Parallelen vor Prestigeduell

Duell auf Augenhöhe: Die Vorzeichen vor dem Derby zwischen dem Güstrower SC um Paul Fichelmann (l.) und Bützows Sebastian Synwoldt (Mitte) sprechen dafür.
Duell auf Augenhöhe: Die Vorzeichen vor dem Derby zwischen dem Güstrower SC um Paul Fichelmann (l.) und Bützows Sebastian Synwoldt (Mitte) sprechen dafür.

Fußball-Verbandsliga, 23. Spieltag: Güstrower SC und TSV Bützow gehen mit gleichen Wünschen und Sorgen ins Flutlichtspiel

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12. April 2019, 05:00 Uhr

Bützow | Der Güstrower SC und TSV Bützow eröffnen heute Abend den 23. Spieltag der Fußball-Verbandsliga. Das Lokalderby steigt um 19.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz im Jahnstadion. Nach langer Zeit ist es diesmal ein Spiel ohne große Brisanz. Während der GSC als Tabellenvierter zwar noch auf die Podestplätze schielt (2 Punkte Rückstand auf Rang drei), befindet sich der TSV mit fünf Zählern weniger als die Barlachstädter ebenfalls im oberen Drittel des Tableau wieder (6. Platz). „Dort, wo wir stehen, damit können wir absolut zufrieden sein. Für Bützow ist das eine tolle Sache“, sagt Bützows Trainer Helge Marquardt. Nach oben und nach unten dürfte nicht mehr viel anbrennen. Trotzdem ist das für den TSV kein Grund nachzulassen. „Wir haben uns intern eine Punktezahl als Ziel gesetzt“, erklärt Marquardt. Das ist im Übrigen eine von mehreren Parallelen vor dem heutigen Prestigeduell, denn auch der GSC hat auf dem Punktekonto eine Wunschvorstellung. „Wir wollen die Saison nicht an einem Platz festmachen, sondern in der Rückrunde mehr Punkte holen als in der Hinrunde“, sagt GSC-Coach Holger Scherz.

Güstrow gegen Bützow – dieses Duell entwickelte sich in den zurückliegenden Jahren zu einem echten Klassiker, in dem es zunächst um den Verbandsliga-Aufstieg ging, ehe beide Teams die Spitze in Mecklenburg-Vorpommerns höchster Spielklasse aufmischten. Inzwischen sind es zwei etablierte Mannschaften, die weiterhin zur Elite der Verbandsliga gehören. Das macht das direkte Aufeinandertreffen heute Abend unter Flutlicht nicht weniger interessant, zumal es zuletzt immer wieder für gute Zuschauerzahlen im Jahnstadion oder auf dem Sportplatz am Wall sorgte.


Bützower Trainer bleibt ein weiteres Jahr

Im Vorfeld dieser Partie gaben die Bützower auf ihrer Facebookseite bekannt, dass Helge Marquardt auch in der kommenden Saison das Amt des Cheftrainers inne haben wird. Gleichzeitig vermeldeten bislang 15 Spieler ihren Verbleib. „Die Mannschaft bleibt zum großen Teil zusammen. Außerdem hatten wir gute Gespräche innerhalb des Vereins, die Bedingungen rund um die Mannschaft weiterhin zu verbessern“, erklärt Helge Marquardt seine Beweggründe.

Demnach laufen die Planungen für die kommende Saison schon auf Hochtouren – ebenso beim Güstrower SC. Dort ist ja schon länger klar, dass Chefcoach Holger Scherz ein Jahr dranhängt. Des Weiteren gibt es auch beim GSC Vollzug in Sachen Vertragsverlängerungen beziehungsweise Zusagen für das kommende Spieljahr. Dazu gehört auch Sava-André Mihajlovic, der für das Derby gegen den TSV Bützow nach seiner Roten Karte beim FC Mecklenburg Schwerin nicht spielberechtigt ist. „Dass er uns fußballerisch total fehlen wird, ist klar, dafür wird aber ein anderer spielen und hat die Chance, sich zu zeigen“, sagt Holger Scherz.

Dabei kriechen die Güstrower personell weiterhin auf dem Zahnfleisch – genau wie die Bützower. Beide Mannschaften mussten am Montag das Training absagen, weil nicht genug Spieler zur Verfügung standen. „Ich dachte schon, die Hinrunde war schlimm, aber jetzt ist es gefühlt noch schlechter“, beschreibt Holger Scherz die personelle Misere. Dementsprechend hält er sich mit Kampfansagen zurück. „Wir müssen von Woche zu Woche gucken, was machbar ist. Wir wollen unsere Ziele nicht aus den Augen verlieren, das geht aber nur mit einem vernünftigen Kader“, sagt Scherz. Gleiches gilt für den TSV, der für heute eine schlagkräftige Truppe aufbieten kann, auch wenn es noch Fragezeichen gibt.


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