18. Nordlandcup : Schießsport der Superlative

PSG gegen PSG, Anja (l.) gegen Falko Dobbert beim Shoot off Flinte.
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PSG gegen PSG, Anja (l.) gegen Falko Dobbert beim Shoot off Flinte.

Der Norden war zu Gast auf dem Güstrower Schießplatz. Über 250 Starts beim 18. Nordlandcup der PSG

Ende der 1990er Jahre hatte der Vorstand der Privilegierten Schützengesellschaft zu Güstrow (PSG) die Idee, mal eine ganz besondere Veranstaltung auf die Beine zu stellen, die sich deutlich von den „normalen“ Pokalschießen abhebt. Das heißt: Mehr Disziplinen, mehr Teilnehmer, mehr Sport, mehr Spaß – aber auch mehr Arbeit. Das Kind wurde damals „Nordlandcup“ getauft und es entwickelte sich über all die Jahre prächtig und feierte nun seinen 18. Geburtstag. Mit großer Begeisterung wird diese sonst nur auf Deutschen Meisterschaften ähnlich mögliche Disziplinvielfalt von Schützen aus Nah und Fern angenommen. In der Ergebnisliste finden sich eben nicht nur die „üblichen Verdächtigen“ aus Schwerin, Grevesmühlen, Rostock, Torgelow oder dem PSG sehr freundschaftlich verbundenem Verein „Nossentiner Heide“ wieder. Von den Güstrower Leistungsträgern, die geschlossen vor Ort waren, einmal abgesehen. So waren auch Sportler aus dem weiteren Norden, z.B. Schleswig, Elmshorn, Hamburg, Neumünster oder Steinburg Sprenge vor Ort. Sie fahren gerne die bis zu 300 Kilometer, um das zu erleben, was das Team der Güstrower Schießleiter und Helfer mit viel Liebe und Engagement vorbereitet hat.

So resümierte der Schatzmeister der PSG, Falko Dobbert, dass es weit über 250 Starts waren, die insgesamt geschossen wurden. Natürlich fährt niemand die vielen Stunden Auto, um dann nur eine Disziplin zu schießen, so dass drei bis vier Disziplinen pro Schütze die Regel waren und der eine oder andere Kurzwaffenspezialist traute sich auch mal, mit der Langwaffe um Sieg und Platz zu schießen, und umgekehrt. Es sind nicht irgendwelche Schützen, die da nach Güstrow kommen, um einen der begehrten Pokale mit nach Hause zu nehmen, es sind oft die Leistungsträger der hiesigen Vereine. Insoweit ist es nicht verwunderlich, dass die Hausherren von Güstrow-Bockhorst zwar viele Pokale mitnahmen, aber in einigen Disziplinen auch leer ausgingen.

Es ist unmöglich, eine solche Veranstaltung öfter als einmal im Jahr „zu stemmen“, aber man war sich einig, dass es 2017 einen 19. Nordlandcup gibt.

Ergebnisse

25 m Schießen: 1. Danny Schoknecht 351 Ringe (von 400 möglichen), 2. Norman Neuenfeldt 350, 3. Falko Dobbert 340 (alle PSG)

PP1: 1. Exner GKS Hamburg 294 (von 300), 2. Schoknecht 292, 3. Neuenfeldt 290

NPA: 1. Neuenfeldt 105 (von 120), 2. Riesel (SLG Steinburg Sprenge) 104, 3. Schoknecht 102

Super Magnum: 1. Galzow (SLG Neumünster) 279 Ringe (von 300), 2. Riesel 274, 3. Ganz (SLG Neumünser) 265

DG 1: Dugnus (SLG Neumünster 183 (von 200), 2. Emminger, U. (JSSC Grevesmühlen) 181, 3. Ciesilski (Rostocker BDS-Schützen) 180

Dienstsportgewehr 300 m: 1. Ciesilski 163 (von 200), 2. Wolfgang Dobbert (PSG) 145, 3. Guzdziol, M. (BDS-LV 1) 141

Zielfernrohrgewehr über 7 mm: 1. Dugnus 198 (von 200), 2. Guzdziol 197, 3. Kiencke (SV Dallmin) 196

ZG 3: 1. Galzow 111 (von 120), 2. Kobow 105, 3. Taedcke 101 (beide SV Nossentiner Heide)

Fallscheibe Flinte (4 Serien a 5 Fallscheiben – schnellstmöglich): 1. Neuenfeldt 14,98 sec., 2. Kobow 18,67, 3. Axel Zarmstorf (PSG) 21,10

Shoot off Flinte (alle Teilnehmer starten im K.O.-System gegeneinander): 1. Neuenfeldt, 2. Falko Dobbert, 3. Kobow

Shoot off Kurzwaffe (Pistole oder Revolver möglich): 1. Exner, 2. Zarmstorf, 3. Schoknecht


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