Reiten : Oldies eine Klasse für sich

Mit seiner selbstgezogenen erst sechsjährigen Stute Cesana ist der 64 Jahre alte Hennig Osterloh in den Springen der Klasse A derzeit kaum zu schlagen, so auch in Plaaz.
Mit seiner selbstgezogenen erst sechsjährigen Stute Cesana ist der 64 Jahre alte Hennig Osterloh in den Springen der Klasse A derzeit kaum zu schlagen, so auch in Plaaz.

Die zweite Station der Senioren-Springtour Ü40 in Plaaz wurde erneut mit einem Dressurtag gekoppelt

svz.de von
09. Juli 2018, 05:00 Uhr

Es ist immer wieder erstaunlich und bewundernswert, wie viel Energie Enrico Finck aus Zehlendorf im Turniersport aufbringt. Der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Zehlendorf-Recknitztal ist nicht nur Chef des Pferdesportbundes im Landkreis Rostock mit derzeit 43 eingetragenen Vereinen. Darüber hinaus ist er Turnierleiter bei fünf Turnieren in Plaaz und Recknitztal.

Auf seine Initiative hin wurde wieder ein Springturnier für die Reiter ab 40 Jahre in Plaaz ausgetragen, die den Pferdesport als Amateure ausüben. Der 45-jährige Turnierleiter selbst startete verheißungsvoll in der L-Tour, deren erste Prüfung, ein Zwei-Phasen-Springen, er auf seiner Erfolgsstute Cronau gewann. Andreas Meyer (50 Jahre aus Gadebusch), deutete ebenfalls seine gute Form an und wurde auf Donna Zweiter vor dem 48-jährigen Mike Ortmann (Bollewick) auf Cascara.


Hennig Osterloh das Maß aller Dinge

Auch im zweiten Springen blieb Enrico Finck mit Cronau im Umlauf fehlerfrei, verzichtete aber auf das Stechen und wurde Vierter. Er machte quasi den Weg zum Sieg für Andreas Meyer frei, der mit Donna 35,53 Sekunden benötigte. Fehlerfrei blieb auch Daniel Grawe aus Elmenhorst bei Grimmen, mit 41 Jahren zweitjüngster Teilnehmer, der auf Lister aber gut zwei Sekunden langsamer war und Zweiter wurde. Mit vier Fehlern ging der 3. Platz an den 55 Jahre alten Detlef Kotlinsky, der auf Chekano für Zehlendorf-Recknitztal reitet.

In der A-Tour gab es einen absolut überlegenen Reiter. Hennig Osterloh, mit 64 Jahren einer der ältesten Teilnehmer in Plaaz, der für den RFV Vietgest reitet, gewann beide Springen mit deutlichem Vorsprung auf seiner selbst gezogenen Schimmelstute Cesana. Im Zwei-Phasen-Springen ließ er den 60 Jahre alten ehemaligen DDR-Nationenpreisreiter Norbert Schwedt (Sülstorf) mit Diego de Mingu (2. Platz) und den 63-jährigen Norbert Schönfeld (Teschow) mit Stakklan (3. Platz) hinter sich. Das Punktespringen gewann Hennig Osterloh mit zwei Sekunden Vorsprung vor dem sieggewohnten 51-jährigen Marko Fick aus Liebenthal (Prignitz) mit Caribic und seinem Sohn Maik Osterloh auf Carlo. Der 40-jährige aus Güstrow war der jüngste Teilnehmer.

„Ich finde es sehr gut, dass Enrico diese Seniorenturniere organisiert. Endlich mal Prüfungen, in denen wir älteren Reiter unter uns reiten können. Ich scheue mich natürlich auch nicht gegen die jungen Reiter anzutreten, um ihnen zu zeigen, dass wir es auch noch können“, sagte Hennig Osterloh mit einem Augenzwinkern. Davor braucht er sicher keine Scheu zu haben, kam er in dieser Saison doch immerhin schon zu acht Siegen und insgesamt 20 Platzierungen. Alle Erfolge auf der erst 6 Jahre alten Cellestial-Tochter Cesana, deren Mutter D’Olympic’s Lady er schon sehr erfolgreich ritt.


Susanne Voß gewann Dressur-Prüfung

Der Dressurtag war in erster Linie für junge Dressurpferde gedacht, enthielt aber auch eine A- und L-Dressur. Die Dressurpferdeprüfung Klasse A gewann Susanne Voß aus Laage mit der fünfjährigen Mecklenburger Siegerstute aus dem Jahr 2016, Daenerys. Die Tochter des Destano wurde von Ulrike Anders aus Loitz mit einer Stedinger-Stute gezogen und hat seit Anfang Juni nun schon die dritte Dressurpferdeprüfung gewonnen. Andrea Elsholz (Zierow) folgte mit den gleichaltrigen Wallachen For Success (v. For Romance) und Let’s Dance (v. Londontime) auf den Plätzen 2 und 3.

In der Reitpferdeprüfung gingen die beiden ersten Plätze an den RV Timmendorfer Strand. Alexander Fasch siegte auf dem vierjährigen Oldenburger Peppers Red Zack und wurde auf dem gleichaltrigen Trakehner Innocens Topas Zweiter. Es gab eine Eignungsprüfung die beide beim Veranstalter, dem RV Zehlendorf-Recknitztal, blieben. Janette Kalis siegte mit Let’s Fetz vor Manuela Granzow mit Royal Rush (beide 6 Jahre alt). Auch die A-Dressur blieb beim Veranstalter und ging an Julia Marianne Engel auf dem Friesen Odin fan Steendans. In der L-Dressur musste die für den Reitstall Wallner (Schwinkendorf) reitende Finnin Sari Uimonen mit ihrem neunjährigen Sri Shakti Nadine Seifert aus Granderheide an sich vorbei ziehen lassen, die die Prüfung auf der Quaterback-Stute Queenly Choice S gewann.


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