann auch schon das einzige Tor an diesem Tag. Der GSC noch gar nicht wirklich auf dem Platz, nahm sich dabei sogleich eine Schaltpause. Der Ball wurde schnell über die linke Seite gespielt, fand nach einer Flanke den völlig blank stehenden Stürmer, der keine Mühe hatte, diesen im GSC-Tor unterzubringen (3.). An dieser Stelle hätte man getrost abpfeifen können, nur mit Glück und der inkonsequenten Schweriner Chancenverwertung ist es zu verdanken, dass das Ergebnis nicht deutlicher wurde.

„Einzige Lichtblicke an diesem Tag waren Moritz Beseler im Tor sowie Nils Deffge und Tristan Otte in der Verteidigung, die gewohnt souverän ihr Pensum abspulten, was man leider nicht allen Akteuren in den Arbeitsnachweis schreiben kann. Gegen einen solchen Gegner muss ich hellwach sein, an meine Leistungsgrenzen gehen, vor allem in läuferischer und auch taktischer Hinsicht, da hingehen, wo es auch mal weh tun kann. So war Schwerin leider in allen Belangen überlegen und hat am Ende völlig verdient gewonnen“, so das Fazit von Schwartz.

Zwei wichtige Siege gegen den Abstieg holten die C-Junioren in den letzten Heimspielen gegen den 1. FC Neubrandenburg II (2:1) und Rostocker FC (2:0).

Im sogenannten Sechs-Punktespiel gegen den 1. FCN II erwischte der GSC den besseren Start. Durch die Treffer von Julius Totzek und Robin Vetter ging der GSC in der Anfangsphase auch verdient in Führung. Doch zunehmend überließ er dem Gast das Spielgeschehen und geriet dadurch in die Defensive. Nach einem Freistoßtor erzielten die Neubrandenburger den Anschlusstreffer. Dadurch beflügelt, ließen die Gäste den Ball sehr gut und schnell in den Reihen laufen. Mit viel Mühe rettete sich der GSC nicht nur in die Pause, sondern auch bis zum Schlusspfiff.

Im letzten Heimspiel der Saison kam der Rostocker FC nach Güstrow. Auch in diesem Spiel erwischte der GSC den besseren Start und spielte zunächst gegen den Favoriten gut mit. Der RFC wurde aber spielstärker und drückte den GSC viel zu oft in die eigene Hälfte. Mit sporadischen Angriffsbemühungen sorgte der GSC für wenig Entlastung. Kurz vor dem Halbzeitpfiff jedoch spielte er einen guten Angriff über die rechte Seite. Im Nachsetzen schoss Karl Dauber seine Güstrower in Führung. Nach der Pause entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Gleich in der Anfangsphase vergab der GSC die Chance zum Führungsausbau. So blieb das Spiel spannend. Mit einigen schnellen Kontern, gerade über Julius Totzek, sorgte der GSC immer wieder für Gefahr vor dem Rostocker Tor. Er war es dann auch, der wenige Minuten vor dem Ende für den zweiten Treffer des GSC sorgte und den Güstrower Sieg festmachte.

Beide Siege waren im Kampf um den Klassenerhalt enorm wichtig. Der GSC schaffte den Sprung von den Abstiegsplätzen und hat es jetzt selber in der Hand, diesen Platz nicht mehr zu verlieren.

Güstrower SC B-Junioren: Moritz Beseler – Tristan Otte, Florian Warnick, Nils Deffge, Leon Toni, Marvin Nehls (Shabir Jamshedi), Vincent Warnick, Mitja Thormann, Tim-Ole Waßmann (Henning Krüger), Hakim Noori (Paul Bukowski), Nik Schuller (Maximilian Schenkluhn)


Güstrower SC C-Junioren: Aaron Bohn, Richard Rädke, Franz Hagemoser, Johann Gerstenberger, Tjalf Schmidt, Mathis Bradatsch, Karl Dauber, Tom Hertel, Louis Dräger, Robin Vetter, Julius Totzek, Mohammda Hammdeh, Jonas Bunte, Moritz Gerotzky, Tristan Mischke

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