Reitsport : RV Güstrow bereitet Reitturnier vor

Vom 1. bis 3. Juli wird die Barlachstadt wieder zur Pferde-Stadt

svz.de von
09. Juni 2016, 05:00 Uhr

Seit 65 Jahren gibt es in Güstrow organisierten Pferdesport. Große Namen an Reitern gingen bis zu DDR-Meistern als Spitzenreiter aus der Barlachstadt hervor. Gegenwärtig macht eine ganz junge Reitergeneration wie Emelie Bürenheide, Hermine Burchard oder Hannah Gebauer schon wieder auf sich aufmerksam.

Als Turnierstandort hat Güstrow einen ebenso großen Namen. Ältere Pferdefreunde erinnern sich noch an die legendäre DDR-Meisterschaft im Jahre 1962. Die Traditionen wurden mit engagierten Menschen bis in die heutigen Tage erhalten. Für seine Vorbildwirkung erhielt der Verein hohe Auszeichnungen. 2014 hat das traditionsreiche Turniergelände am Bürgerhaus mit der Vergrößerung des Platzes, einer modernen Umzäunung und einem neuen Reitboden eine Jungbrunnen-Kur erhalten. In diesem Jahr wurde das ohnehin schon gute Equipment an Hindernissen dank eines Mäzens aus der Schweiz weiter modernisiert.

Die innovativen Maßnahmen auf der „Schützenwiese“ haben sich bewährt und werden das beim diesjährigen Dressur- und Springturnier, dass sich 1. bis 3. Juli erstmals über drei Tage erstreckt, wiederum tun. 32 Prüfungen und Wettbewerbe stehen unter Leitung des Vereinsvorsitzenden Maik Osterloh und seiner Stellvertreterin Birgit Manski auf dem Programm, zwei mehr als 2015. Von diesen wird die Hälfte, also 16, auf den beiden Dressurvierecken ausgetragen. Die anderen 16, darunter drei in der mittelschweren Klasse, können die Besucher auf dem Springplatz verfolgen.

In diesem Jahr gibt es eine Besonderheit, die das Turnier für Reiter noch attraktiver macht. Die Springprüfungen sind in drei Touren zu je zwei Prüfungen in den Klassen A, L und M eingeteilt worden. Die drei besten Teilnehmer der jeweiligen Tour erhalten finanzielle Sonderprämien. Dem Sieger der Großen Tour winken immerhin zum normalen Preisgeld zusätzlich 150 Euro. Das ist sicher ein Anreiz, dass noch mehr Reiter als bisher an diesen Prüfungen teilzunehmen. Diese zusätzliche Prämierung wurde dank eines Freundes aus der Schweiz, der dem Reitverein Güstrow auf besondere Weise verbunden ist, möglich.

Der Verein legt im Gegensatz zu vielen anderen Veranstaltern erfreulicherweise besonderen Wert auf die Pflege des Dressurreitens. Turnierleiterin Birgit Manski hat schließlich in jungen Jahren selbst sehr erfolgreich Dressur geritten. Drei L-Dressuren und zwei in der mittelschweren Klasse, wie in Güstrow der Fall, findet man auf anderen Turnierplätzen im Land kaum. Es gibt im Dressurviereck auch wieder eine Qualifikation zur „Dressur-Chance 2016“, den der Förderverein Landgestüt Redefin seit Jahren ausschreibt. Der Förderverein für Reiter und Pferde in MV lobt einen Pony-Cup in Dressur und Springen aus, der in Güstrow ebenfalls Station macht.

Zu den sportlichen Höhepunkten gehören die beiden M-Dressuren, die beide am Sonntag geritten werden und der „Große Preis“ eines Schweizer Freundes, ein mittelschweres Springen mit Siegerrunde, ebenfalls für Sonntag vorgesehen. Im vorigen Jahr haben 280 Reiter über 1.000 Meldungen abgegeben. In diesem Jahr wird mit einem ähnlichen Zahlen gerechnet. „Deshalb bleibt uns keine Wahl, als das Turnier auf drei Tage auszuweiten“, sagt Birgit Manski von der Turnierleitung.


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