Leichtathletik : Rückkehr ins Olympiastadion

Unzertrennlich auch im Diskusring: Die Brüder Henning und Clemens Prüfer.
Unzertrennlich auch im Diskusring: Die Brüder Henning und Clemens Prüfer.

Prüfer-Brüder zwölf Jahre nach „Deutschland sucht den Supersprinter“ jetzt zur DM im Diskuswerfen.

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02. August 2019, 05:00 Uhr

Wie neun weitere Sportarten sucht die Leichtathletik am Wochenende im Rahmen der „Finals“ ihre nationalen Meister. Für die beiden aus Güstrow stammenden Diskuswerfer Henning (23) und Clemens (21) Prüfer verbinden sich ganz besondere Erinnerungen an das Olympiastadion. Im Jahr 2007 war es: Die Prüfer-Brüder – heute würde man sagen natürlich beide – flitzen auf der blauen Tartanbahn entlang. Nach der bundesweiten Qualifikation zur Suche der besten deutschen Nachwuchssprinter (!) haben sich die beiden damaligen Sportler des LAC Mühl Rosin in Berlin im Vorprogramm des Internationalen Stadionfestes Istaf sogar für den Endlauf qualifiziert. Dort belegt am Ende Henning in der Altersklasse 11 den 8. Platz, während Clemens einen Jahrgang darunter Siebter wird. Mit den Plätzen sechs und sieben bei der DM 2018 in Nürnberg erreichten die Prüfers ihre national bisher besten Diskus-Resultate. Am Sonnabend, Beginn des Diskuswerfens ist zur besten Fernsehzeit um 18.10 Uhr, soll es möglichst weiter nach oben gehen. SVZ blickte mit den heutigen Diskuswerfern des SC Potsdam zwölf Jahre zurück und auf Berlin voraus.

Henning, Clemens, am Sonnabend werdet Ihr zum zweiten Mal im Olympiastadion starten. Erinnert Ihr Euch noch an Euren ersten Auftritt dort?

Clemens Prüfer: Ja, ein bisschen noch. Ich weiß noch, wie das im Aufwärmbereich war und man dann ins Stadion kam. Und dann beim Lauf, wie man so auf der blauen Bahn steht.

Henning Prüfer: Ich hatte dem damals aber noch nicht so die Bedeutung beigemessen, es war halt ein Wettkampf. Aber das war schon toll, in diesem großen Stadion zu laufen.

Hattet Ihr Euch damals vorstellen können, später mal zur deutschen Meisterschaft wieder im Olympiastadion zu starten?

Henning: Ne, an so was hab ich nicht wirklich gedacht.

Clemens: Ich eher auch nicht. Und schon gar nicht, dass das beim Diskuswerfen wäre.

Freut Ihr Euch auf die Rückkehr ins Olympiastadion?

Henning: Auf jeden Fall! Die Kulisse gibt einem in solch einem Stadion, wenn da ein paar Leute sind, noch einen richtigen Push.

Clemens: Unbedingt! Ich habe gehört, dass doch mehr Leute kommen werden, als erwartet. So ein paar Zuschauer im Olympiastadion – das wird schon ziemlich cool.

Vor zwölf Jahren hattet Ihr beim Supersprinter-Finale die Plätze sieben und acht belegt. Damit wäret Ihr diesmal eher nicht zufrieden, oder?

Clemens: Es soll gerne besser werden.

Henning: So wie wir in diesem Jahr bisher gelistet sind ist das Ziel (Plätze 4 und 5/Red.). Wenn natürlich Daniel (Jasinski/Olympiadritter), der in diesem Jahr noch nicht werfen konnte, dazukommt, wäre ein leichtes Runterrutschen auch okay. Aber vielleicht hat man Glück und einer der momentan drei Besten ist vielleicht nicht so gut drauf, dann geht womöglich sogar mehr.

Clemens: Man muss halt sehen, wie sich der Wettkampf entwickelt, das gilt für uns wie für die Konkurrenz.

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