Speedway in Güstrow : Russe gewinnt Osterpokal

Das Siegertrio: Kai Huckenbeck, Renat Gafurov und Robert Lambert (v.l.).
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Das Siegertrio: Kai Huckenbeck, Renat Gafurov und Robert Lambert (v.l.).

Renat Gafurov holt sich zum ersten Mal die Siegertrophäe beim Güstrower Speedway-Klassiker

svz.de von
28. März 2016, 21:00 Uhr

Mit einer bärenstarken Leistung holte sich der Russe Renat Gafurov am Ostersamstag vor 3500 Zuschauern den Sieg im traditionellen Saisonauftakt in Güstrow. Für den zweimaligen deutschen Meister Kai Huckenbeck reichte es am Ende nur knapp nicht zum Sieg und entsprechend fiel auch sein Fazit aus. „Schon wieder hat nur ein Quäntchen gefehlt und nach dem zweiten Platz im letzten Jahr bin ich wieder auf der gleichen Podeststufe gelandet. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal. Aber grundsätzlich bin ich schon zufrieden, vor allem mit dem Speed, den ich auf die Bahn bringen konnte“, sagte der junge Mann aus Werlte, der erst am Tag zuvor seinen Einstand in der britischen Elite League absolviert hatte.

Schon nach dem zweiten von insgesamt fünf Durchgängen hatte sich die Favoritengruppe innerhalb des Starterfeldes herausgeschält. Zu diesem Zeitpunkt führten der Pole Tomasz Chrzanowski und Kai Huckenbeck mit je zwei Laufsiegen die Zwischenwertung an. Dahinter lauerten mit jeweils einem Punktverlust der Lette Kjastas Puodzuks, der Brite Robert Lambert, Renat Gafurov aus Russland und der Einheimische Kevin Wölbert. Nach dem dritten Durchgang gab es keinen Aktiven mit Maximum mehr. Während der Pole Chrzanowski auch in der Folge weiter abbaute und am Ende noch hinter dem stärker werdenden Michael Härtel landete, musste auch Kai Huckenbeck gegen den Schnellstarter Puodzuks eine Niederlage einstecken. „Mein Speed war toll, aber die Starts haben noch nicht richtig funktioniert. Wir haben ein bisschen getestet und müssen uns da noch verbessern“, analysierte Huckenbeck klar die Ursache.

Vor dem letzten Durchgang hatten drei Fahrer – Puodzuks, Huckenbeck und Gafurov – 11 Zähler auf ihrem Konto und dazu kamen für die Podestplätze noch Lambert und Wölbert mit jeweils 10 Punkten infrage. Zunächst trafen der Lette und der Brite aufeinander: Und tatsächlich konnte Puodzuks den Start wieder gewinnen und rundenlang die Führung verteidigen, aber in der letzten Kurve gelang Lambert das Kunststück außen herum noch zu überholen. Damit sammelten beide 13 Punkte in der Gesamtwertung. Im letzten Lauf trafen dann Wölbert, Gafurov und Huckenbeck aufeinander und der Russe nutze die Chance mit einem gelungenen Start in Führung zu gehen und diese über die vier Runden zu verteidigen. Damit stand er als Osterpokalgewinner 2016 fest. Mit den zwei Punkten, die Kai Huckenbeck für den zweiten Platz einfahren konnte, wurde ein Dreierstechen über den zweiten Platz in der Pokalwertung notwendig. In diesem Zusatzlauf machte der Deutsche alles klar und sicherte sich vor dem Briten Robert Lambert den zweiten Platz auf dem Podest.

Die guten äußeren Bedingungen hatten einen großen Anteil an der spannenden Entwicklung des Rennens und auch wenn die Bahn an einige Aktiven zum Saisonbeginn noch große Herausforderungen stellte, konnten die Besucher bei herrlichem Sonnenschein durchweg sehr schnelle Läufe beobachten.

Im kleinen Osterpokal siegte in der Klasse 250ccm der Däne Mads Hansen, der aufgrund seiner Überlegenheit auch einen Maschinenausfall kompensieren konnte und in der 85ccm-Klasse Norick Blödorn, der nur einen Zähler abgab.

Osterpokal in Güstrow: 1. Renat Gafurov (RUS) 14, 2. Kai Huckenbeck (D) 13+3, 3. Robert Lambert (GB) 13+2, 4. Kjastas Puodzuks (LET) 13+1, 5. Kevin Wölbert (D) 11, 6. Michael Härtel (Landshut) 9, 7. Tomasz Chrzanowski (PL) 9, 8. Zdenek Holub (CZ) 8, 9. Tobias Kroner (D) 8, 10. Christian Hefenbrock (D) 6, 11. Daniel Spiller (D) 5, 12. Tobias Busch (D) 5, 13. Hannes Gast (D), 12. Martin Steen Hansen (DK) 2, 15. Xavier Muratet (F) 1, 16. Dominik Möser (D) 1, 17. Jan Lukas Dittner (D) 0

Kleiner Osterpokal 250 ccm: 1. Mads Hansen (DK) 9, 2. Kenneth Jürgensen (DK) 7, 3. Niels-Oliver Wessels (D) 7, 4. Ben Ernst (D) 1

Kleiner Osterpokal 85 ccm: 1. Norick Blödorn 11, 2. Leon Arnheim 9, 3. Pascal Peters 3, 4. Max-Wilhelm Kruth 1


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