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Handball-Verbandsliga West : Punkt fühlt sich wie ein Sieg an

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower HV – SG Crivitz/Banzkow-Leezen 24:24 (10:12) / Felix Elsner trifft in letzter Sekunde

Die Handball-Männer des Güstrower HV verteidigten in letzter Sekunde ihren zweiten Tabellenplatz in der Verbandsliga West und feierten das 24:24 (10:12) gegen den Dritten, die SG Crivitz/Banzkow-Leezen, nach dem Schlusspfiff wie einen Sieg.

In den ersten 15 Minuten setzte sich keine Mannschaft ab und die Torausbeute war gering (3:3). Langsam nahm der GHV-Express Fahrt auf und erkämpfte sich einen Zwei-Tore-Vorsprung. In der 25. Spielminute entschieden die Unparteiischen, dass Paul Golatowski nach Foulspiel das Parkett durch eine Rote Karte verlassen muss. Mental zeigte es entsprechende Wirkung, GHV-Trainer Holger Schneider musste die Positionen umstellen. Diese Unruhe nutzten die Gäste. Sie stellten den Gleichstand her und zogen mit zwei Toren davon. Beim Stand von 10:12 machten sich beide Teams auf den Weg in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff verbuchten die Hausherren den Anschlusstreffer. Angetrieben vom Publikum schafften die Güstrower beim 13:13 den Ausgleich. Aber die SG brachte immer wieder die harte Schule der Handballerfahrung mit auf die Platte, so dass für sie weitere dreimal ein Enteilen auf drei Tore möglich war (13:16, 16:19, 18:21). Der GHV steckte aber nicht auf. Zwar wurden einige Chancen ausgelassen, aber der Siebenmeterteufel wurde aus der Halle verbannt, alle Strafwürfe wurden verwandelt. Unterstützt vom GHV-Publikum kämpften die Hausherren verbissen und verkürzten immer wieder den Rückstand. In der letzten Spielminute gestaltete sich die Partie als wahrer Handballkrimi. Güstrow lag mit zwei Toren zurück. Die SG nahm bei Minute 59:20 eine Auszeit, konnte jedoch bei Wiederanpfiff den Angriff nicht positiv abschließen. Im Gegenzug erzielte Tim Dethloff den Anschlusstreffer zum 23:24. Die Zeit rannte, die SG hatte wieder Pech und vertändelte den Ball. Zehn Sekunden vor Schluss legte nun seinerseits GHV-Coach Holger Schneider die Grüne Karte am Zeitnehmertisch ab. Auszeit für den GHV. Die Männer erhielten für die letzten zehn Sekunden klare Anweisungen. In der letzten Sekunde nutzte Felix Elsner die Gelegenheit zum Wurf und erzielte den 24:24-Endstand.

Die Spieler lagen sich danach in den Armen und waren überglücklich über diesen Punktgewinn. Mit diesem Ergebnis behauptet sich der GHV weiter auf Platz zwei, punktgleich mit der SG, jedoch mit einem leicht besseren Torverhältnis.



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