Speedway in Güstrow : Pfingstpokal lockt die Massen

Strahlende Sieger: Michael Härtel, Mikkel Bech und Kai Huckenbeck (v.l.)
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Strahlende Sieger: Michael Härtel, Mikkel Bech und Kai Huckenbeck (v.l.)

Mikkel Bech aus Dänemark holte vor 8000 begeisterten Zuschauern den Pfingstpokal des MC Güstrow

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05. Juni 2017, 21:00 Uhr

Es war ein unglaubliches Speedwayfest, das die 8000 Besucher des Pfingstpokals am Sonntagabend in Güstrow erlebten. Begeistert wurde jede sportliche Aktion auf der Bahn gefeiert und davon gab es jede Menge zu bewundern. Genauso sah es auch Mikkel Bech, der Gewinner aus Dänemark. Bei der Siegerehrung richte sich der neue Pfingstpokalsieger an die Zuschauer: „Was für ein tolles Publikum, es macht richtig Spaß.“ Und genau das war auch zu erleben. Auf den voll besetzten Rängen wurden die Sportler für ihre Leistung gefeiert sowie in den Pausen zur stimmungsvollen Musik getanzt.

Dabei musste der Sieger noch eine Schrecksekunde überstehen. Als sein Erfolg schon feststand, kam es im Zusatzlauf um den Fritz-Suhrbier-Pokal zu einem Sturz. Kai Huckenbeck hatte in der Startkurve einen Aufsteiger und erwischte dabei den vor ihn fahrenden Dänen, so dass dieser mit dem Kopf auf der Bahn aufschlug. Beide Sportler konnten sich, unter anerkennenden Applaus der Zuschauer, selbst erheben. Mikkel Bech trat trotz der Schmerzen zur Wiederholung an, musste dann aber den Kroaten Jurica Pavlic ziehen lassen, der so den Sonderpokal gewann.

In den 20 Punktläufen, die traditionell über die Vergabe des Pfingstpokals entscheiden, setzte sich Mikkel Bech mit 13 Punkten knapp vor Michael Härtel und Kai Huckenbeck – beide hatten zwölf Punkte und mussten so noch ein Stechen ausfahren – durch. Doch bereits im zweiten Lauf des Abends gab es einen mitreißenden Dreikampf zu erleben, der beispielhaft für dieses Rennen war. Immer wieder wechselten die Positionen zwischen Kevin Wölbert, Kai Huckenbeck und Michael Härtel, der sich am Ende denkbar knapp durchsetzte.

So waren es nicht die Profis aus der polnischen Extraliga Pawel Przedpelski und Andzejs Lebedevs – beide kamen auf neun Punkte in der Gesamtwertung – die auf den vorderen Plätzen zu finden waren, sondern neben Härtel, Huckenbeck und Wölbert auch Tobias Kroner, die alle mit einer Portion Extramotivation über sich hinaus wuchsen und für den ein oder anderen sportlichen Glanzpunkt sorgten.

Dieser zusätzliche Antrieb war auch bei Tobias Busch zu spüren. Nach seiner schweren Fußverletzung wollte der zweimalige Sieger des Fitz-Suhrbier-Pokals (2013 und 2015) es unbedingt wieder probieren, aber deutlich sichtbar waren die Schmerzen zu stark und er konnte das Rennen nicht zu Ende fahren.

Michael Härtel, der vor zwei Jahren den Pfingstpokal gewann und gerade seine Abiturprüfungen absolviert hatte, zeigte sich wieder begeistert von der Veranstaltung. „Es war ein schönes Rennen, auch wenn es gar nicht so einfach war. Aber ich fahre sehr gern in Güstrow.“ Und für Kai Huckenbeck, der bei der Siegerehrung zuerst an den gestürzten Mikkel Bech dachte, ist das sowieso klar und daher konnte er die Zuschauer auch an seinen Gefühlen beim Auftritt in der polnischen Extraliga teilhaben lassen: „Es ist einfach grandios in der besten Liga der Welt am Start zu sein.“

So bot dieser Pfingstpokal wieder alles, was das Rennen zum Klassiker werden ließ. Der Sieger feierte noch lange nach dem Rennen mit den Mitgliedern des Vereins, ohne deren Engagement so eine Veranstaltung nicht möglich wäre, und dann waren seine Kopfschmerzen auch schon fast vergessen.

Ergebnisse

Pfingstpokal:

1. Mikkel Bech (DK) 13, 2. Michael Härtel (D) 12+3, 3. Kai Huckenbeck (D) 12+2, 4. Jurica Pavlic (KRO) 10, 5. Tobias Kroner (D) 10, 6. Kevin Wölbert (D) 10, 7. Andzejs Lebedevs (LET) 9, 8. Pawel Przedpelski (PL) 9, 9. Brady Kurtz (AUS) 9, 10. Patrick Hansen (DK) 6, 11. Christian Hefenbrock (D) 5, 12. David Bellego (FRA) 4, 13. Viktor Trofimov (UKR) 4, 14. Sam Masters (AUS), 15. Tobias Busch (D) 2, 16. Mads Hansen (DK) 0.

Gewinner Fritz-Suhrbier-Pokal:

Jurica Pavlic (KRO)

Kleiner Pfingstpokal

250er Klasse gemeinsame Wertung mit Teterow:

1. Jonas Knudsen (DK) 23, 2. Mads Dalum (DK) 17, 3. Leon Flint (GB) 16, 4. Ben Ernst (D) 13, 5. Lukas Wegner (D) 10, 6. Maximilian Firniß (D) 9, 7. Andreas H. Christensen (DK) 6, 8. Andreas Smedegaard (DK) 2.

85er Klasse:

1. Norick Blödorn (D) 12, 2. Sebastian Thomsen (DK) 7, 3. Jesper Knudsen (DK) 5, 4. Oliver Klockmann (DK) 5, Mikkel Roth (DK) 1.

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