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Lokaler Sport Güstrower Anzeiger

13. Dezember 2017 | 00:44 Uhr

Hockey : Pausen-Hockeymatch in Familie

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Beim ATSV Güstrow lebt der Hockey durch die Tradition der Generationen / Ein Beispiel: die Seidels

Sonnabend in der Pause des Hockey-Oberligaspiels um die Landesmeisterschaft zwischen dem ATSV Güstrow und dem Pritzwalker FHV. Nicht die Reserve-Spieler des ATSV nutzen die Zeit, um sich warm zu machen oder zu halten, sondern ein altbekannter Hockey-Stratege geht auf den Kunstrasen. Selbstverständlich mit einem Hockeyschläger. Will Wolfgang Seidel zeigen, was er noch so drauf hat? Genauso ist es, aber nicht für die Zuschauer, sondern für seine Enkel. Die sind inzwischen auch auf dem Platz: Jakob (3), Johann (8) und das Nesthäkchen Linnea (1,5). Alle mit einem Schläger ausgerüstet, um mit dem Opa ein kleines Spielchen zu machen. Da sich inzwischen auch Papa Marten dazugesellt hat, kann das Pausen-Match in Familie beginnen. Die Kinder haben ihre Freude. Man merkt auch sofort, dass sie nicht das erste Mal mit einem Hockeyschläger und einem Hockeyball hantieren. Da ist anscheinend weiterer Hockey-Nachwuchs aus der Seidelschen Hockey-Dynastie auf dem Weg, um vor allem dem Spuren des Opas zu folgen. Wolfgang Seidel: „Das ist ohne weiteres möglich. Bei Jakob könnte ich mir das z.B. gut vorstellen.“

Bei ihm würde es dann, wenn es klappt – bisschen Zeit ist ja noch -, so anfangen wie bei seinem Opa. Der bekam als Knirps seinen ersten Hockey-Schläger von seinem Onkel geschenkt. Und das war kein Geringerer als Rolf „Rolli“ Kölpin, ein Urgestein des Güstrower Sports, vor allem des Volleyballs. Der kleine Wolfgang kam schnell auf den Geschmack und begann als Siebenjähriger 1962 bei der damaligen BSG (Betriebssportgemeinschaft) Lok Güstrow mit dem Hockeyspielen. Der heute 62-Jährige spielte bis zu seinem 47. Lebensjahr und verabschiedete sich mit einem Spiel in der Regionalliga von seinem geliebten Hockeysport. Allerdings doch nicht ganz. Denn als der ATSV einen neuen Trainer suchte, war Wolfgang Seidel zur Stelle und etablierte als großen Erfolg den ATSV in der Halle in der 2. Bundesliga.

Wie es in der Güstrower Hockey-Familie und Generationen-Tradition mehrfach üblich ist, fiel auch bei den Söhnen von Wolfgang Seidel der Apfel nicht weit vom Stamm. Vater Seidel: „Es war klar, dass sie alle Hockey spielen werden. Ich habe sie ja zu den Spielen immer mitgenommen. Anfangs konnten sie da noch gar nicht laufen.“ Die Folge war, dass die Söhne dem Vater auf das Parkett und den Rasen folgten. Wolfgang Seidel: „Mit meinem Ältesten, Björn, habe ich sogar noch zusammen gespielt.“ Björn Seidel ist noch aktiv. Er spielt bei Phönix Lübeck und ist in der Vereinsleitung. „Björn hat zwei Mädels. Bei der einen rechne ich ganz fest damit, dass sie Hockey spielen wird“, wagt Opa Wolfgang eine Experten-Prognose.

Marten Seidel, mit dem Wolfgang Seidel das Pausen-Match bestritt, ist 34 Jahre alt, spielt noch bei den Güstrower Alten Herren und will sich beim ATSV mit neuen Ideen einbringen. Er ist mit seinen drei Kindern – wie der Opa damals mit seinen Kindern – sehr oft auf dem Platz oder in der Halle zu finden.

Der Letzte im Bunde der Seidel-Brüder ist Erik. Ihn hat der Beruf, er ist Maschinenbauingenieur, nach Augsburg verschlagen. Er arbeitet dort beim größten Schiffsmotorenhersteller in Deutschland. Erik ist dem Hockey auch im Süden der Republik treu geblieben, denn Hockey-Spieler finden überall in Deutschland Anschluss. Der 30-Jährige spielt bei Schwaben Augsburg in der Bayern-Liga. Hockey-Nachwuchs gibt es bei dem jüngsten Seidel allerdings nicht. Er ist (noch) Junggeselle. Aber das kann sich ja ändern und würde gut in die Hockey-Familiengeschichte der Seidels passen.





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