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Lokaler Sport Güstrower Anzeiger

21. November 2017 | 22:36 Uhr

Laufsport : Quartett leidet unter der Sonne

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Laufen: Vier Güstrower schwitzten beim Mallorca-Marathon und sichern sich teilweise Siege in ihren Altersklassen

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2014 | 14:10 Uhr

Obwohl kein Landescuplauf auf dem Programm der Ausdauersportler stand, kam es für die Aktiven der Region durchaus zu bemerkenswerten Ergebnissen.

Ein Läuferquartett aus Güstrow machte sich auf den Flug nach Mallorca, aber nicht nur, um die Sonne zu genießen, sondern auch, um sich mit dem Marathon der Inselhauptstadt den sportlichen Höhepunkt des Herbstes zu gönnen. Was alle Urlauber ganz sicher sehr erfreute, machte den Sportlern doch sehr zu schaffen. Temperaturen bis 30 Grad sind für Marathonläufer so ziemlich das Schlechteste, was man sich vorstellen kann. Trotzdem hielten sich die Güstrower wacker.

Für Anne-Kathrin Litzenberg kam es besonders dicke, hatte sie doch außerdem mit ihrer kaum verheilten Sehnenscheidenentzündung zu kämpfen. Trotzdem ging die 23-Jährige hoch ambitioniert ins Rennen und lag auch lange Zeit an der Spitze des Damenfeldes. Doch nach der Hälfte der Strecke musste sie bei ihrem erst zweiten Lauf über die 42 Kilometer immer wieder mit Krämpfen kämpfen und so das Tempo stark reduzieren. Am Ende belegte Anne-Kathrin Litzenberg nach 3:23:57 Stunden in dem internationalen Feld aus 64 Nationen trotzdem einen hervorragenden fünften Platz. Wie sehr Erfahrung gefragt war, beweist die Tatsache, dass die vor ihr platzierten Konkurrentinnen ausnahmslos höheren Altersklassen angehörten und Litzenberg in ihrer weiblichen Hauptklasse so den ersten Platz belegte.

Dass er schon auf einige Erfahrungen zurückgreifen kann, bewies Vereinskamerad Nils Schmiedeberg. Zwar konnte auch er das Vorhaben, die zweite Hälfte des Rennens schneller zurückzulegen als die erste nicht in die Tat umsetzen. Trotzdem kam er besser zurecht als die meisten anderen Läufer des riesigen Feldes. Nach zehn Kilometern lag der 47-jährige Lehrer noch auf Rang 18. Über die Plätze 17 (Halbmarathon) und 13 (km 30) schob er sich dann als Zehnter im Ziel noch unter die Top Ten (2. Platz in der M 45). Unter günstigeren Umständen hätte Nils Schmiedeberg sein Ziel, unter der 2:50- Grenze zu bleiben, ganz bestimmt erreicht, aber auch so kann er mit 2:53:39 Stunden auf ein hervorragendes Resultat verweisen.

Dritter im Bunde der Tri-Fun-Läufer in Palma war Stephan Trettin. Auch dem 28-Jährigen vermasselte die Sonne das Vorhaben, zumindest die Zeit von seinem Premierenmarathon im vergangenen Jahr zu verbessern. Diesmal blieb die Uhr bei 3:08:15 Stunden stehen, was Platz 32 des Gesamtfeldes und Rang fünf in seiner Altersklasse bedeutete.

Bereits Erfahrung mit dem Marathon auf der Sonneninsel hat René Koch. Zum dritten mal startete der Güstrower dort. Doch diesmal traf es ihn besonders hart: fast zwei Stunden benötigte er für die letzten zwölf Kilometer. So ist es um so bemerkenswerter, dass er nicht aufgab. Nach 4:31:23 Stunden erreichte René Koch das Ziel als 696., damit im Mittelfeld des weit über 1000 Läufer zählenden Marathonfeldes.

Aber auch im eigenen Lande wurde wieder einer Marathonlauf bestritten. Zweimal über die gewaltige Strelasundquerung ging es beim 7. Rügenbrückenmarathon in Stralsund. Hier war die Marathon laufende Fußballspielerin – oder sollte man besser sagen: Fußball spielende Marathonläuferin – Kerstin Jenning vom TSV Bützow unterwegs. Und diesmal hatte sie sogar Begleitung: Martin Genkel, der beim VfB Hohen Sprenz dem runden Leder nachjagd, wollte sie zu dessen Marathonpremiere verhelfen. Und das Vorhaben gelang sogar punktgenau. Nach 3:59:34 Stunden überquerten ein es kaum fassen könnender Martin Genkel die Ziellinie. Direkt an seiner Seite: Kerstin Jenning, die herzlich gratulierte. Warum die Zeitmessung für Kerstin eine Sekunde mehr ermittelt, wird ein Geheimnis bleiben und ist auch unerheblich. Der Sieg in der Altersklasse W 30 war der Bützowerin auch damit nicht zu nehmen. Aus Moisall, für den SC Laage startend, war auch Klaus-Dieter Mauck dabei. Der M-60-er ist ein erfahrender Marathonsammler. Diesmal holte er sich in 4:11:16 Stunden den Sieg in seiner Altersklasse.

Den gleichen Erfolg hatte Clubkamerad Bernd Jänike in der Kategorie M 45. Nach 3:25:05 Stunden und damit schon als Gesamt-6. des Feldes hatte er das Ziel in Stralsund erreicht.

Zwei weitere Läufer waren im Nachbarland Brandenburg auf nicht ganz so langer Strecke in Bad Wilsnack unterwegs. Dort war auf Waldwegen, die einige sicher noch als Austragungsort zahlreicher DDR- und Bezirks-Crossmeisterschaften kennen, die 14. Bad Wilsnacker Moormeile ausgeschrieben. Auf der längsten Distanz über 12,4 Kilometer konnten sich sowohl Ulrich Boddien (Tri Fun Güstrow/M 55/ GesamtFünfter) als auch Günter Wolf (LSV Güstrow/M 70) über Siege in ihren Altersklassen freuen.
 

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