Reitsport : Rückert gewinnt Hauptspringen

Christoph Amelong-Heiden (RFV Alt-Sammit) mit Barceloina im „Hürdenwald“
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Christoph Amelong-Heiden (RFV Alt-Sammit) mit Barceloina im „Hürdenwald“

Reitsport: Gedächtnisturnier des RV Güstrow entscheidet Auge-Schützling für sich

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08. Juli 2014, 06:00 Uhr

Beim Dressur- und Springturnier am Wochenende in Güstrow fehlte ein Mann, der bisher immer dabei war, als bedeutender Förderern des Pferdesport galt und sich mit seinem Turnierstall in der Reitanlage des RV Güstrow hinter dem Turnierplatz eingemietet hat: Josef Auge, der am 13. Mai starb, und dem die Veranstalter im Beisein seiner Familie den Großen Preis zum Abschluss des zweitägigen Turniers widmeten.

Zahlreiche vordere Platzierungen blieben bei Reitern der Region. Einen Sieg holte sich Susanne Voß aus Laage in einer A-Dressur auf San Amour, mit dem sie in der Dressurpferdeprüfung Dritte wurde. Ihre Teamkollegin Lisa-Marie Arendt gewann eine E-Dressur. Zwei A-Springen sicherte sich Dirk Zorn aus Zapkendorf als Sieger. Das Stilspringen der Klasse A gewann Marike Anker (Ganschow) auf Enya. Jytte Ahlmann (Alt Sammit) wurde wie schon im Ponystilspringen auf Melina Zweite. Mit einem sehenswerten Ritt galoppierte die erst neunjährige Güstrowerin Hermine Burchard mit Dream Girl in einem Einsteiger-Springwettbewerb auf den 2. Platz.

Und als wollte er seinem bisherigen Arbeitgeber mit einem Sieg noch einen Dankesgruß hinterher schicken, führte René Rückert, der für den Reitstall Auge reitet, in der Siegerrunde der besten Sieben aus dem Umlauf den Parcours auf der Schimmelstute Cherowa an. Lukas Burmeister (Pritzwalk) hatte auf Cleo mit einem geschickt kurzen, aber sehr riskanten Weg und mit dem Glück auf seiner Seite eine Zeit vorgelegt, die auf normalem Weg kaum zu unterbieten war. Doch Rückert warf auf der Stute vom Cellestian den „Turbo“ an. Auf der letzten Wendung zu einer zweifachen Kombination blieb den Zuschauern fast der Atem weg – alles ging gut, und René Rückert nahm Lukas Burmeister noch fast eine Sekunde ab. Als vorletzte Starterin griff die in Karow trainierende Schwedin Johanna Melin mit Chattanuga noch mal kräftig an, kam bis auf 16 hundertstel Sekunden an Rückert heran und wurde vor Burmeister Zweite.

Zuvor im M-Punktespringen wurde Rückert mit Cherowa Vierter. Der Sieg ging an Juliane Rickert (Rostock) auf Quitschvergnügt, die das Springen vor Juliane Weihs (Grevesmühlen) auf Campione gewann. Im M-Springen am Samstag sah es auf den beiden ersten Plätzen umgekehrt aus. Weihs siegte auf Perseus vor Rickert auf Quitschvergnügt. Im Flutlichtspringen, das nach einem kräftigen Regenschauer wieder bei guten Bedingungen stattfand, gab es einen Doppelsieger: Stefan Bartel (Parkentin) gewann auf Lamont und wurde auf Castello auch Zweiter.

Einen großen Stellenwert hat die Dressur bei den Güstrower Turnieren. Hier gewann mit der vierjährigen Mecklenburger Staatsprämienstute Fuggers Black Pearl (von Fürst Fugger), die 2013 Mecklenburger Siegerstute wurde, ein Pferd der Familie Manski die Reitpferdeprüfung mit der hohen Wertnote von 8,7. Sie empfahl sich damit nachdrücklich für das Bundeschampionat des Deutschen Reitpferdes am ersten Septemberwochenende in Warendorf.

Zwei M-Dressuren waren die sportlichen Höhepunkte auf den beiden Dressurvier-ecken. Die Aufgabe M3 gewann Ralf Voß (Ritzerow) auf Pegasus vor dem 15-jährigen Nachwuchstalent Tanja Schneider aus Alt Damerow auf Fashion Week. In der Aufgabe M5 ging der Sieg nach Lübeck an Frank Weißenberg auf Hans im Glück. An Kati Spierling aus Neuenkirchen bei Greifswald, die auf Befana in der M3 Dritte wurde, ging der 2. Platz. Voß wurde in dieser Prüfung auf Pegasus Dritter.




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